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Artikel Tagged ‘Kapitalismus’

I, Economy. I am Master. Be my Slave.

22. Mai 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Erst gestern habe ich unter dem Titel “Panik um der Panik Willen?” mich mit der Situation der Beschäftigten beschäftigt. Und heute finde ich bei Fefe einen aktuellen Bericht aus einem amerikanischen Superlagerhaus und über die dortigen Arbeitsbedingungen.

Wirkliche Zweifel an den Schilderungen habe ich nicht. Und auch in Deutschland halte ich das in weiten Teilen für möglich. Was ich jedoch besonders interessant finde ist nicht die spontane Assoziation mit Amazon und Co. Sondern mit der Deutschen Post:

Vor einigen Monaten lief im ARD eine Doku über die “Paketsklaven” bei DHL. Die natürlich nicht bei DHL angestellt waren, sondern bei einem Subunternehmen. Und was lese ich in dem Bericht? Natürlich, dass die Mitarbeiter in den Lagerhäusern über Subunternehmen rein kommen. Aber am spannensten ist doch:

The stuff we order from big online retailers lives in large warehouses, owned and operated either by the retailers themselves or by third-party logistics contractors, a.k.a. 3PLs. These companies often fulfill orders for more than one retailer out of a single warehouse. America’s largest 3PL, Exel, has 86 million square feet of warehouse in North America; it’s a subsidiary of Deutsche Post DHL, which is cute because Deutsche Post is the German post office, which was privatized in the 1990s and bought DHL in 2002, becoming one of the world’s biggest corporate employers.

Und hey. Was in den USA funktioniert, funktioniert fast überall.

Ich frage mich wie wir an einen Punkt kommen konnten, an denen der “freie Markt” bei angebotener und nachgefragter Arbeitsleistung keinen Preis im Equilibrium mehr entstehen läßt. Sondern Leute für Almosen sich selbst bis zur Erschöpfung, vielleicht sogar noch weiter selbst ausbeuten.

Wie können wir Unternehmen erlauben, so mit Mitarbeitern umzugehen? Wie können wir Regierungen erlauben, dies zuzulassen?

Wie können wir selbst die Augen davor verschließen?

 

Demokratie schadet dem Markt! Schafft sie ab!

4. November 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Wir erinnern uns: Banken sind “Systemrelevant” und es muss alles unternommen werden, sie am Scheitern zu hindern. All Hail to the market, baby!

Und an Griechenland sehen wir noch mehr:

Wir sehen nicht nur, dass Griechenland offensichtlich von dem Traumpaar Merkel und Sarkozy regiert wird. Wir sehen zudem auch, dass Demokratie dem Markt schadet. Schon deswegen gehört sie abgeschafft. Wie ich schon schrieb: All Hail to the market, baby!

Nach dem abgeblasenen Referendum in Griechenland und der überraschenden Zinssenkung der Europäischen Zentralbank haben sich die asiatischen Börsen am Freitag von vier Tagen mit Verlusten deutlich erholt. Der japanische Nikkei stieg um1,3 Prozent auf 8751 Punkte. Der Hongkonger Hang-Seng-Index machte einen Kurssprung von 3,1 Prozent auf 19 841 Punkte. Der südkoreanische Kospi legte um 2,8 Prozent auf 1.922 Zähler zu.

Quelle: derwesten

Die Märkte entspannen also, weil keine basisdemokratische Entscheidung darüber statt finden soll, welche Sparmaßnahmen Griechenland von außen aufgedrängt werden. Zu denen bekanntlich gehört, das Tafelsilber an die Wirtschaft zu verschleudern.

Interessant an der ganzen Griechenland-Debatte ist doch eigentlich nur, dass wir hier erleben, was ich schon seit gut 10 Jahren predige: Ein ewiges Wachstum ist nicht möglich.

Doch statt die Frage zu stellen, wie sich die Welt(-wirtschaft) und die Gesellschaft weiter entwickeln könnten, wird hier mit aller Macht versucht an alten Systemen fest zu halten. Bloß nicht an Übermorgen denken.

Und Mitsprache des Bürgers?

Die ist aus Sicht des Marktes Gift. Vor allem im Zeitalter freier Informationen im Internet. Und von daher ist es auch nicht verwunderlich wenn die Börse “positiv reagiert”, wenn Demokratie ad acta gelegt wird.

Ein erschreckendes Protokoll des gestrigen Tages liefert die Zeit:

An diesem Donnerstag wird man die Abhängigkeit von Markt und Politik besonders gut studieren können. Oft ist in dieser Zeit von der Macht der Märkte die Rede, vom Primat der Politik, das in Europas Schuldenkrise verloren gegangen sei. Die Politik tanze nach der Pfeife der Märkte, lautet ein Vorwurf. An diesem Tag kann man es auch so sehen: Es sind die Anleger, die auf jedes kleinste Wort, jede kleinste Andeutung aus Athen in Sekundenschnelle reagieren. Die Taktgeber heißen dabei nicht Obama, Merkel oder Sarkozy, sondern Papandreou und Venizelos. Zwei Politiker eines Landes, das weniger als drei Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der Euro-Zone beiträgt.

Wenn Unrecht und Recht nicht mehr zu trennen sind…

14. Oktober 2010 Kommentare ausgeschaltet
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Was ist eigentlich los, in unserer schönen Republik?

An allen Ecken und Kanten brodelt es… man hat den Eindruck, dass ganz Deutschland unruhig ist.

Gerade noch werden Menschen in Stuttgart mit Wasserwerfern “zusammengeschossen“, die als das “mildeste Mittel” bezeichnet wurden. Das ist der perfekte Zeitpunkt anzukündigen, dass wir natürlich neue Wasserwerfer mit noch größerem Druck benötigen – weil die Anzahl der Einsätze größer wird. Und natürlich müssen härtere Strafen her. Gegen alles, gegen jeden und auf jeden Fall auch gegen solche, die nichts weiter im Sinn haben, als sich selbst zu schützen. 3 Jahre sind da das Minimum.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagt mit Blick auf den Linke-Aufruf: „Das ist eine schlimme Erosion des Rechtsverständnisses von Parteien und Politikern“. Die Militanz werde bei diesem Castor-Einsatz deutlich zunehmen. Wendt machte dafür auch die Entscheidung der Regierung für längere Atomlaufzeiten verantwortlich. Die 16.500 Polizisten würden wahrscheinlich bei Weitem mich ausreichen. Es drohe der größte und längste Castor-Einsatz der Geschichte, sagt Wendt.

So konnte man heute in der Welt lesen. Mehr…

Und jetzt reden wir mal über Bücher…

18. Oktober 2009 Kommentare ausgeschaltet
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Und?

Der letzte Beitrag hat noch nicht gereicht? Dann hab ich noch was:

Welche Literatur in den Ladenregalen steht und beworben wird, das liegt immer seltener in der Hand der Verlage. Die Buchwelt klagt zwar stets über das Internet. Doch inzwischen ist klar, dass es zur Zerstörung einer ganzen Branche keiner neuen Medien bedarf: Ein Konzern wie Thalia besorgt das auf seine Weise. Das ist eine Geschichte, in der, obwohl sie vom Kulturgut Buch handelt, nicht wenige Leute Angst haben. Dazu gehört auch die Angst, zitiert zu werden, weshalb man diesen Leuten andere Namen geben muss.

Zum Beispiel ist da die Vertriebsleiterin eines mittelständischen Verlags. Sie möge Bachmann heißen. Die Frau Bachmann also gibt wieder, wie der Herr Busch sie einmal mit den Worten verabschiedete, nächstes Jahr sehe man sich wieder, und dann sei die Rolltreppe fällig. “Da”, sagt sie, “möchte man doch am liebsten einen Farbeimer schmeißen.”

weiterlesen…

Und deswegen kaufe ich hier meine Bücher: Klick!

Wie sieht die Welt heute und morgen aus?

18. Oktober 2009 4 Kommentare
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Der unfassbiere AnjinSan kam heute per Mail hier an und wußte gar erstaunliches zu berichten.

Das gebe ich einfach mal so weiter:

Da Tobias Schlegl von Extra3 Vater wurde, dachten sie sich darum
herum einen Doku-Zweiteiler aus, in dem er untersucht, welche
Zukunft denn sein Kind so erwartet. Ungewoehnlich daran ist die
Reportage vor Ort kombiniert mit eigenem Soundtrack (und den
Musikern mitten drin) und die Ergaenzung durch einen Cartoon.
Featuring unter anderem: einen unangenehmen Eier-Produzenten,
der zu Unrecht ein Bio-Siegel innehat, einflussreiche Lobbyisten
(z.B. die sehr zugeknoepften Leute des Deutschen Atomforums und
seiner Ableger) und paranoide G8-Globalisierungsgegner.

Klick!

Wenn Kompetenzen um Kompetenzen rangeln…

28. August 2009 3 Kommentare
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Wer oder was ist eigentlich der Support für die PDL?

Wenn man voller Vorurteile wäre, dann würde man vermutlich gleich zwei große Gruppen nennen:

Die Midlife-Crisis-Versager, denen nicht nur jede Frau davon läuft, sondern die auch noch der Welt grundsätzlich die Schuld am eigenen Versagen geben wollen – und für die eine Revolution ein Segen wäre. Selbst wenn sie die ersten wären, die unter die Räder kämen.

Und natürlich die Sozial-Romantiker. Gut situiert, sorgenfrei und mit einer gewissen alturistischen Neigung.

Selbstverständlich sind beide Gruppen rein fiktiv und entspringen der Phantasie eines Schreiberlings, der sich nie ernsthaft mit dem Thema befasst hat. Gleichwohl… über den einen verblendeten PDL-Typus ist hier ja schon genug geschrieben worden. Und die andere Sorte fährt einfach das hiesige “Wahlkampfmobil” der PDL. Stilsicher.

no images were found

Oh, keine Frage: Der Fahrer ist voll in Ordnung. Das Auto ist an sich ein tolles Auto. Nur die Kombination mit dem, für was die Linke eintritt und das Auftreten mit der E-Klasse… ich fand das schon humorig :-)

Warnfarben – aus der Natur in die Politik…

2. August 2009 2 Kommentare
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Als Die Toten Hosen noch nicht auf Kuschelkurs waren…

31. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet
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… da gab es Lieder wie “1000 gute Gründe” und “Hier kommt Alex”. Die heute aktueller denn je sind. Leider kuscheln aber auch Die Toten Hosen nur noch rum. Dabei müsste genau jetzt genau diese Art von Musik sehr laut gespielt werden.

Warum wir ein neues Urheberrecht brauchen…

31. Juli 2009 11 Kommentare
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Doku:”Was kommt nach dem Copyright” from Troy on Vimeo.

Nur kurz als Hinweis: ich suche gerade ein Lied, dass es weder bei iTunes, noch Amazon gibt. Via Trorrent könnte ich es haben. Hallo liebe Medienindustrie, pennt Ihr noch immer?

Öl-Krise? Ich hör immer Öl-Krise!

31. Juli 2009 2 Kommentare
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Ach Mist, helft mir mal: In irgendeinem Song wird gerade gesunden, wir hätten keine Öl-Krise, wenn sogar Enten schon in Öl baden. Das ist leider einmal mehr traurige Wahrheit:

Vor Norwegen droht eine ökologische Katastrophe!

All Hail to the Profit. Wer braucht schon erneuerbare Energien? Mehr…

Vodafail – die nächste Runde?

22. Juli 2009 2 Kommentare
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[Update am Ende]

Hmmmm….

Just in dem Augenblich, in dem der Herr Banger in meinen Blog kommentierte, las ich bei Felix über die Geschichte des Ausstiegs von Frau Schnutinger.

Mehr…

Zypries und die Welt – Ein Desaster

20. Juli 2009 13 Kommentare
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Firefox hat ja hier und bei sich schon kurz den Artikel aus der Welt angesprochen, in dem Frau Zypries sich zum Netz äußert. Auch Netzpolitik.org hat das gemacht. Beide aber nur unvollständig, weswegen ich mir an dieser Stelle erlaube, dass mal etwas ausführlicher zu kommentieren: Mehr…

Die Musik-Industrie mal aus der anderen Perspektive: Rent Trazor, NIN

9. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet
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Witziger Weise ist es gerade gestern gewesen, dass ich was über den Audio-Markt geschrieben habe. Aus Sicht des Kunden.

Und was sehe ich gerade bei Netzpolitik.org?

[...]Forget thinking you are going to make any real money from record sales. Make your record cheaply (but great) and GIVE IT AWAY. As an artist you want as many people as possible to hear your work. Word of mouth is the only true marketing that matters.[...]

Mein Tip: Lesen gehen!

Über den selbstgemachten Untergang…

21. Mai 2009 Kommentare ausgeschaltet
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… eines deutschen Unternehmens. Typisch Deutsch?

Ich hoffe nicht…

Er sagte mir, daß wir dem Betriebsrat immer einen Spielraum für gewisse „Verbesserungen“ lassen müßten, sonst könne der Betriebsrat und die Gewerkschaft nicht mehr garantieren, daß die Arbeiter im Betrieb still hielten, die sowieso schon eine ziemliche Wut im Bauch hätten. Konkret hieß das, ich kündigte die Entlassungsaktion an, die in diesem Fall 10% der Belegschaft betreffen sollte – und der Betriebsrat würde dann in „zähen Verhandlungen“ mit mir das Schlimmste abwenden und die Aktion in eine Frühverrentung umwandeln können. So geschah es.

Komplette Story  bei Karl Weiss: Klick!

The Pirate Bay

25. Februar 2009 Kommentare ausgeschaltet
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Verfolgt Ihr eigentlich die Posse rund um Pirate Bay?

Falls nicht: Ihr solltet. Das geht so skuril weiter, wie es angefangen hat.