BIKE Festival Willingen: Huber triumphiert erstmals bei Rocky Mountain BIKE Marathon – Dohrn mit Premierensieg in Damenwertung

BIKE Festival Willingen: Huber triumphiert erstmals bei Rocky Mountain BIKE Marathon – Dohrn mit Premierensieg in Damenwertung

Im fünften Anlauf hat es endlich geklappt: Urs Huber (SUI) hat den Rocky Mountain BIKE Marathon, das sportliche Highlight des 21. BIKE Festival Willingen, für sich entschieden. Der Schweizer Vollblut-Profi absolvierte die neue, 116 km lange und mit 3.220 Höhenmetern gespickte Streckenführung durch das waldeckische Upland in 4:39.30,68 Stunden, während Stefanie Dohrn (GER) bei den Damen in 5:45.47,59 erstmals triumphieren konnte.

BIKE Festival Willingen 2018

Tim Böhme (GER) sorgte bei den Männern als Zweiter der Langdistanz für einen Doppelsieg von Team Bulls (4:44.03,91), das schon im Vorjahr dem Klassiker entlang der Landesgrenze von Hessen und Nordrhein-Westfalen seinen Stempel aufgedrückt hatte. Der 35-jährige Frankfurter verwies in einem packenden Sprint den amtierenden Schweizer Meister Konny Looser vom BiXS Pro Team auf Rang drei (4:44.03,96).

Allerdings hatte es lange Zeit eher nach einem Kopf-an-Kopf-Duell um den Gesamtsieg und nicht nach einem Foto-Finish um Rang zwei ausgesehen, nachdem sich Huber und Sascha Weber (GER) nach der ersten von drei unterschiedlich aber kurzweilig gestalteten Runden entscheidend aus einer siebenköpfigen Spitzengruppe hatten lösen können.

Der letztjährige Zweite hatte im Anstieg zum Hohen Eimberg das Tempo deutlich angezogen, nachdem Weber eine Lücke zu Martin Frey (GER), ebenfalls Team Bulls, geschlossen hatte.

Huber attackierte aus dem Windschatten, überraschte damit die Konkurrenz, von der einzig Weber mitgehen konnte. In der Folge arbeitete das Ausreißerduo auf dem zweiten Kursabschnitt gut zusammen und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus, bis der Top-Favorit auf den Sieg bei seinem deutschen Konkurrenten, der 2017 noch Dritter in Willingen geworden war, eingangs der abschließenden dritten Runde eine Schwächephase ausmachte.

„Da habe ich gemerkt, dass er am Limit ist und bin einfach mein Tempo weiter gefahren und habe bis ins Ziel durchgezogen“, erklärte Huber.

In der Folge brach der ehemalige Vize-Europameister im Dienste von Maloja Rocky Mountain komplett ein und wurde im Gesamtklassement noch mit mehr als 15 Minuten Rückstand auf Platz sechs durchgereicht (4:55.08,67).

Während Weber damit nicht an die starke Vorjahresleistung anschließen konnte, präsentierte sich sein Konkurrent Huber, der vor einem Jahr in einem Zielsprint um den Sieg noch den Kürzeren gezogen hatte, im Zielbereich um so zufriedener: „Ich war hier dreimal Zweiter, einmal Vierter. Endlich hat es geklappt, dieses Rennen nach Hause zu bringen. Der Marathon in Willingen ist ein Klassiker, den man einmal gewonnen haben muss. Heute hat es gereicht, ich bin super glücklich.“

Und auch sein Teamkollege Böhme, vor fünf Jahren auf dem Aushängeschild europäischer Langdistanzrennen ebenfalls siegreich und in seinem letzten Jahr als Profi unterwegs, war über seinen zweiten Rang sichtlich erfreut: „Ich habe hart gearbeitet. Es wird einem in der letzten Saison nichts geschenkt. Von daher ist es schön, dass ich mit meinen alten Tagen noch so Gas geben kann.“

BIKE Festival Willingen 2018

Dohrn ebenfalls mit Premierensieg in Willingen

Bei den Damen dominierte die Dortmunderin Stefanie Dohrn die Konkurrenz nach Belieben und fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg in 5:45.47,59 Stunden ein.

Die 25-Jährige vom MSV Essen Steele, die im Vorjahr die Deutschen Hochschulmeisterschaften gewonnen hatte und bei der BIKE Transalp, der legendären Hatz über den Alpenhauptkamm, an der Seite von Julian Biefang Zweite der Mixed-Wertung geworden war, verwies mit Katrin Schwing (GER) vom Katrin Schwing Trek Team (6:02.57,49) und Sarah Reiners (GER) von Focus Rapiro Racing (6:22.26,24) erfahrene Gegnerinnen eindrucksvoll auf die Plätze zwei und drei.

Der Sieg in der Masterwertung ging an den Niederländer Ramses Bekkenk (NED) von KMC Fruit to go (5:07.12.36), während sich Günter Reitz vom Team Firebike-Handelshof bei den Ü50-Racern in 5:37.44,96 Stunden durchsetzte.

Alle Ergebnisse stehen online zur Verfügung.

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Fotos: © Martin Sass

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