Broken City
Am Wochenende hatte ich das Vergnügen, Broken City zu gucken. Und es war tatsächlich ein Vergnügen! Mehr…
Am Wochenende hatte ich das Vergnügen, Broken City zu gucken. Und es war tatsächlich ein Vergnügen! Mehr…
Wer rasantes Kino und viel Action liebt, dem wird dieser Film nicht viel geben können.
Wer sich aber gerne in den Bann eines Films ziehen lässt und mit den Charakteren fühlt und leidet, den wird dieser Film genauso beeindrucken, wie mich.
Die Story ist recht simpel: reicher Kunstauktionator, der seine Mitmenschen meidet und demzufolge auch kaum persönliche Kontakte, geschweige denn Beziehungen
mit anderen hat, begegnet im Rahmen seiner Tätigkeit einer jungen Frau, die ebenfalls menschenscheu ist und von der Welt zurückgezogen lebt. Und natürlich verliebt er sich. Zum
ersten Mal in seinem Leben.
Heftig. Leidenschaftlich. Hoffnungsvoll.
Der Zuschauer begleitet diesen Mann, der zu Beginn des Films weder besonders sympatisch noch besonders unsympatisch wirkt, auf seinem Weg vom gefühlsverkrüppelten Einsiedler zum lebensbejahenden
Liebhaber. Und er hofft. Wider besseres Wissen, denn bereits nach wenigen Minuten ahnt der Zuschauer, dass ein Happy End eher unwahrscheinlich ist.
Der Grund für diese Ahnung kann in der atmosphärischen Dichte, der immer leicht unheimlichen Stimmung oder auch an der emotional stark manipulativen Musik Ennio Morricones
liegen. Jedenfalls ist klar: Irgendetwas kann hier nicht stimmen.
Dies ist eine Geschichte von Freundschaft und Liebe, Vertrauen und Verrat, von Hoffnung und Verzweiflung.
Eigentlich eine Geschichte, wie es sie viele gibt. Aber dieser Film hinterlässt Eindruck. Mich persönlich hat sie tief berührt.
Nicht zuletzt wegen der intensiven Konzentration des Films auf die Hauptperson, die von Geoffrey Rush, der in jeder Szene anwesend ist, absolut überzeugend dargestellt wird und durch die der Zuschauer stets in
der Handlung festgehalten wird.
Vor allem jedoch wegen der Darstellung der brutalen Wahrheit darüber, wie gefährlich menschliche Gefühle sind.
Filme aus Frankreich sind oft Filme, die mich überraschen. Positiv.
Das gilt für Streifen wie Transporter genau so, wie für Ziemlich beste Freunde. Von daher keine Frage, dass wir “Ein Mords Team” gucken waren.
Tja… ein Schwarzer aus den Vororten und ein weißer aus dem Zentrum der Kultur. Das kennen wir aus Ziemlich beste Freunde. Aus dem Film kennen wir aber auch die Eingangszene und die eine oder andere Location.
Hoppla?
Ein Mords Team ist der Versuch, Leon der Profi, Ziemlich beste Freunde und noch ein oder zwei andere Filme zu kreuzen. Und der Versuch, das muss man leider so sagen, ist grandios gescheitert.
Natürlich hat der Film auch seine guten Momente. Dann macht er Spaß. Er kann aber letztlich weder in Bildern überzeugen, noch in der Story. Denn die ist wirklich so abgrundtief dämlich in den Sand gesetzt, dass sich fremdschämen will.
Fazit: Sein Geld nicht wert, auf DVD ‘ne nette Idee, wenn man Freunde zu Besuch hat und nicht zu genau hin schaut…
Nachdem ich ihn fast verpasst hätte, konnte ich doch noch den Film “Hänsel und Gretel” sehen. Und vermutlich waren meine Erwartungen zu hoch:
Der Film hat Potential, keine Frage. Auch filmisch gibt es nicht viel zu meckern. Und doch… ich habe mich selten so extrem gelangweilt, wie bei diesem Film. Er kam einfach nicht in Fahrt. Und wenn im “normalen” Kino das einzige Highlight die Badeszene von Viitala Phila ist, dann sagt das vermutlich viel über den Film…
Schade, schade. Ehrlich schade. Und lohnt nicht mal auf DVD…
Ich gebe zu, wenn was aus Canada kommt, hat das bei mir schon leichte Vorteile. Und nicht anders erging es dem Film “Take This Waltz“, den ich gestern im Filmforum geguckt habe:
Eine interessante Liebesgeschichte mit vielen Ebenen auf denen sie sich abspielt. Ein leichter Einschlag von Drama, der nicht den Film dominiert. Das ganze verpackt in wirklich schöne Bilder, gespielt mit einer selten erlebten Intensität.
Eigentlich schade, dass Filme wie ARGO es schaffen, eine solche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, während echte cineastische Genüsse wir Take This Waltz deutlich weniger Aufmerksamkeit zugesprochen bekommt.
Mein Tip: Wer kann und nicht nur Actionfilme braucht, sollte sich dringend den Film anschauen. Und danach tiefentspannt das Kino verlassen mit dem Gefühl, dass doch irgendwie alles gut ist…
Nachdem Argo ja Oscar-Weihen erhalten hat, habe ich mir den Film auch mal angesehen. Im Kino muss ich den verpasst haben. Und das ist, so viel vorab, keine Schande.
Wer einen vor US-Patriotismus triefenden Film über die Ignoranz der US gegenüber anderen Ländern sehen will, ist hier richtig. Wer Spannung, eine gute Dramaturgie oder auch nur gute schauspielerische Leistungen erwartet, ist hier komplett an der falschen Adresse.
Selten hat mich ein Film so enttäuscht wie Argo. Einzig passend der informelle Untertitel, den sich der Film selbst gibt. Eben ARGO fuck yourself!
Es war die Jule, die mich in den Film “Pushing the Limits” lockte. Und es ist die gleiche Jule die eine Kritik schrieb, der man fast nichts hinzufügen möchte.
Aber weil das ja hier mein Sandkasten ist, natürlich auch von mir ein paar Worte:
Ich mag Filme, die Nischensport zeigen und ich mag Filme die Menschen mitreißen. Ich kann stundenlang Filme gucken die von wahnwitzigen Sportarten handeln oder nur aus Naturaufnahmen bestehen. Am liebsten natürlich beides.
Was die Bilder angeht ist “Pushing the Limits” auch wirklich nett anzusehen. Allerdings krankt er an einigen Stellen doch erheblich:
Die Macher konzentrieren sich z. B. zu sehr auf wenige Ausschnitte aus dem Sportleben und lassen andere (Whitewater-Rafting) nur sehr kurz, andere (Mountainbiking) im Grunde gar nicht zu Bild kommen. Das vermieste mir den guten Eindruck den die Wingsuit-Einführung eigentlich am Anfang des Films hinterlassen hatte.
Zudem unfreiwillig komisch war das Bestreben eines der Sponsoren, Thule, anders als die anderen nicht diskret aufzutreten, sondern sich in den Vordergrund zu drängeln. Was beim Publikum auch entsprechend aufgenommen wurde – eher negativ.
In der Summe war der Film nett zu sehen und vor allem die Landschaften auf großer Leinwand natürlich beeindruckend. Aber die Details die störten und einen unzufrieden zurück ließen überwiegen für mich – was auch daran liegen mag, dass ich mit mehr Mountainbiking und mehr “richtigen” Limits gerechnet habe. Da sind dann die von Jule angesprochenen Untertitel etc. eigentlich kaum eine Erwähnung wert.
Schlecht war der Film trotzdem nicht. Er hinterlässt halt einfach nur keinen Eindruck. Ich habe ihn quasi schon wieder vergessen – was den Sportlern im Film sicherlich nicht gerecht wird.
Es ist Januar. Das Jahr hat gerade begonnen und damit auch das Kino-Jahr. Und dann schon ein Tarantino-Film? Na mal gucken ob die wirklich Anfgang des Jahres schon die richtig guten Kracher raus hauen.
Um es kurz zu machen: ja, tun sie.
Django hat mir von der ersten Szene an gefallen und das über den ganzen Film beibehalten. Einfach fesselnd und mit viel Liebe zum Detail wird die Geschichte des schwarzen Sklaven erzählt. Natürlich ist das meiste wenig überraschend und natürlich bekommt Tarantino Mengenrabatte beim Filmblut. Dabei kommt die Grausamkeit nicht an andere Filme von ihm heran, gleichzeitig ist die Gewalt aber so überzeichnet, dass der Film auch für zartere Gemüter als ich es bin eine gute Wahl ist.
Der Spannungsbogen ist gut gebaut, die Charaktere herzallerliebst und als größtes Plus: Leonardo Di Caprio stirbt. Über die Qualität der Bilder brauchen wir nicht reden.
Mit anderen Worten, der Film ist fast perfekt. Fast, weil 165 Minuten für mich längst nicht genug waren.
Wer auf konventionelle Actionfilme steht, der sollte sich Jack Reacher ansehen, den neuen Film von und mit Tom Cruise.
Und ja, es ist ein “typischer” Cruise-Filme, in dem es sich um Cruise dreht und ansonsten um Cruise. Und natürlich ist Jack Reacher im Grunde von Anfang an komplett vorhersehbar. Das tut ihm aber keinen Abbruch, denn er ist solide gemacht und gut erzählt. Perfektes Popcorn-Kino halt.
Nicht der schlechteste Filmstart ins neue Jahr!
2012 war ich in etwa 30 mal im Kino und habe dabei 22 neue Filme gesehen. Die übrigen Besuche verteilen sich auf Filme die ich schon kannte oder die ich mehrfach gesehen habe. Um die Übersicht nicht zu verlieren, habe ich alle Filme in einer einfachen Skala bewertet: Gut (+), Belanglos (o) und Nicht gut (-). Auf Detailwertungen verzichtet die Liste, die findet sich irgendwo hier im Blog. Meistens
Zugegeben, ein blöder Vergleich. Aber so kriege ich bei in einem Post unter. Fangen wir mit Silent Hill an.
Silent Hill Revelation 3D
Ich steh ja auf Silent Hill und auf Resident Evil sowieso. Also bin ich natürlich ins Kino um mir den neusten Silent Hill-Streifen anzusehen. Und ich mache es kurz: 3D hätte es nicht gebraucht, aber ohne 3D wäre nichts an dem Film erwähnenswert: Dumbe Schauspieler, eine grauenvoll verworrene Storyline, unfassbar dämliche Dialoge und Special Effects eines Erstsemesters. Den Spielen nicht würdig. Des Betrachtens nicht würdig. Worst Movie Ever.
End of Watch
Dagegen ist End of Watch eine wahre Offenbarung. Der Film ist gnadenlos gut und hält einen richtig guten Spannungsbogen vom Anfang bis zum (absolut überraschenden) Ende aufrecht. Man glaubt immer zu wissen, was passieren muss und trotzdem passiert es nicht. Oder anders. Oder später. Filmisch und mit der Storyline ein ganz großer Film des Jahres 2012. Übrigens fallen die “Amateur-Szenen” kaum negativ ins Gewicht – mag ich wackelnde Bilder doch sonst eigentlich gar nicht. Aber der Plot verhindert, dass man sich auch nur eine Sekunde Gedanken über so was macht.
Solide 8 von 10 Punkten, würde ich sagen.
… und schön war es dort.
Auch wenn ich vor der Tür Menschen gehört habe, die ersten 90 Minuten von “Der Hobbit” wären langweilig.
Was sie im übrigen gar nicht sind. Peter Jackson nimmt sich nur die Zeit, den Hobbit in das Gesamtwerk “Herr der Ringe” zu integrieren und er nimmt sich Zeit, eine wunderschöne Geschichte zu erzählen.
Die dabei verwendete Technik ist erst mal ein wenig befremdlich: Durch die hohe Bildrate, hohe Sättigung und Kontraste wirkt der Film mehr wie aus dem Computer, denn aus der Kamera. Und wenig schön waren in der 3D-Version die ich gesehen habe die Landschaftsaufnahmen. Durch eine (meiner Meinung nach) falsch gesetzte Tiefen(un)schärfe wird das Auge beständig irritiert: Der Hintergrund ist unscharf, obwohl das Hirn darauf besteht, dass man die Berge am Horizont scharf sehen müsste. Das war für mich sehr irritierend.
Aber sieht man davon einmal ab, ist der Hobbit ein extrem guter Film, der wie im Flug vorbei ist.
Shame on you UCI: Die Pause (die ich sowieso übel finde!) fand mitten in einer Szene, mitten in einem gesprochenen Wort statt. Das ist angesichts 13€ pro Person einfach nur noch eine Frechheit.
Ein Buch, das als unverfilmbar gilt?
Ein Film von den Wachowski-Brüdern?
Der Film Cloud Atlas versucht sich, eine Geschichte zu erzählen, die aus mehreren Episoden in verschiedenen Zeitaltern besteht. Von Anfang an macht der Film dabei klar, dass die Zeitachse hier keine einfache Linie ist – vielmehr finden alle Epochen gleichzeitg statt. Multiversum und String-Theorie lassen grüßen.
Die Schauspieler, allen voran Tom Hanks passen perfekt in den Film und die Handschrift der Wachowski-Brüder ist unverkennbar. Das noch kombiniert mit ein paar Anspielungen auf Meisterwerke wie Soylent Green ergeben einen überdurchschnittlich guten Film.
Hatte ich zunächst die Befürchtung, dass die ständigen Wechsel durch die Epochen und Episoden den Film zu sehr verkomplizieren würden, muss ich jetzt meinen Hut vor Regie und Drehbuch ziehen: Zu keinem Moment verliert man den Faden und auch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten in den Wechseln führen nicht zu Brüchen.
Insgesamt liefern die Wachowski-Brüder ein überaus stimmiges Gesamtwerk ab, dass weniger den Titel Film, als mehr die Bezeichnung Kunst verdient. Und darüber hinaus für jeden Zuschauer die richtige Mischung aus Erzählung, Action und Philosophie liefert.
Der Film wirkt nach.
Insgesamt würde ich Cloud Atlas als solide 10/10 einstufen. Einfach gut gemacht.
Was saugt ist, dass das UCI gestern eine Pause eingefügt hat. Das hat den Filmfluss unnötig unterbrochen. Unnötig deswegen, weil der Film trotz seiner Länge von knapp 3h extrem kurzweilig ist.
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