Ein leeres Internet? Ja bitte, ich nehme 2!
Wer dachte, in der Diskussion um ein stärkeres Urheberrecht sei alles schon gesagt, der muss wieder einmal erfahren: Absurder geht immer!
So zitiert Heise den Geschäftsführer des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), Claus Grewenig wie folgt:
Als dringendes Problem sieht Grewening dabei die Sharehoster. Ohne besseren Urheberrechtsschutz werde “irgendwann die Zeit kommen, in der das Internet verdammt leer sein wird”, sagte Grewenig.
Uah, ich schmeiss mich weg. Wie geil ist das denn?
Ich meine, merken die eigentlich noch, wie merkbefreit solche Äußerungen sind und das niemand außerhalb der jeweiligen Lobbygruppe solche Reden und Redner noch ernst nimmt? Für mich ist Grewenig definitiv eine Nominierung zum Troll des Jahres wert. Denn er verkennt die Realität, dass das Netz wurde was es ist bevor die kommerziellen Anbieter es entdeckten und versuchten die Kontrolle zu übernehmen.
Jedes mit einer Paywall oder ähnlich untauglichen Geschäftsmodellen scheiterndes Unternehmen ist ein Gewinn für das Internet. Kein Verlust. Jede sterbende Industrie, die zu doof war sich an die Anforderungen des Marktes anzupassen und hoffte über Gesetze Marktanteile zu behalten, ist ein Gewinn für das Internet.
Das einzige, was ich manchmal nicht verstehe:
Nehmen Menschen wie Herr G. eigentlich ernst, was sie sagen?

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