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Artikel Tagged ‘WGV’

“Leserbrief von Boris P.” zu meinem Statement in der Presse

5. Februar 2013 Keine Kommentare
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Ich dachte, das ist zu schade um in meinem Postfach zu versauern:

Hallo Stefan!
Da die Sachlichkeit bei der Diskussion um Hindenburg als Person und Namensgeber einer Straße immer eigenartigere Dimensionen annimmt,
möchte ich ein paar Sätze darüber verlieren. Anlass ist der kleine Artikel in der Nrz vom 5.2.2013.

Du hast m.E. völlig recht mit Deinen Aussagen, allerdings glaube ich, daßDifferenzierung not tut. Keine Sorge, es wird kein Geschichtseminar.

Zunächst einmal muß man in jedem Fall berücksichtigen, daß Hindenburg1932 zum zweiten mal mit ca. 53 % der Stimmen demokratisch zum Reichspräsidenten gewählt wurde.Man darf das allerdings nicht mit unserem Demokratieverständnis heutiger Zeit messen.Hitler bekam übrigens nur 37 % der Stimmen. Auch muß man hier anmerken, sonst würde man Geschichtsklitterung betreiben, daß auch die Linksparteien, außer der KPD, Hindenburg als Retter der Demokratie ansahen.

Die Rolle v. Papens muß hier unbedingt erwähnt werden, denn er kommt bis Heute relativ ungeschoren davon. Er führte defacto einen Staatsstreich durch indem er sich 1932 zum Reichskommissar ernennen ließ und dadurch das förderale System zerstörte und den Weg für die totale Zentralisierung freimachte. Da das ohne Hindenburg nicht möglich gewesen wäre,trägt er hierbei die größte Verantwortung.

Als der Reichskanzler Schleicher Ende Januar zurücktrat, glaubte eine Gruppe um v. Papen, Hugenberg, Hindenburg und weitere konservative Politiker, daß man Hitler zum Reichskanzler ernennen könne und somit unter Kontrolle hätte. Daß Hindenburg das damals in aller Konsequenz schon bedenken konnte und und dazu intellektuell in der Lage war, vorauszusehen wohin die Reise mit Hitler gehen wird, wage ich zu bezweifeln.

Er war eigentlich ein unbedarfter, einfältiger Tropf: eben der typische preussische Offizier. Trotzdem ist es doch interessant zu erwägen, ob nach einem solchen Menschen eine Straße benannt werden sollte. Das die B8 damals so benannt wurde, können wir jetzt nicht mehr verhindern ( die Vergangenheit läßt sich nicht gestalten ). Sehr wohl kann man aber, nach Abwägung aller zur Verfügung stehenden Fakten, eine solche Namensgebung rückgängig machen.

Hier mit Kostenargumenten zu jonglieren ist m.E. dummes Zeug und spricht für das Geschichtsverhältnis der Protagonisten auf der Seite der Umbenennungsgegner. Bedenken diese Vertreter der Interessen der Bürger denn garnicht, das Hindenburg eine ganze Generation zu hunderttausenden in Flandern verheizt hat? Nach den ersten Hunderttausend Toten kam von der Heeresleitung der lapidare Satz:

“Im Westen nichts Neues”.

Vergessen die oben Genannten oder wollen sie nicht wissen, daß Hindenburg zusammen mit Ludendorff die Geschichte der im “Felde unbesiegten Armee” herausgab und damit die “Novemberverbrecher” und die “Dolchstoßlegende”, aus der die Nazis erheblichen Nutzen zogen, begründete?

Warum wird nicht über diese sattsam bekannten Fakten gesprochen?

Das allein begründet in jedem Fall eine Namensänderung. Im Übrigen empfehle ich den ewig Gestrigen die Scheuklappen abzulegen und sich z.B. mit dem Buch “Das dritte Reich, der Aufstieg” von Richard j. Evans zu befassen oder ganz einfach das für jeden zugängliche Buch “Im Westen nichts Neues” von Erich Maria Remarque zu lesen.

So, das war in wenigen Worten eine Reflexion winziger Facetten über dieses Thema aber es war mir wichtig etwas dazu zu sagen und ich möchte betonen. daß ich mich nicht im Besitz der Wahrheit wähne. Kurzum ich teile Deine “Solomeinung” und bin froh, daß mal jemand, politisch völlig unkorrekt, Klartext redet und das Problem beim Namen nennt. Hoffentlich bleibst Du so und läßt Dir nicht den Schneid abkaufen.

Niederlage für die CDU!

5. Februar 2013 Keine Kommentare
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In der Abstimmung, ob der Beschluss des Kultur- und Sportausschusses durch den Stadtrat Voerde zurück genommen werden soll, hat die CDU eine herbe Niederlage erlitten.

Foto(1)

Mit 19 zu 23 Stimmen, und damit mit 2 Stimmen aus dem CDU-FDP-Lager, wurde beschlossen, dass der Beschluss für die Umbenennung gültig bleibt. Eine herbe, aber verdiente Niederlage für die CDU und FDP!

___
Edit: Rechenfehler…

“Meiners: Abschied vom falschen Mythos Hindenburg”

5. Februar 2013 Keine Kommentare
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Die Rheinische Post zitiert mich heute ebenfalls umfangreich – leider derzeit nur hinter Paywall:

VOERDE (RP) Stefan Meiners, Ratsherr der Grünen, hat den Eindruck gewonnen, dass in Sachen Hindenburgstraße einige konservative und liberale Kommunalpolitiker auf dem rechten Auge blind sind und versuchen, eine Aufarbeitung der Gesschichte zu verhindern.

Den ganzen Artikel lesen als PDF: 130205_RP_Meiners

“Nicht nur auf dem rechten Auge blind”

5. Februar 2013 Keine Kommentare
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Heute morgen in der NRZ und auf derWesten:

Voerde. „Bei mir entsteht der Eindruck, dass einige Politiker in Voerde nicht nur auf dem rechten Auge blind sind. Sondern mit fadenscheinigen Argumenten, wie ach so hohen Kosten, versuchen, eine Aufarbeitung der Geschichte zu verhindern.“ Deutliche Worte, mit denen der Voerder Ratsherr Stefan Meiners – ausdrücklich nicht im Namen seiner Grünen – einige „konservative und liberale Kollegen in der Voerder Politik“ angreift, die sich gegen die Umbenennung der Hindenburgstraße aussprechen (Lokalseite 1).

Ganzer Artikel als PDF: 130205_WAZ_Nicht nur auf dem rechten Auge

Voerder Politik(er): Auf dem RECHTEN Auge blind?

2. Februar 2013 7 Kommentare
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Manchmal ist das schon so eine Sache mit einigen konservativen und liberalen Kollegen in der Voerder Politik. Deren Rechtsverständnis bezogen auf politische Fragen und juristische Bedeutungen scheinen mir manchmal schleierhaft.

So kann man zum Beispiel fragen, warum 3.000 Stimmen in Voerde gesammelt wurden, die sich gegen die Sportplatzverlagerung aussprachen – konservative und liberale Politiker jedoch der Meinung waren, dass sie und nicht das Volk das Souverän sind. Im Sinne der parlamentarischen Demokratie und das man deswegen die 3.000 Stimmen ignorieren könne.

Doch wo es jetzt um die Umbenennung der Hindenburgstraße geht, da möchte man genau dieses Prinzip der vertretenden Demokratie aufheben und einige wenige Bürgerinnen und Bürger vor schicken als menschliche Schilde um zu kaschieren, wie man auf dem Rechten Auge blind ist.

Denn bei der Umbenennung der Hindenburgstraße wird vordergründig über Kosten für Anwohner gestritten. Kosten? Die Änderung des Perso ist kostenlos, Briefpapier bunkert eigentlich niemand mehr und als damals aus 4 stelligen Postleitzahlen solche mit 5 wurden… aber lassen wir das.

Viel beschämender ist, wie hier Geschichte um-gedeutet wird und wie konservative Traditionalisten hier versuchen, überkommenes und falsches Geschichtsverständnis zu erhalten. Vielleicht sollte man sich noch mal vor Augen führen, wie das mit der Hindenburgstraße eigentlich so war.

Denn 1933 veranlasste die nationalsozialistische Verwaltung von Voerde, dass aus der Provinzialstraße die Hindenburgstraße wurde. Ungefähr zehn Jahre später wurde mit dem Buschmannshof ein Kinderlager errichtet, in dem gut 100 Kinder(!) auf Grund von Kälte und Hunger und Krankheiten den Tod fanden.

Es ist bezeichnend, dass es genau die selben konservativen Wortführer sind, die 1987 aktiv gegen ein Mahnmal für die Kinder vom Buschmannshof waren, die sich heute auch als Wortführer gegen die Umbenennung der Hindenburgstraße präsentieren.

Bei mir entsteht dabei der Eindruck, dass einige Politiker in Voerde nicht nur auf dem rechten Auge blind sind. Sondern mit fadenscheinigen Argumenten, wie ach so hohen Kosten, versuchen, eine Aufarbeitung der Geschichte zu verhindern.

Und zu dieser Aufarbeitung gehört auch, sich von dem falschen Mythos Hindenburg zu verabschieden. Und das Abnehmen der Schilder die seinen Namen tragen ist hier ein erster und wichtiger Schritt. Und wenn die konservativen und liberalen Politiker in Voerde sich nicht selbst in die rechte Ecke stellen wollen, sollten sie gut überlegen ob sie am 05. 02. im Rat für oder gegen die Umbenennung sind.

Liebe CDU Voerde!

25. Januar 2013 1 Kommentar
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Ich kann verstehen, dass Ihr ins Schwimmen kommt. Ich kann auch verstehen, dass Ihr, so mit dem Rücken an der Wand, jedes Mittel für angemessen haltet. Ich kann verstehen, dass in politischen Diskussionen die Wahrheit als erstes stirbt.

Einen Moment lang konnte ich jedoch nicht verstehen, warum auf Euren Plakaten in Voerde Eure Rolle nicht auftaucht. Warum da nicht steht, dass die “Plakate” von der CDU sind und was die CDU eigentlich will und wie sie Geschichte interpretiert. Aber das war nur einen Moment, denn dann fiel mir auf, was ich auf den ersten schnellen Blick übersehen habe:

Foto: Holger Mrosek

Foto: Holger Mrosek

Ich meine, mal ganz ehrlich: ist Euch das nicht zu peinlich?

Wer sind denn die Wähler gegen die angeblich alle sind? Wer sind denn die Anwohner? Was versprecht Ihr Euch davon, den Leuten erneut ein falsches Bild von der Bedeutung der Ratssitzung zu vermitteln? Und warum zum Teufel steht kein Verantwortlicher und nichts auf dem Plakat? Oder schämt Ihr Euch? Wollt Ihr nicht, dass man erkennt von wem das Plakat ist? Soll es gar als “Graswurzelaktion” durchgehen?

Wie auch immer, ich schenke Euch eine Tüte Deutsch, hat mich auch gehilft. Und andere schenken Euch gerne noch einmal eine Nachhilfestunde Geschichte.

P.S. Und darum, liebe Leser, ist es so wichtig in Bildung zu investieren!

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Der Hindenburg der FDP?

26. November 2012 2 Kommentare
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In Voerde läuft gerade eine politische Aktion zur Umbenennung der Hindenburgstraße. Dazu muss man wissen, dass Paul von Hindenburg, um den es hier geht, historisch recht umstritten ist. Ich selbst kann und werde mir kein Urteil darüber erlauben und verlasse mich hier auf Kollegen mit mehr Sachkenntnis.

Erstaunlich ist aber, wie die FDP Voerde, hier vor allem der Fraktionsvorsitzende Benninghoff, sich mit Haut und Haaren gegen die Umbenennung wehrt. Und dabei den Boden der sachlichen Diskussion schon lange verlassen hat. Zitat gefällig? So stand’s heute morgen in der Rheinischen Post:

Die Voerder FDP-Fraktion empfiehlt, das historische Gewachsensein von Kommunen mitsamt ihren Straßennamen zu akzeptieren, anstatt Teile der deutschen Vergangenheit zu löschen. Benninghoff bemerkt giftig: „Symbolpolitik scheint hier fest in linken Händen zu sein. Denen sei gesagt, dass für die Benennung mit linksgrünen Helden doch hinreichend viele Windparks, Gesamtschulen und Krötentunnel zur Verfügung stehen.“

Natürlich könnte ich jetzt in Frage stellen ob es gut ist an Dingen fest zu halten, nur weil sie historisch gewachsen sind. Wie Beschneidungen oder die Verbrennung Rothaariger. Aber das erscheint mir angesichts der Polemik des Herrn B. zu aufwändig.

Statt dessen verweise ich noch einmal auf seine Parteizugehörigkeit. FDP. Man erinnert sich ja an Mövenpicksteuer und Möllemann. Aber ich persönlich denke auch FDP, wenn ich im Wikipedia-Artikel zu Hindenburg folgendes lese:

Hindenburg sollte 1927 zu seinem 80. Geburtstag den alten Familienbesitz Gut Neudeck von einem Freundeskreis um Elard von Oldenburg-Januschau geschenkt bekommen, nachdem Hindenburgs Familie es aus finanziellen Gründen nicht mehr hatte halten können. Die gesammelten Mittel reichten jedoch bei weitem nicht aus und wurden durch Sammlungen in Vereinen, vor allem aber durch Spenden der Wirtschaft so aufgestockt, dass schließlich der Betrag von 1 Million Reichsmark erreicht wurde. Um Erbschaftssteuern zu sparen, wurde es gleich auf seinen Sohn Oskar überschrieben. Dieses im Prinzip legale, aber für einen Mann in seiner Position anrüchige Verhalten schädigte sein Ansehen. Außerdem gab es Korruptionsvorwürfe gegen Hindenburg im Zusammenhang mit dem zwei Jahre darauf verabschiedeten „Ostpreußengesetz“, das den Kreis der Schenker und anderer Junker wirtschaftlich begünstigte. Diese Vorgänge und die anschließenden Auseinandersetzungen und Untersuchungen gingen als Osthilfeskandal in die Geschichte ein. Historiker vermuten, dass diese Verwicklungen Hindenburgs Entscheidung für Hitler beeinflusst haben könnten.

Da muss ich dann doch schmunzeln und denke mir… die FDP ist die FDP ist die FDP.

 

Websites: Beharrlichkeit zahlt sich aus

21. Oktober 2011 2 Kommentare
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Seit geraumer Zeit verfolge ich mit Interesse die Entwicklungen im Bereich Social Network. Irgendwann war ich der Überzeugung, dass eine Seite auf Facebook nicht das bringt, was man sich erhofft und auch Google+ nicht wirklich hilfreich ist, wenn man Botschaften vermitteln möchte.

Meinen Beobachtungen nach sind z. B. Firmenprofile bei Facebook in erster Linie für Gutscheinabstauber gut genug. Bei Google+ gibt es noch keine Business-Profile und selbst wenn diese kommen ist die Frage ob die letztlich Unternehmen und Parteien helfen.

Das Problem ist vor allem bei Facebook offensichtlich: Man ist nicht nur in der Gestaltung stark limitiert. Vielmehr unterliegt man auch dem Rechtsverständnis eines amerikanischen Konzerns. Sagt der, bestimmte Themen wären nicht opportun, dann ist das so. Überhaupt, aus politischer Sicht, ist Facebook gnadenlos überschätzt.

Ich denke, früher oder später werden Parteien und Unternehmen erkennen, dass es sinnvoller scheint, eigene Websites wieder in den Vordergrund zu stellen – und mit echten Inhalten zu füllen, die über den Kurznachrichten-Charakter von Facebook und Google+ hinausgehen. Eine blogartige Struktur hat da sicherlich eine Reihe von Vorteilen.

Quasi im Selbstversuch habe ich vor einiger Zeit mit dem Projekt “Wiederbelebung der Grünen-Voerde-Website” begonnen. Hintergrund ist der, dass es mich massiv stört wenn Parteien das Internet eigentlich nur während und für den Wahlkampf nutzen. Zugleich bin ich der Meinung, dass gerade die Alltagsarbeit der Parteien mehr Transparenz benötigt. Dabei sehe ich die Websites der Parteien als Schaltzentrale – um so peinlicher, wenn ich mir allein den Aktualitätsgrad der Websites der CDU, SPD, WGV, Linken und FDP in Voerde ansehe.

Natürlich bedeutet das Aufbauen einer Website und “Community” eine Menge Arbeit, allein durch die Notwendigkeit regelmäßig neue und vor allem thematisch passende Inhalte anzubieten. Und es ist vor allem ein langwieriger Prozess. Um so schöner ist es, wenn man nach und nach Erfolge sieht und sei es nur an den langsam aber stetig wachsenden Zugriffszahlen:

Zugriffsmuster gruene-voerde.de

Zugriffsmuster gruene-voerde.de

Schöner wären jetzt natürlich nur noch direkte Interaktionen mit den Nutzern der Website. Aber hey, man kann ja nicht alles haben ;-) Den “Peak” im Oktober verdanken wir übrigens dem #Staatstrojaner #0zapftis.

Wo sich Facebook und Google+ in Zukunft finden? In Konkurrenz zu Twitter als Linkschleuder: Man wird vermehrt Hinweise auf Beiträge auf externen Sites finden. Wetten?

Voerder Zahlenspiele – oder: Das Problem der SPD

18. Oktober 2011 Keine Kommentare
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Heute war ein sehr lehrreicher Tag für mich.  Denn ich habe heute gelernt, wie die mancher Orts die SPD zu ticken scheint.

Heute sollte und wurde in Voerde darüber abgestimmt, wer der neue Beigeordnete der Stadt – und damit u. a. Chef(in) der Kämmerei – wird. Im Vorfeld hatte ich bereits über das Selbstverständnis der CDU geschrieben, die sich in erster Linie an der Frage nach dem Parteibuch entlang hangelte.

Heute habe ich dann gelernt, dass auch die SPD scheinbar nicht unbeschadet die Diskussion überstanden hat. Dazu kurz ein Hintergrund und dann ein Rechenspiel:

Wie man der Presse entnehmen konnte und musste, wusste der Fraktionsvorsitzende der SPD, Scholten, wohl schon eine Weile von dem SPD-Parteibuch des Kandidaten Notthoff:

Auf RP-Nachfrage sagte Scholten: “Ich erinnere mich an das Gespräch. Dass es darin auch um das SPD-Parteibuch ging, ist mir durchgegangen. Da ist mir ein Fehler unterlaufen, und dazu stehe ich auch. Meiner Fraktion habe ich von dem Parteibuch aber nichts gesagt.”

Heute dann hat sich wohl die Fraktion dafür auf ihre Art und Weise bedankt. Dazu eine einfache Rechnung:

Es hätte heute 42 Stimmen insgesamt geben können, davon 15 CDU, 14 SPD, 4 Grün, 3 WGV, 2 FDP, 2 PDL und eine vom Bürgermeister (CDU). Für Herrn Notthoff abgegebene Stimmen: 16. Für Frau Kaspar 25 Stimmen. Eine Stimme sprach sich gegen beide Kandidaten aus.

Gehen wir jetzt davon aus, dass CDU und FDP gemeinsam 19 Stimmen haben und setzen wir weiter voraus, dass die WGV ihre 3 Stimmen ebenfalls gegeben hätte, wären es 22.

Auf der Gegenseite hätten 14 Stimmen SPD, 4 Stimmen Grüne und 2 Stimmen Linke dann 20 ergeben müssen. Tatsächlich aber waren es 16 – es fehlten also 4. Das kann jetzt bedeuten, dass 3 Mitglieder der SPD für die Frau Kaspar gestimmt haben und ein Mitglied der SPD sich enthalten hat.

Wirklich erfahren wird man das nie, die Abstimmung war geheim. Dennoch sind die Indizien für mich ausreichend, dass beschrieben Szenario für das wahrscheinlichste zu halten. Bezeichnender Weise war der Fraktionsvorsitzende der SPD heute übrigens gar nicht erst anwesend – er weilt im Urlaub.

Was bedeutet das jetzt?

Meiner Meinung nach war das die Revanche der Fraktion am Fraktionsvorsitzenden dafür, dass er sich entweder hat in Sachen Parteibuch erwischen lassen – oder das er der Fraktion wirklich nichts gesagt hat. Auf jeden Fall scheint die SPD ein starkes inneres Problempotential zu haben.

Deswegen würde ich glatt wetten, dass auch in einer weiteren Abstimmung die SPD sich selbst ein Bein gestellt hat: Nachdem sie sich ja dann doch gegen eine  Bürgerbeteiligung in Sachen Sportplatzverlagerung entschieden hat und damit den heutigen Prozess erzwang, hätte man annehmen müssen, dass in der heutigen Abstimmung die CDU, FDP und SPD geschlossen für die Sportplatzverlagerung stimmen würden. In dieser, ebenfalls geheimen, Abstimmung jedoch ist wieder mindestens eine Stimme auf der “falschen” Seite, nämlich der Seite der Verlagerungs-Gegner aufgeschlagen. Diese hätten nur 9 (4+3+2) Stimmen erhalten dürfen – hatten aber 10. Ein Schelm wer dabei an die SPD denkt?

 

Vor Gericht und auf Hoher See…

18. Oktober 2011 Keine Kommentare
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Heute fand in Düsseldorf vor der ersten Kammer des Verwaltungsgerichts die Verhandlung

“Garden u. a. gegen die Stadt Voerde”

statt. Christian Garden (WGV), Holger Mrosek (Grüne) und Joachim Kinder (PDL) hatten gemeinsam gegen die Stadt Voerde geklagt. Ziel war es, das von der Stadt als ungültig erklärte Bürgerbegehren zu einer Bürgerbefragung doch noch durch zu setzen. Dabei geht es um die Verlagerung des Sportplatzes Friedrichsfeld (#SPFF), der vom Tannenbusch auf das ehemalige Babcock-Gelände umziehen soll. Nicht ohne erhebliche Kosten zu verursachen – die meiner Meinung nach letztlich deutlich über den Kosten einer Sanierung liegen werden. Vielmehr werden auch viele tausend Quadratmeter Wald abgeholzt werden.

Wenn ich das jetzt richtig verstehe, hatte der vorsitzende Richter vor allem zwei Kritikpunkte: Zum einen war die Frage zu erörtern, ob die Klage nicht zu spät kam. Zum Zweiten war nach Ansicht des Richters wohl die Fragestellung nicht eindeutig genug ausgeführt.

Ohne der zweifellos noch folgenden Presseberichterstattung durch die Kläger zu sehr vorgreifen zu wollen, haben Garden, Kinder und Mrosek nach einer intensiven Beratung mit dem Richter und der beklagten Stadt letztlich ihre Klage zurück genommen. Der Richter hatte klar gemacht, dass er keine Aussicht auf Erfolg sieht und so konnten weitere Kosten verhindert werden.

Man kann das jetzt als Niederlage werten. Natürlich wäre es schön gewesen, vor einem Gericht Recht zu bekommen. Auf der anderen Seite zeigt das Urteil irgendwo auch die hohe Qualität der Arbeit der Verwaltung – zumindest in rechtlicher Art.

Auf der anderen Seite muss man den drei Voerder Bürgern (und irgendwo auch Vertreter ihrer Fraktionen) anerkennen, dass sie es zumindest versucht haben. Das sie sich mit den Mitteln des Rechtsstaates gegen das (in meinen Augen) unwirtschaftliche Bauprojekt stemmten und nicht einfach aufgegeben haben.

Persönlich hätte ich mir gewünscht, dass der Richter sich der Ansicht der Kläger anschließt. Aber wie sagt man so schön? Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei…

Wassersportangebote in Voerde?

26. September 2011 1 Kommentar
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Voerde hat zwei Schwimmbäder, ein Hallenbad und ein Freibad.

Das Hallenbad ist notwendig vor allem in den kälteren Monaten für den Schul- und Vereinssport. Keine Frage. Ob es Charme hat? Nun vielleicht hatte es mal Charme. In den Siebzigern. Mehr…

in da newz again

15. September 2011 Keine Kommentare
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In der Rheinischen Post vom 15.09.2011 wurde eine Pressemitteilung wiedergegeben, die ich als Ratsherr und Mitglied der Fraktion der Grünen in Voerde gestern versendet habe:

voerde (RP) Die Voerder Grünen-Fraktion wirft der SPD vor, sie hätte nie wirklich den Bürgerwillen zur Sportplatzverlagerung in Friedrichsfeld erfahren wollen. In einer Pressemitteilung seiner Fraktion spricht Grünen-Ratsmitglied Stefan Meiners von der „Farce einer demokratischen Partizipation der Bevölkerung“, welche die SPD nicht länger habe aufrechterhalten wollen. Wie berichtet, haben die Sozialdemokraten im Ältestenrat das Vorhaben einer Bürgerbefragung für gescheitert erklärt. Die Differenzen seien zu groß, teilte SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Scholten mit und führte außerdem die vorläufige Weigerung der Wählergemeinschaft Voerde (WGV) an, in Sachen Bürgerbefragung noch mit der SPD zu verhandeln. Die Grünen, so Meiners, hätten mit Bestürzung auf den Ausstieg der Sozialdemokraten reagiert. Deren Gründe seien vorgeschoben, die WGV diene als Sündenbock. In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Die politische Kultur in Voerde wird am Verhalten der SPD Schaden nehmen, denn die Bürgerinnen und Bürger werden sich einmal mehr durch CDU und SPD von oben herab regiert fühlen.“ Die Grünen halten eine Bürgerbefragung zur geplanten Sportplatzverlagerung nach wie vor für angebracht, gelte es doch, „monetäre, ökologische, aber letztlich auch emotionale Aspekte auf eine breite Zustimmung aller Menschen in Voerde zu bringen“.

Quelle:
Artikel der Rheinischen Post vom 15.09.2011

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6. September 2011 Keine Kommentare
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Ich bin mir nicht sicher, was die Motivation der Rheinischen Post und Ihres Redakteurs U. Schwenk ist, in den letzten Tagen verstärkt und stark gefärbt über die Sportplatzverlagerung zu schreiben. Ich weiß nur: Von der Presse erwarte ich Neutralität und Berichte an Hand einer Faktenlage. Aber vielleicht ist es einfach das Sommerloch…  Mehr…

Voerde: der grüne Spielball der SPD

19. Juli 2011 Keine Kommentare
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Ich bin enttäuscht. Weil ich recht hatte. Und manchmal ist das einfach kein befriedigendes Gefühl, sondern es hat Potential zu deprimieren.

Jüngstes Beispiel dafür: Sportplatzverlagerung (mal wieder) in Voerde. Mehr…

Sportplatzverlagerung Voerde – the next level

21. Januar 2011 Keine Kommentare
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Wer aus Voerde kommt, kennt die Geschichte um die Sportplatzverlagerung.

Für die anderen mal eine ultrakurze Zusammenfassung: Mehr…