2020 März

2020 März

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Nach dem „Karneval“-Februar folgt der Corona-März. Ein Zusammenhang darf angenommen werden. Und das nicht nur, weil bei uns die ersten wirklichen Maßnahmen erst am Aschermittwoch getroffen wurden 😉

Aber der Reihe nach:

Der März steht und stand tatsächlich ziemlich im Mittelpunkt von Corona. Mittlerweile untrennbar damit verbunden ist der Name Trump, der in der Geschichtsbücher eingehen wird, angesichts der vielen Toten in den USA und den noch zu erwartenden Toten. Während Trump versucht, das Problem klein zu reden. Und wird dabei immer absurder, was letztlich dazu führt, dass Corona zusehends zu einer absoluten Katastrophe in den Staaten führt. Oder wie Experten sagen: „That’s when all hell broke loose„. In New York zeichnet sich ein bisher unerreichtes Leid ab. Was aber die Amerikaner, vor allem die Jugend, nicht abhält Party zu machen. Hey, es ist Spring Break.

In Deutschland versucht derweil das Robert-Koch-Institut, sachlich aber ausreichend zu informieren. Und bei der Frage, wie man die Krise in Deutschland handhabt, ist auch Kreativität gefragt: eignen sich z. B. Handy-Daten um zu messen, ob Kontaktverbote erfolgreich sind? Das führt aber natürlich, ebenso wie die eilends erlassenen Gesetze und Satzungen, auch zu grundrechtlichen Bedenken.

Was noch in dem Zusammenhang auf den Tisch kommt: Die wenig überraschende Erkenntnis, dass es fatal sein kann, sich von den billigsten Lieferanten abhängig zu machen – wer hätte das gedacht 😉

Was aber mit Sicherheit als absolute Ausnahmesituation gelten darf:

Angela Merkel sah sich genötigt, vor die Kamera zu treten. Das gab es so noch nie und besonders bemerkenswert ist das Echo aus den USA.

Paradoxer Weise ist die Corona-Epidemie sogar nicht nur negativ: Im Land des ewigen Smog führt der Shut Down zu Eindämmung der Krankheit schon mal  zu drastisch besserer Luft. Und das auch in Europa. Und klarem Wasser in den Kanälen von Venedig.

Wo wir gerade bei Umwelt sind: Neben Corona haben wir noch Zeit, das leidige Thema Nitrat im Wasser zu diskutieren. Die Werteunion macht derweil auf Klimawandelskeptiker und stellt sich damit in eine Reihe mit  den Rechten. Passt auch irgendwie voll zu der Erkenntnis, dass wir gerade den mal wieder wärmsten Winter erlebt haben: 3,4 Grad über dem langjährigen Mittel. Aber immerhin: Im Schatten von Corona erreicht Deutschland (unfreiwillig?) seine Klimaziele wohl doch noch.

Während die Welt mit einer tödlichen Krankheit kämpft, hat übrigens wenig überraschend niemand mehr Lust auf die Spacken von der A*D. Deren Umfrageergebnisse gehen nicht nur in den Keller, die Rechten müssen auch schon sehr merkwürdige Vergleiche anstellen, um überhaupt noch Thema  zu sein. Allerdings bekommen die Rechten prominente Unterstützung aus der Union: Julia K. ist der Meinung, ein Hitlergruß sei ja irgendwie auch nur eine Meinungsäußerung. Ja dann… Übrigens kam es bei einer Neonazigruppe zu einer Durchsuchung. Die eventuell ohne Folgen blieb, denn die Polizei „vergaß“ eine Kiste mit Beweismitteln. Vor der Türe der Verdächtigen. Eine Kiste, die dann wenig überraschend… verschwunden ist. Die Rechten werden übrigens Sekten immer ähnlicher. Und auch in Zeiten einer Viren-Krise zeigt sich, dass sie wenig intelligent sind. Aber wenigstens konsequent rechts.

Zurück zu COVID-19: Taiwan war offensichtlich sehr erfolgreich bei der Eindämmung. Warum? Das ist ein Rätsel. Also eigentlich nicht, das Rätsel ist, warum so wenig Länder sich das Erfolgsrezept abgucken wollen. Spahn derweil warnt vor Reisen in „Risikogebiete“. Das Memo, dass der Virus weltweit verbreitet ist, hat er wohl noch nicht bekommen. Einer der Gewinner der Krise ist übrigens, wenig überraschend, der Versandriese Amazon. Und, reichlich unerwartet, die Hersteller von Toilettenpapier. Das Hamstern von Toilettenpapier wird vermutlich in die Geschichtsbücher eingehen.

Derweil wird die Situation an der Türkisch-Griechischen Grenze immer unerträglicher. Soldaten, die Flüchtlinge mit Tränengas zurückzudrängen versuchen. Europa, Trägerin des Friedensnobelpreises. Oder so. Teilweise kommt es durch rechte Übergriffe auf Flüchtlinge sogar zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Jetzt sollte man meinen, dass Deutschland schnell und unbürokratisch hilft, die Menschen dort aus dem Elend zu befreien. Passiert natürlich nicht, wir diskutieren erst mal ausgiebig die Zuständigkeiten.

Beenden wir den Monatsrückblick mit einem Blick in die Zukunft: Wie könnte die Welt nach Corona aussehen?

 

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