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Artikel Tagged ‘Presse’

Argumente? Welche Argumente?

3. Januar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Letzte Tage habe ich die Frage in den Raum gestellt, ob ich irgendwas verpasst habe. Inzwischen würde ich sagen: Ja, ich muss irgendwas verpasst haben.

Gerade lese ich von Chris Sickendieck auf Twitter:

Und wenn man dem Link folgt, landet man in einem Artikel, der folgende Maßnahme ankündigt:

Die Hamburger Polizei stellt sich erneut auf ein arbeitsreiches Wochenende ein – und trifft daher Vorkehrungen: Ab Sonnabendmorgen, 6 Uhr, werden große Teile Hamburgs zum Gefahrengebiet erklärt. Diese Maßnahme gilt lageabhängig bis auf Weiteres und betrifft vor allem die Region Altona, St. Pauli und Sternschanze.

Äh Gefahrengebiet? Was ist das denn und was hat es damit auf sich? Wer jetzt aber denkt, in dem Artikel würden sachliche Informationen vermittelt, der irrt. Vermutlich direkt per CTRL+C CTRL+V aus einer Pressemitteilung geklöppelt liest man:

Durch die Einrichtung eines Gefahrengebietes können relevante Personengruppen einschließlich ihrer mitgeführten Sachen überprüft und aus der Anonymität geholt werden. Zudem können Platzverweise erteilt, Aufenthaltsverbote ausgesprochen und Personen in Gewahrsam genommen werden.

Was ist das denn für ein Schwampf? Kann ja sein, das ich mich irre aber hat die Polizei nicht schon jetzt das Recht Personen und deren Personalien zu prüfen und bei Bedarf Platzverweise zu erteilen? Oder die legendären “Gefährder” in Gewahrsam zu nehmen?

Aber hey, kein Grund zur Aufregung:

“Die Kontrollen werden wie gewohnt mit Augenmaß durchgeführt (…)”, teilte die Polizei Hamburg mit.

Na dann ist ja alles gut. Oder doch nicht?

Die Wikipedia kennt Gefahrengebiete nämlich nur aus der Luftfahrt. Und selbst wenn man das anwenden würde, fehlt hier schon die zeitliche Bestimmtheit.

Sucht man mit Google dann nach “Polizeirecht Gefahrengebiet” um mal zu erfahren auf welcher Rechtsgrundlage ein solches Gebiet bestimmt und letztlich umgesetzt wird, erhält man erst mal nur Links die Hamburg betreffen. Und selbst beim Republikanischen Anwaltsverein findet sich keine wirklich Rechtsgrundlage.

In dem Fall muss dann die Frage erlaubt sein, ob Chris nicht recht hat mit seinem Vergleich zu einem Polizeistaat. Oder ob man nicht gar vom Unrechtstaat sprechen muss.

Und es ist ein Mal mehr extrem bedauerlich, dass ich hier im Blog solche Fragen stellen muss. Und nicht die Vierte Gewalt sie gestellt hat – sondern nur vorbehaltlos übernommen hat, was da aus dem Fax quoll.

 

Immer die anderen?

30. Dezember 2013 Kommentare ausgeschaltet
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Der Westen hat im Moment auf seiner Homepage gleich zwei Mal Schumi:

Einmal fürchten die Ärtze um sein Leben. Ein Mal eine Fotostrecke.

Denn Klicks bringen Kohle:

Homepage der Westen am 30.12.13 um 17:20

Homepage der Westen am 30.12.13 um 17:20

Ist ja okay. Im Nachrichtenloch zwischen den Jahren und Feiertagen ist man ja über jede Nachricht froh. Und das dann eine solche Nachricht bis zum letzten Tropfen Blut ausgeschlachtet wird, ist wohl zu erwarten.  Was ich dann aber – offen gesagt – Scheisse finde ist dieser Tweet:

Denn alternativ könnte man ja wohl auch sagen:

“Wie skrupellose Medien die Aufmerksamkeit um den verunglückten Miachel #Schumacher für sich nutzen wollen:”

Keine Frage, alle Presseerzeugnisse stürzen sich im Moment auf das Thema und ich kann mir schon vorstellen, wie schon die Nachrufe geschrieben werden. Aber die Scheinheiligkeit, die aus dem Tweet in Verbindung mit der eigenen Homepage tropft, finde ich trotzdem besonders beachtenswert.

Liebe @derwesten-Mitarbeiter, das hätte man mit deutlich mehr Niveau lösen können.

Rheinische Post – ein Update

11. Oktober 2013 Kommentare ausgeschaltet
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Die RP arbeitet mit Hochdruck an einem Relaunch ihrer Website. Eine durchaus lobenswerte Idee, denn die bisherige Internetpräsenz ist ja eher… suboptimal.

Im Zuge der Vorbereitungen für den Test wurden 15 Menschen ausgewählt, in den Redaktionsräumen einen Beta-Test zu fahren. Einer davon war ich… Mehr…

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Wenn mir die Rheinische Post die Tränen in die Augen treibt

13. September 2013 Kommentare ausgeschaltet
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Ich blättere morgens immer durch die RP auf der Suche nach Lokalmeldungen die interessant sind. Der Rest der Totholzpresse interessiert mich nicht – da ist die RP allerdings in guter Gesellschaft mit anderen Produkten. Aber heute morgen hat mit schon die Startseite der RP Tränen in die Augen getrieben:

Millionen Vodafone-Daten in Ratingen gestohlen

Mehr…

“Meiners: Abschied vom falschen Mythos Hindenburg”

5. Februar 2013 Kommentare ausgeschaltet
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Die Rheinische Post zitiert mich heute ebenfalls umfangreich – leider derzeit nur hinter Paywall:

VOERDE (RP) Stefan Meiners, Ratsherr der Grünen, hat den Eindruck gewonnen, dass in Sachen Hindenburgstraße einige konservative und liberale Kommunalpolitiker auf dem rechten Auge blind sind und versuchen, eine Aufarbeitung der Gesschichte zu verhindern.

Den ganzen Artikel lesen als PDF: 130205_RP_Meiners

“Nicht nur auf dem rechten Auge blind”

5. Februar 2013 Kommentare ausgeschaltet
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Heute morgen in der NRZ und auf derWesten:

Voerde. „Bei mir entsteht der Eindruck, dass einige Politiker in Voerde nicht nur auf dem rechten Auge blind sind. Sondern mit fadenscheinigen Argumenten, wie ach so hohen Kosten, versuchen, eine Aufarbeitung der Geschichte zu verhindern.“ Deutliche Worte, mit denen der Voerder Ratsherr Stefan Meiners – ausdrücklich nicht im Namen seiner Grünen – einige „konservative und liberale Kollegen in der Voerder Politik“ angreift, die sich gegen die Umbenennung der Hindenburgstraße aussprechen (Lokalseite 1).

Ganzer Artikel als PDF: 130205_WAZ_Nicht nur auf dem rechten Auge

Alternativer Textvorschlag für den Spiegel…

14. Dezember 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Ich habe heute morgen auf dem Weg zur Arbeit noch gesagt, ich bin entsetzt wie leicht es ist die Menschen dumm zu halten. Und kaum rollen die ersten Tweets der Nachrichtenagenturen an mir vorbei, wird mir auch klar: Beim dumm halten gehen Politik und Presse Hand in Hand – und ich rede ausnahmsweise mal nicht vom Leistungsschutzrecht ;-)

Im SpOn gibt es heute einen Artikel unter der reißerischen Überschrift

Hacker machen Kim Jong Un zur “Person des Jahres”

Wäre der Spiegel ein ernst zu nehmendens Nachrichtenmagazin hätte dann in dem Artikel nicht gestanden:

“Bei der Leserabstimmung zur “Person des Jahres 2012″ auf der Internetseite des “Time”-Magazins erhielt Kim 5,6 Millionen Stimmen – und gewann damit mit großem Vorsprung. Die renommierte US-Zeitschrift teilte allerdings mit, dass das Ergebnis größtenteils auf Kampagnen verschiedener Hacker-Gruppen zurückzuführen sei. Diesen hätten den Diktator mit speziellen Klick-Programmen nach vorne gebracht.”

Denn das ist so dumm, dass es weh tut.

Dabei ziele ich gar nicht mal mehr so darauf ab, dass Hacker natürlich keine Menschen sind die “spezielle Klick-Programme” nutzen. Sondern darauf, dass hier der Eindruck erweckt wird, ein paar wenige hätten hier Schaden angerichtet. Tatsächlich aber handelte es sich hier um eine im Internet entworfene und orchestrierte konzertierte Aktion, die einen erheblichen Aufwand verursachte.

Tatsächlich stammt das Ganze von 4chan, wo nach meinen Beobachtungen eher weniger Hacker als mehr Spinner, teilweise hochintelligent, unterwegs sind. Bei weitem ging es nicht nur darum, den Diktator an die Spitze zu wählen – dort standen schon andere Despoten und selbst der Chef von Facebook.

Und der Spiegel hätte zum Beispiel so berichten können:

Internet verhöhnt Kim Jong Un als Person des Jahres

New York – In einer Internetabstimmung des Time Magazine wurde der nordkoreanische Dikator Kim Jong Un als Person des Jahres gewählt. Ursache dafür dürfte die Mobilisierung eines großen Teils der Internetgesellschaft gewesen sein. Geführt von dem Imageboard “4chan” haben tausende Nutzer Kim Jong Un an die Spitze der Liste gewählt. Die Nominierung ist insofern nicht ungewöhnlich, als das auch schon Hitler und Stalin “Person of the Year” waren.

Ungewöhnlich ist, dass es den Kreativen auch gelang, die Rangfolge aller nachfolgenden so zu steuern, dass die ersten Buchstaben der jeweiligen Namen “KJU GASCHAMBER” ergaben – das Kürzel des Diktator-Namens plus Gaschamber, also Gaskammer. Ein bitteres Wortspiel aus 4chan, das zugleich eine mögliche Zukunft als auch seine Herrschaft umschreiben könnte.

Und so weiter… man müssten dann noch erklären, warum der amerikanische  Bezug zur Gas Chamber ein anderer ist als der Europäische und man könnte noch erklären was 4chan ist oder so. Potential en Masse.
Statt dessen aber hat der Spiegel vorgezogen, es sich leicht zu machen und einfach mal wieder Unsinn zu schreiben. In der Hoffnung, dass ein paar Buzzwords ausreichen, große Betroffenheit zu erzeugen. In der Version von 8 Uhr am 13.12.2012 hatte SpOn das mit den Plätzen 2 bis x übrigens noch nicht geblickt.

Die Boulevarisierung der WAZ?

15. Mai 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Ich hatte mich ja erst kürzlich hier über die Art der Berichterstattung auf derWesten aufgeregt – dem Onlineportal der WAZ-Gruppe.

Heute wieder so ein toller Artikel. Fett und rot steht dort in der Headline:

71-Jährige lag fünf Jahre tot in ihrer Messie-Wohnung in Hagen

An der Stelle möchte man den Redakteur schütteln möchte. Wohl weislich steht der Autor deswegen vermutlich auch nicht dabei ;-)

Aber mal im Ernst, lieber derWesten:

Ist es nicht schlimm genug, dass ein Mensch einsam in seiner Wohnung sterben muss, offensichtlich überfordert vom Leben und von niemandem in 5 Jahren vermisst? Muss man dann noch einen drauf legen und von einem “versuchten Einbruch” schwadronieren, der vielleicht wegen der Messie-Eigenschaften nicht vollzogen wurde?

Ich muss an “Das Bo” denken mit ihrem Hit ” ‘türlich, ‘türlich (sicher, Digger)” von Anno Tobak. Wir tauschen dann mal Bass gegen Blut, dann passt es wieder…

Lieber derWesten, wie wäre es mit mitfühlendem Journalismus, kritischer Betrachtung der Gesellschaft und Politik, mit investigativem Journalismus wie im Trinkwasserskandal? Statt solcher “Bild”-Typischer Artikel voller Vermutungen und Blut triefender Headlines?

Und in einem tragischen Fall wie dem in Hagen könnte man sich ja mal auf das gesellschaftliche Problem stürzen, dass immer mehr Menschen verarmen und vereinsamen läßt. Statt einer toten Omi noch eine Messi-Wohnung mit Ekelfaktor anzuhängen. Google “Schamgefühl”.

Ich mein ja nur…

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Was bleibt? Hilflosigkeit…

5. Dezember 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Manchmal liest man Meldungen und nimmt sie nur noch hin: Dieser hat jenen Betrogen, Schläger in der U-Bahn prügeln Fahrgast tot oder auch Eltern töten ihr Kind. So wie hier:

Trotzdem war es auch für die Beamten ein Schock, als der schlimmste Fall tatsächlich eintrat. In einer Mülltonne stießen sie auf einen in einer Plastiktüte eingepackten toten Säugling. Vieles deutet bereits jetzt daraufhin, dass das Baby nicht lange nach der Geburt gewaltsam zu Tode kam. Die Mutter des Kindes wurde festgenommen, die 7. Mordkommission ermittelt gegen die 24-Jährige wegen des dringenden Verdachts eines Tötungsdeliktes. Offenbar ist der Säugling erst einen Tag zuvor zur Welt gekommen.”

Und die Ursachen scheinen schnell gefunden:

Madeleine J. lebte mit zwei weiteren Kindern, ein und drei Jahre alt, und ihrem Lebensgefährten in einer Wohnung im vierten Stock des Hauses, die 24-Jährige war ebenso wie ihr Lebensgefährte seit Längerem arbeitslos. Nachbarn berichteten, die Frau habe im Umgang mit ihren Kindern häufig einen überforderten Eindruck gemacht. Ihre Probleme, so berichten Anwohner, seien auch der Grund gewesen, weshalb die 24-Jährige während der Schwangerschaft eine staatliche Betreuung erhalten habe.

 

Für die Presse scheinbar ein einfacher Fall: Arbeitslos, überfordert, durchgedreht. Und wir lesen, schütteln unseren Kopf und gehen weiter. Viel zu selten, eigentlich nie, hinterfragen wir die Geschichten. Würden wir sie hinterfragen, könnten wir erschütternde Berichte lesen. Wie den von Streetworker Andreas, der die Familie kannte und eine ganz eigene  Geschichte zu berichten hat:

Ich kenne Lene und Tobi seit etwa sechs Jahren. Die beiden waren da bereits über zwei Jahre zusammen. Ein Paar, das sich gut ergänzt. Lene lächelt viel. Was sofort auffällt, ist ihr wacher Blick und das glucksende Lachen. Tobi ist ein stolzer Kerl. Groß und Breit. Kraftsportler. In der harten Schale steckt ein netter Bursche mit warmen, braunen Augen. Donna, die Boxerhündin, ist immer mit dabei. Selten habe ich so einen feigen Hund gesehen, mit Ausnahme meines eigenen vielleicht. Treffen die beiden aufeinander, fliegen die Fetzen. Toben, bis sie erschöpft hechelnd und glücklich schließlich aneinandergeschmiegt einschlafen.

Dringender Lesebefehl!

Für mich ist der Bericht schrecklich. Weil er ein Schlaglicht auf unsere Gesellschaft wirft. Und man sich fragt ob die Nachbarn, die die Überlastung gesehen haben wollen ihre Hilfe angeboten haben. Gibt es sowas eigentlich noch? Nachbarschaftshilfe? Und in was für einer Gesellschaft leben wir, wenn Menschen so sehr in die Ecke gedrängt werden, dass sie in ihrer Verzweiflung ihre Kinder töten?

Aus der Presse erfahren wir nur: 24jährige tötet ihr Kind.

Was wir nicht erfahren ist, welche Rolle wir dabei spielten. Wir als die Menschen, die die Gesellschaft bilden in der auch Familien wie die beschriebene so leben können müssen, dass es nicht zu solchen Taten kommt.

Aber können wir das überhaupt noch?

 

Was Adolf S. von politischer Partizipation und der Presse hält: Nichts.

24. November 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Um den Menschen Adolf Sauerland (CDU) zu beschreiben, genügen wenige Worte nicht. Was treibt einen Getriebenen? Empfindet schuld? Reue? Sühne? Oder gehen ihm die 21 Toten von der Loveparade wirklich an einem weiter unten befindlichen Körperteil vorbei?

Um jedoch den Politiker Sauerland (CDU) zu beschreiben, genügen wenige Zitate von ihm.

1) Zur Bedeutung der politischen Teilhabe durch eben alle Bürger:

Sauerland macht klar, was sein Kurs, die Strategie der CDU in den kommenden Wochen bis zum Bürgerentscheid sein wird: Nicht um die Person des Oberbürgermeisters, um die Opfer der Loveparade gehe es der Unterschriften-Initiative, sondern um die Rückkehr zu „alten sozialistischen Zeiten“, als „auch der Erste an der Mülltonne ein Parteibuch haben musste“

2) Seine Einstellung zur Presse – und die seiner Jünger:

Überhaupt: Einseitige Medien zeichneten ein völlig verzerrtes Bild, setzten Triller-Pfeifer bei seinen öffentlichen Auftritten gezielt in Szene. Unter Bravo-Rufen lässt Sauerland gar das Wort vom „Scheiß-Journalismus“ fallen.

 

Gut. Keine weiteren Fragen.

 

Was ist kaputt in der deutschen Presselandschaft?

30. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Manchmal reibt man sich ja schon verwundert die Augen und fragt sich, was eigentlich los ist.

Der Spiegel-Online feiert:

“Historischer Beschluss: Bundestag besiegelt Aus für Atomkraft”

und auch die Zeit jubelt:

Was bislang nur Gerede war, ist seit diesem Donnerstag entschieden: Deutschland steigt aus der Kernenergie aus. Der Bundestag hat es so beschlossen, mit breiter Mehrheit aus Koalition und Opposition.

Dieser Tag markiert eine historische Zäsur.

Ähm… wie bitte?

Nachdem Schwarz-Geld den schon beschlossenen Atom-Ausstieg gekippt hat und sich unter dem Druck der Eindrücke aus Japan zum Umlenken gezwungen war, wird das jetzt als historisch gefeiert?

Es sollte als beschämend gelten, wie wendehalsig sich CDU und FDP hier generierten und statt Loblieder zu singen, sollten man immer und immer wieder darauf hinweisen, dass es eines weiteren tragischen Unglücks bedurfte, unsere Regierung zum Einlenken zu bewegen. Und das ohne die Tragödie von Japan auch Deutschland weiter auf Atomkurs bleiben würde.

Aber hey, wer will schon Kritik hören?

Immer schön hell kleiden!

15. Dezember 2010 1 Kommentar
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Ihr mögt dunkle Kleidung?

Schwarz steht Euch?

Solltet Ihr aber besser nicht tragen, dass kann man Euch negativ auslegen. Falls Euch was passiert und so…

Zwar ist der Unfall nicht zu sehen, weil die Stelle in einem toten Winkel liegt. Aber die Aufnahmen der einen Kamera zeigen sechs Minuten zuvor, wie das viel zu dunkel gekleidete Opfer von der Grünstraße stark schwankend in die Huschbergerstraße geht. Weit kommt es nicht.

Quelle derwesten.de, Hervorhebung von mir

An der Stelle unterscheiden sich dann von mir erwartetes und von der Presse geliefertes Niveau deutlich…

Qualitätsjournalismus… wtf?

5. August 2010 Kommentare ausgeschaltet
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Also…

manchmal, bin ich schon entsetzt. Bereits gestern hat xtranews einen sehr informativen Artikel über die Rechtsanwältin veröffentlicht, die das “Entlastungsgutachten” für Adolf Sauerland (CDU) in Duisburg geschrieben hat. Demnach wird es dann auch eher zu einem Belastungsgutachten, wird sich Adolf Sauerland den Fragen stellen müssen: Was hat es gekostet, wer bezahlt es und wie seid Ihr ausgerechnet auf Frau Jasper gekommen? Wobei gerade die letzte Frage ja schnell via Google zu beantworten gewesen ist.

Bis heute Nachmittag war das bei Google und Google News übrigens unter “Jasper Loveparade” der einzige Treffer xtranews. Und zugleich der (gemessen an Klicks / Zeit) erfolgreichste Artikel bei xtranews, weil unter anderem Twitter-Größen wie Udo Vetter ihn verbreiteten. Mehr…

derwesten: Am Puls der Zeit?

7. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet
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Manchmal muss ich ja schon schmunzeln. Gestern Abend habe ich noch zum Asti gesagt, dass es Dinge gibt von denen ich keine Ahnung hätte – und Pressearbeit auf Seite der Presse im Grunde dazu gehört. Hier muss ich noch viel lernen. Mehr…

Das Problem der Presse

23. März 2010 Kommentare ausgeschaltet
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Ja ja, so ist das.

Man sagt Unternehmen ja nach, dass sie sich von einem improvisationszentrierten Modell im Laufe der Zeit zu einem regelbasierten Modell entwickeln: Es wird immer weniger der Einzelfall betrachtet, vielmehr versucht man Standard-Regeln für alles und überhaupt zu etablieren.

Im Laufe der Zeit werden solche Unternehmen statisch und irgendwann erstarren sie. Und manche zerbrechen dann einfach. Mehr…

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