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Artikel Tagged ‘Frankreich’

Paris, Paris, wir fahren nach Paris ;-)

28. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich bin ja nicht so der Typ für große Städte. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel und Paris hatte bei meinem letzten Besuch (da stand noch die 1 vorn an der Jahreszahl) einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Inzwischen hat sich viel geändert und so habe ich mich gefreut, als ich ein langes Wochenende mit dem Thalys in Paris geschenkt bekommen habe.

Die Anfahrt ist so problemlos, wie man sie sich vorstellt: In Duisburg in den Thalys und mit zwischendurch 300 km/h über Belgien in die Stadt der Diebe, pardon Liebe. Von da aus mit der Metro ins Hotel und erst mal auspacken und dann ab in die Stadt. Hier wäre es schon hilfreich gewesen, wenn wir nicht erst nach dem ersten Spaziergang gemerkt hätten, dass wir im falschen Hotel eingecheckt waren ;-) Ist dem Personal auch nicht aufgefallen.

parisNach dem dann folgenden Umzug in das richtige Hotel, 2 Türen weiter die Straße runter, haben wir uns erst mal ein wenig orientiert. Ist ja schon ziemlich groß die Stadt :-) Gut hilfreich war, dass ich das GPS eingepackt hatte und mir vorher einfach mal ein paar Caches runtergeladen hatte. Das war im Verlauf der nächsten Tage extrem praktisch, weil wir uns an einem Ort immer entschieden haben, welchen wir als nächstes aufsuchen – und das führte und letztlich kreuz und quer durch die Stadt.

Über das Cachen habe ich drüben auf Cacheback schon was geschrieben, das will ich jetzt nicht alles hier wiederholen. Sagen wir, Paris hinterläßt einen gespaltenen Eindruck ;-)

Das trifft übrigens auch auf einen anderen Aspekt zu, nämlich das Radfahren in der Stadt. Auch dem habe ich einen eigenen Artikel gewidmet, drüben bei Just-MTB.

DSC_5807Insgesamt war Paris einen Besuch wert. Ich mag zwar immer noch keine großen Städte und ich hätte die Stadt natürlich auch viel lieber ganz für mich alleine gehabt – na gut, für uns alleine. Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben.

Was mir dieses Mal besonders gefallen hat war, dass wir oft Sehenswürdigkeiten angelaufen haben, wie den Eifelturm oder die Oper. Um uns dann vom GPS einfach ein paar Querstraßen weiter leiten zu lassen und ein völlig anderes Paris zu erleben.

DSC_5813Was ich schon krass finde ist, dass man im Stadtzentrum mal locker 4€ 50 für eine Cola, 6€ für einen Kaffee und auch schon mal 24€ für einen Burger bezahlen soll. Das Wahnsinnige daran ist, dass es offensichtlich funktioniert. Uns aber erspart blieb, weil wir auf unserer Tour immer wieder wirklich schöne kleine Cafes und Restaurants gefunden haben, die zwar gemessen an den Preisen hier nicht billig, aber schon eher Preiswert gewesen sind.

DSC_5889Ziemlich irre waren auch die teilweise endlosen Schlangen vorn Touristen vor den Sehenswürdigkeiten. Klar, am Eifelturm erwartetman das irgendwie. Aber als wir morgens um 10 (Öffnungszeit: 9:30) in die Katakomben wollten, stand die Schlange ernsthaft und ohne jeden Witz schon ein mal um den ganze Häuserblock.  Ganz ehrlich: hätten wir uns nicht direkt “reinschummeln” können, wir wären draußen geblieben. Das galt übrigens auch für die meisten anderen “Must See”, die wir uns von außen angesehen haben – nicht aber von innen, weil wir einfach keine Lust auf stundenlanges Warten hatten.

DSC_5873Trotzdem ist es natürlich spannend, die Katakomben zu besuchen. Zwischen den Gebeinen von schätzungsweise 6.000.000 Verstorbenen herumzulaufen ist schon eigenartig.

Und es macht natürlich Lust auf mehr, denn ganz Paris scheint untertunnelt zu sein. Bisher sind erst 250km der Tunnel unter der Stadt kartographiert und es gibt eine aktive Gruppe von Parisern, die sich (wohl geduldet?) darum kümmert, auch den Rest zu erforschen. Angesichts der zusätzlichen Tunnel für die Metro scheint es erstaunlich, dass Paris noch auf der Oberfläche steht.

DSC_5839Metro ist ein gutes Stichwort, denn der Nahverkehr in Paris ist natürlich 1a. Wenn wir mal 5 Minuten auf einen Zug warten mussten, war das schon echt lange. Und eigentlich braucht man auch von einem Ende der Stadt zum anderen selten mehr als 20 Minuten. Das ist besonders hiflreich, wenn man zur Alten Oper will und an der neuen Oper aussteigt ;-)

Insgesamt war es ein tolles Wochenende, das uns mit ziemlich vielen Eindrücken am Sonntag in den Zug nach Hause gesetzt hat. Und auch, wenn das aus meinem Mund komisch klingt: Ich würde empfehlen da mal wieder hin zu fahren, wenn ihr länger nicht da gewesen seid ;-)

 

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The Name Of The Doctor

25. Mai 2013 Kommentare ausgeschaltet
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Wow.

Ich weiss schon, warum ich Doctor Who so gerne sehe. Ihr müsst deswegen aber warten, bis ich Euch von Frankreich erzähle. Bis dahin erst mal ein Video ;-)

 

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2013

2. Januar 2013 8 Kommentare
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Ziemlich entspannt bin ich von 2012 nach 2013 gerutscht. Komisch, gerade noch war das Jahr mit der schönen Zahl, jetzt sind wir in dem Jahr mit der weniger schönen Zahl. In dem vermutlich die Standesämter um 09:10 Uhr am 11.12.13 überquellen werden… aber nun ja :-)

Was ich eigentlich sagen wollte, angesichts all der Jahresrückblicke und Vorschauen: Ich bin zufrieden und glücklich. Das gilt für das was hinter mir liegt ebenso, wie für das was vor mir liegt.

Natürlich gab es in 2012 jede Menge Dinge, die ich nicht gebraucht hätte, aber fast immer konnte zumindest ein guter Kompromiss erzielt werden. Zumeist sogar ein Erfolg. Und auch das drumherum stimmte meistens.

Für 2013 hoffe ich einfach mal, dass das so weiter geht. Meine “Vorsätze” sind dabei ziemlich egoistisch, denn ich stelle mich selbst in den Mittelpunkt. Das bedeutet aber, glaube ich, nicht zwangsläufig was schlechtes, denn richtig glücklich bin ich natürlich besonders dann, wenn es den Menschen in meiner Umgebung gut geht – und das ist ja dann schon Gold wert.

Beginnen werde ich das Jahr mit dem Mountainbike Trainingscamp auf Malle. Dann kommt mein neues Bike hoffentlich bald und kurz darauf bin ich schon wieder zum Biken im Elsaß, um dann nicht lang danach zum Biken, Sonnen und Schwimmen in Kroatien zu landen. Jetzt fehlt noch ein Winterurlaub – Ihr merkt schon: Schlecht gehen ist anders. Sowieso biken: Das wird im kommenden Jahr deutlich mehr werden. Geht morgen los, wenn ich das erste Mal 2013 wieder mit dem Rad zur Arbeit fahre und wird dann hoffentlich in besseren Zeiten als 2012 enden. Da bin ich allerdings guter Dinge: Selbst nicht fit fahre ich heute Strecken hoch, die ich Anfang 2012 noch gelaufen bin.  Von der deutlichen Verbesserung der Durchschnittszeiten auf dem Heimweg ganz zu schweigen. Zu meinem großen Erstaunen habe ich mich auch im Vereinsleben wiedergefunden – bin ich sonst eher nicht so für. Aber die Leute vom RSC Niederrhein haben es mir auffallend leicht gemacht, mich “heimisch” zu fühlen und seit März 2012 viel Spaß in mein Leben gebracht. Jenseits dessen möchte ich gerne wieder klettern gehen – unter anderem auch für’s Cachen, aber halt auch einfach nur, weil es Spaß macht. Und ich hoffe, ich kann das Schwimmtraining und das Krafttraining über das Jahr so ausbauen, dass ein stabiler Trainingszustand erreicht und gehalten wird.

Lokalpolitisch wird 2013 da weiter gehen, wo 2012 aufgehört hat: Ich werde mich abwechselnd über unfähige Menschen und unglaubliche Entscheidungen aufregen. Aber genau so werde ich wie in den vergangenen Jahren viel Zeit investieren und hoffen, Voerde und damit mein Leben ein kleines bisschen besser zu machen. Dann kommt noch die Bundestagswahl, die sicherlich viel Wahlkampfarbeit bedeutetn wird – aber unspannend ist: Dank der wenig glücklichen Wahl von Steinbrück als Kandidat wird Mutti eh wiedergewählt werden. Obwohl: Vermutlich wurde Steinmeier genau deswegen nominiert. Wichtig ist eigentlich nur die Frage der Machtverteilung zwischen FDP und Grüne. Es wäre schön, wenn die FDP an der 5%-Hürde scheitern würde, aber das würde erstens die Gefahr von Schwarz-Grün bedeuten (dann doch lieber GroKo). Die CDU wird also der FDP fleissig unter die Arme greifen :-D Und natürlich werde ich auch weiter gegen ausufernden Überwachung, Abmahnwahn, WLAN-Rechtsunsicherheit und so weiter angehen. Aber auch da sehe ich teilweise Entspannung auf uns zukommen – guter Lohn für harte Arbeit :-)

Kinotechnisch werde ich mich vermutlich auf Vorjahres-Niveau bewegen, gestern habe ich mit den üblichen Verdächtigen schon die Saison 2013 eingeleitet und “Australien in 100 Tagen” geschaut. Noch mal ;-) Ich bin mal gespannt, was mir noch für Filme dieses Jahr über den Weg laufen und freue mich natürlich auf Hunger Games II und Hobbit II. Aber auch jenseits der Mega-Block-Buster wird es bestimmt Perlen geben. Und Enttäuschungen.

Was das Cachen angeht, werde ich 2013 vermutlich weniger Dosen sammeln, als 2012 und 2011. Das liegt vor allem daran, dass sich im vergangenen Jahr die aufgewendeten Zeitanteile verschoben haben – aber das ist nicht schlimm. Auf jeden Fall werde ich nämlich auch 2013 wieder ein paar richtig schöne Dosen zu finden wissen und freue mich schon auf die Begleitung alter Bekannter und das Treffen neuer Gesichter.

Insgesamt gibt es also für 2013 vieles, auf das ich mich schon heute freue: Reisen, Menschen, Arbeit und Herausforderungen. Ich glaube, das kann man eine ausgeglichene “Work-Life-Balance” nennen. Und ich wünsche Euch, dass es Euch ähnlich geht!

Politischer Umbruch, politisches Chaos

7. Mai 2012 4 Kommentare
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Was war denn da am Wochenende los?

Zuerst die Wahl in SH. Wieso zum Teufel zieht die FDP wieder in den Landtag ein? Ist der Kubicki so gut? Und wieso will die SPD mit den Dänen eine knappe Mehrheit, statt mit den Piraten?

Dann Griechenland, Erdrutsch-artige Verluste für die beiden großen Parteien. Eigentlich nicht überraschend.

Und Frankreich? Hollande sägt verdient Sarkozy ab und Merkel steht “mit nacktem Arsch an der Wand”, hat sie doch ihr Wohl an den Wahlsieg von Sarko gehängt. Und muss jetzt bangen, wo der wichtigste Partner für die “deutschen Pläne für Europa” erfolgreich in die Wüste geschickt worden ist?

Soweit zum Umbruch,

jetzt zum Chaos:

Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, wieso lasst Ihr Euch von den Rechten eigentlich so provozieren, dass Steine fliegen und Messer (ausgerechnet!) gegen die Polizei eingesetzt werden? Wie bescheuert und endlos debil ist das denn bitte? Die dummen Nazis stehen da und grinsen sich einen, bekommen sie in Print und TV doch genau das Bild, dass sie wollen: Sie, die friedliebenden deutschen Demonstranten, auf der anderen Seite die aggressiven und gemeinen Ausländer/Andersgläubigen/Fremden. So leid mir das tut, aber die Ausschreitungen in Bonn sind ein klares Nazis 1 : Gesellschaft 0 geworden.

Ohne jede Not, was es so schlimm macht.

Die Welt wie wir sie uns machen. Oder: ein typischer Tag?

15. März 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Meine Lieblingskollegin sagt gerade:

“Das ist die Realität die wir uns machen. Haste das Tor nicht gesehen? Da stand “Twilightzone”. Das ist nicht wie ein Gewitter, das einfach kommt – das hier sind wir.”

Tja…

Internet an

Srsly?

Ein Sprecher des Bundesamtes räumte den Vorgang grundsätzlich ein, machte aber zugleich deutlich: „Ein Säugling würde nie allein ohne seine Mutter oder seinen Vater abgeschoben“.

Ja ne, is klar. Geht’s noch? Will man hier die Eltern los werden? Und mal im Ernst: ein acht Monate altes Baby?? Wann genau sind eigentlich die letzten Reste Moral und Anstand auf dem Altar der Bürokratie geopfert worden?

*Klick*

WTF?

Ja, kein Witz. Abstimmungsergebnis zu Gunsten der Content-Mafia: 14 zu 12. Das sind 26 abgegebene Stimmen bei 23 anwesenden Politikern. Kein Grund zur Panik?

Dann nehmen wir auch tiefenentspannt zur Kenntnis, welcher Ausschuss das war:

The final kicker here is that the 113-per-cent voter turnout happened in the Legal Affairs committee (JURI), which has the responsibility of safeguarding the integrity and trustworthiness of the legal framework as a whole in Europe.

*Klick*

  • Sarkozy erhielt 42 Millionen Pfund für seinen Wahlkampf 2007 – von Gaddafi

Also jetzt ist die Schmerzgrenze echt überschritten. Denn natürlich wurde die großzügige Spende erst ausgiebig gereinigt:

At the time Mr Sarkozy was France’s interior minister with well-documented ambitions to succeed Jacques Chirac. Political financing laws ban candidates from receiving cash payments above €7,500 (£6,300) but Mediapart claims that €50 million mentioned in the memo were laundered through bank accounts in Panama and Switzerland.

*Internet off*

Ich mach dann mal das Internet aus und verkriech mich unter meiner Bettdecke. Weckt mich bitte, wenn die Gesellschaft den Sprung in die nächste Entwicklungsstufe geschafft hat und wir wieder etwas haben, dass man guten Gewissens Hochzivilisation nennen kann.

Ansonsten wäre der Weltuntergang 2012 vielleicht doch keine schlechte Idee.

Wem gehört die EU?

3. November 2011 Kommentare ausgeschaltet
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German Chancelor Dr. Angela Merkel

Es ist ein sehr interessantes Politikverständnis, dass die Welt gerade von Merkel und Sarkozy zu sehen bekommt.

Zum einen scheinen die beiden allein die EU mittlerweile zu repräsentieren: “Merkel und Sarkozy haben den Geldhahn erst einmal zugedreht“. Und erstmalig schwenkt Merkel ihren Kurs und plötzlich ist der Austritt der Griechen aus dem Euro kein Tabu mehr.

Es ist interessant wie Merkel und Sarkozy darauf reagieren, dass Griechenland seine Bevölkerung fragen will. Griechenland, man mag sich erinnern, ist das Geburtsland der Demokratie. Und das die Bundeskanzlerin der sozialdemokratischen Bundesrepublik Deutschland und der französische Präsident Sarkozy so empfindlich darauf reagieren ist spannend.

Es scheint, als wären wir von der Demokratie in die Technokratie abgeglitten – zumindest aus Sicht unserer führenden Politiker. Und es scheint ebenso, als haben in Europa nur Deutschland und Frankreich das Sagen. Was bei Deutschland als größtem Nettozahler ja sogar fast noch ein verständlicher Anspruch wäre.

Jetzt stellen wir uns mal vor, die Griechen würden sich gegen das Diktat von Merkel und Sarkozy stellen. Plötzlich wäre man gezwungen einen Alternative zu der angeblich alternativlosen Politik zu suchen und zu finden. Und man würde sie finden. Womit aber TINA endgültig auch für die breite Öffentlichkeit Tot wäre.

Es ist spannend zu sehen, wie Merkel und Sarkozy sich verhalten. Es ist kein gutes Bild, dass sie liefern. Aber der griechische Staatschef Papandreou hat es geschafft, Stärke zu beweisen und Merkel und Sarkozy (aber vor allem Merkel) zu demaskieren.

Enhanced by Zemanta

Alles Gut in Frankreich?

17. September 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Wie, gut, dass in Frankreich letzte Woche nicht wirklich was passiert ist.

Und für die 10 fach erhöhte Radioaktivität in der Region gibt es sicherlich eine ganz einfache und logische Erklärung.

Keine Gefahr für nichts und niemanden…

13. September 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Radioactive Placard

Image via Wikipedia

Die Franzosen sind ja schon gut drauf:

Erst fliegt denen gestern eine Anlage um die Ohren in denen radioaktives Material verarbeitet wird, dann wird der Unfall für beendet erklärt.

Aber der Reihe nach: Mehr…

Atomenergie: Frankreich erwägt Ausstieg

9. Juli 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Aus der Rubrik “Zeichen und Wunder”:

Zum ersten Mal seit ich denken kann, spricht man in Frankreich von offizieller Seite von einem “möglichen Ausstieg”. Vermutlich auch dort eine Folge der kippenden Meinung in der Öffentlichkeit.

Reuters schreibt:

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima will nun auch die französische Regierung erstmals einen Atomausstieg prüfen lassen.

[…]

Frankreich erzeugt rund 80 Prozent seines Stroms aus Atomkraft und setzt damit mehr als jedes andere europäische Industrieland auf diese Energieform. Zuletzt hatten sich in Umfragen aber rund drei Viertel der Franzosen für einen Rückzug aus der Technik ausgesprochen, nur noch gut ein Fünftel wollten an dieser Energieerzeugung unverändert festhalten.

Wenn das Wirklichkeit würde, wäre das ein Riesen-Schritt in die richtige Richtung.

Die Zuverlässigkeit der Atomkraft

3. Juli 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Der Mensch neigt dazu, aus Bestand Sicherheit abzuleiten. Wir mögen keine Veränderungen, Veränderungen können sich negativ auf den Lebensstandard auswirken.

Deswegen haben sich die Menschen auch so an die Atomkraft gewöhnt: Billiger Strom und dann einfach das Gefahrenpotential vergessen und verdrängen. Da ist es gut, dass die Atomkraft sich so zuverlässig mit großen und kleinen Katastrophen ab und an in die Erinnerung zurück bringt…

Und so hat es dann gestern mal wieder einen Zwischenfall gegeben, diesmal in der als Pannenreaktor (vgl. Biblis!) verrufenen Anlage Tricastin. Natürlich war der Transformatorbrand außerhalb der “radioaktiven Zone”, natürlich bestand zu keiner Zeit irgendeine nennenswerte Gefahr für Mensch und Umwelt.

In einem Transformator der südfranzösischen Atomanlage Tricastin ist am Samstag ein Feuer ausgebrochen. Der Brand sei am Nachmittag außerhalb der atomaren Zone der Anlage ausgebrochen und habe keinerlei Strahlenbelastung für die Umwelt und die Bevölkerung zur Folge, teilte die Betreiberfirma EDF mit.

In Japan ja auch nicht. Hat uns Tepco mehr als ein Mal versichert.

Es ist erschreckend, wie sehr wir uns schon dran gewöhnt haben. Und schrieb ich nicht gestern erst über den “Sonderfall Frankreich“? Es ist kein Wunder, dass inzwischen auch dort mehr und mehr Leute sich gegen die Atomkraft stellen.

Erschreckend ist, in welchem Ausmaß sich dabei demokratisch legitimierte Regierungen von der Atomlobby zu Sockenpuppen machen lassen. SpOn berichtet über einen Fall aus England, aufgedeckt vom Guardian, aber ich würde wetten: Das ist in anderen Ländern, einschließlich Deutschland, nicht wesentlich anders:

Nun belegen von der britischen Tageszeitung “Guardian” gesichtete interne Mails, dass sich britische Regierungsmitarbeiter schon zwei Tage nach Beginn der Katastrophe in Japan – und noch bevor das Ausmaß der Verstrahlung bekannt war – an heimische Atomkonzerne gewendet haben, um eine gemeinsame PR-Strategie zu entwickeln. Deren Ziel: Das Fukushima-Unglück herunterspielen.

Wer jetzt glaubt, dass der Spuk in Deutschland dank neuerlich beschlossenem Ausstieg beendet ist, der täuscht sich. Wir haben nicht nur auf Jahrtausende, wenn nicht Jahrmillionen, ein strahlendes Abfall-Problem. Wir haben auch ein echtes Problem, so lange andere Länder weiter wie verzweifelt an der größten je vom Menschen geschaffenen Gefahr festhalten.

Von daher darf auch hier der Protest nicht abebben und der Kampf gegen Atomstrom nicht enden.

And now the good news: Frankreich verbietet Fracking

1. Juli 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Frankreich ist nicht unbedingt bekannt als Land der Ökos:

“Billiger Atomstrom” hat das Land eine interessante Entwicklung durchmachen lassen: Elektroheizungen in Häusern der Energie-Effizienz-Klassen F und G nur als Beispiel genannt.

Und trotzdem findet jedes Huhn bekanntlich sein Korn und so berichtet der Scientific American unter Berufung auf “Le Monde” heute, dass Frankreich als erstes Land das Fördern von unkonventionellem Gas mittels Fracking verboten hat: Mehr…

Wie sich die Content-Mafia Frankreich ins Knie schießt

16. Februar 2011 Kommentare ausgeschaltet
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… und was das mit Deutschland zu tun hat:

In Frankreich gibt es HADOPI. Das ist – kurz umrissen – der feuchte Traum der Content-Industrie:

Auf bloße Behauptung hin kann ein Internet-Anschluss-Inhaber “abgemahnt” und im Wiederholungsfall sogar vom Internet abgeklemmt werden. Rechtsweg wie bei jeder guten Lotterie im Grunde ausgeschlossen. Ein Gesetz mit noch nicht zu erahnenden Kollateral-Schäden. Mehr…

Wie absurd ist eigentlich möglich?

14. Januar 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Manche Dinge sind so absurd, dass man sich denkt: das kann sich kein Mensch ausdenken.

Das hier gehört dazu. Denn ratet mal, wer

47,5 Millionen kanadische Dollar (rund 37 Millionen Euro) als Entschädigung für Urheberrechtsverletzungen an Künstler und andere Rechteinhaber zu bezahlen

bereit ist…

Die Musikindustrie selbst! Aber das ändert natürlich nicht an der (politisch genehmen) Kriminalisierung des Internet. Während also mit Kanonen des Gesetzbuches auf (vermutlich) absolut überwiegend private Musikliebhaber ohne “gewerbsmäßige Missbrauchinteressen” geschossen wird, können sich bandenmäßig(!) organisierte(!) und überführte(!) gewerbsmäßige Schutzrechtverletzter freikaufen.

Wer findet den Fehler?