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Kategorie: Geocachen

GC68K73 – Ausblicke auf den Baldeneysee

GC68K73 – Ausblicke auf den Baldeneysee

Eines der größten Probleme in der Corona-Pandemie ist es für viele, sich zu überlegen was sie machen können / sollten / müssten. Das ist Gott sei Dank ein Problem, dass „wir“ Geocacher nicht haben, denn das wir die Karte leer gesucht haben, ist angesichts vieler Millionen Geocaches dann doch etwas unwahrscheinlich.

Besonders schön finde ich, wenn ich Geocaches mit meinem anderen Lieblingshobby verbinden kann, dem Mountainbike fahren.

Und heute stand so eine Perle auf dem Programm, der Cache „GC68K73 – Ausblicke auf den Baldeneysee„.

Der Cache richtet sich primär an Fußgänger. Insbesondere deswegen, weil man je nach gewählter Route zwischen 400 und 500 Höhenmeter abreißen wird – auf 6 bis 8km. Das ist auch für viel fahrende Mountainbiker eine Hausnummer.

Allerdings kenne ich die Gegend dort ja relativ gut und es gibt ja zahlreiche Singletrails, die dazu einladen, hier und da noch einen Kilometer anzuhängen. Aber auch, wer das nicht will und zu Fuß geht, kann den Cache durchaus genießen. Unter anderem deswegen, weil die Streckenführung zu keinem Moment ein Rätsel aufgibt und die Stationen alle gut zu machen sind.

Was dann leider gar nicht so schön war, war das Final. Das liegt 30 Meter abseits der Koordinaten und besteht derzeit aus einem lieblosen Petling mit den Überresten eines Logstreifens. Das ist schade, weil der Ort an dem das Final liegt, deutlich mehr hergibt.

Trotz allem war es eine sehr schöne Runde, an deren Ende ich ziemlich fertig war. Weswegen ich Euch den Tipp geben möchte, auch „falsch“ zu parken und als Ausgangs- und Endpunkt den Parkplatz an der „Heimlichen Liebe“ zu wählen.

Den dort gibt es, wegen Corona nur zum mitnehmen, Bratwurst, frische selbst gebackene Waffeln und selbst-gemachte Limonade (Bier wohl auch). Und mal ehrlich, was gibt es geileres, als nach einer körperlich richtig anstrengenden Runde eine frische Waffel und eine kalte Limo zu genießen?

Also vergessen wir den Final-Frust. Und freuen wir uns, dass wir Geocacher immer wissen, was wir machen können. In diesem Sinne: bis bald im Wald.

Was soll im Wald schon passieren?

Was soll im Wald schon passieren?

Es schneit.

Also es hat geschneit. Gestern. Aber das ist Grund genug, raus zu wollen. Heute. Also mal geschaut, was es in der näheren Umgebung an Micro-Abenteuern gibt und dabei „GC8GP7P – Geführte Wanderung durch den Baerler Busch“ gefunden. Baerler Busch? Ach richtig, den kannte ich bisher nur Nachts.

Wie die Wertung vermuten lässt, ist die knapp 5 km lange Runde eher was für Familien und Einsteiger. Die „Rätsel“ sind im Wesentlichen ja Zähl-Aufgaben und lassen sich sehr gut lösen und finden.

Die Wegführung gibt dabei zu keiner Zeit ein Rätsel auf und alles ist problemlos erreichbar. Wer sich dabei genau umschaut, findet vielleicht sogar noch die eine oder andere „spannende“ Landmarke.

Da das Ziel heute „Winterspaziergang“ und nicht „rauchendes Hirn“ war, bin ich durchaus zufrieden. Klar, für Leute die schon mehr Caches gefunden haben, ist das schon fast zu einfach. Aber das ist auch genau der Anspruch dieses Caches, der sich damit sehr schön auf den eigentlichen Sinn des Cachens zurück besinnt: Menschen Orte und Wege zeigen.

Und bevor ich es vergesse: Es ist natürlich nichts passiert, im Wald.

Schloss. Park. Tier. – GC1GTH2 De rapina calicis

Schloss. Park. Tier. – GC1GTH2 De rapina calicis

Ich bin im Moment ungewöhnlich oft wieder Cachen – vermutlich weil das Laufen an der frischen Luft einfach gut tut. Und derzeit ist so ein „Multi-Phase“, in der ich versuche nette Caches zu finden, die Wandern und Cachen verbinden und möglichst nicht zu weit weg sind. Und nach dem Schloss Wittringen stand dann heute das Schloß Raesfeld auf dem Plan. Bzw. der dort liegenden Multi „GC1GTH2 De rapina calicis„.

Das Schloß Raesfeld kenne ich dabei als Anlaufpunkt mit dem Mountainbike, bzw. als Umkehrpunkt der „Outer Ruhr Challenge„. Der Cache heute hat mir allerdings eine völlig neue Perspektive eröffnet. Denn mir war nicht bewußt, dass hinter dem Schloß ein richtig weitläufiger Wald ist, der mit zahlreichen Bächen, Tümpeln und Seen zu begeistern weiß.

Der Cache selbst ist durchaus „knackig“, aber lösbar. Die erste Station war ein bisschen kniffliger, danach lief es dann aber sehr gut. Die Wegführung lässt auch keine Zweifel aufkommen und nach knapp 2 Stunden (inklusive obligatorischem Kuchen-Kauf) und etwas über 5km war die Runde dann leider auch schon zu Ende.

Etwas betrüblich ist, dass in dem Wald keine weiteren Dosen zu finden waren. Die Wege laden dazu ein, Umwege zu laufen, wie z. B. bei der Dichter&Denker-Reihe. Aber der Wald liegt ja in Radfahr-Reichweite und ich schätze mal, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich mich dort rumtreibe.

Der Cache ist übrigens durchaus Familien-Tauglich, sofern die Kids nicht mehr die Kleinsten sind. Mit Ausnahme einer „Turnübung“ an einer Brücke sind alle Stationen auch mit Kindern ohne größeres Risiko machbar.

Die Dose selbst ist liebevoll gestaltet und gut platziert: Man kann sie ohne Probleme erreichen – die Umwelt bekommt aber nicht unbedingt was mit. Und wenn man dann im Log steht, kann man am Schloß was warmes oder kaltes zu trinken und zu essen bekommen. Quasi ein Full-Service-Cache.

Und wieder einer dieser Caches, denen man gerne mehr als einen FP geben würde 🙂

 

Schloss, Park, Wald, Wittringen

Schloss, Park, Wald, Wittringen

Der Wetterbericht für Heute klang ja gar nicht so schlecht. Zumindest kein Regen. Das ist ja schon fast eine Einladung zum Cachen und beim Blick auf die Karte fiel mir der Park am Schloss Wittringen ins Auge. Denn neben einigen ausgeblendeten Angelcaches gibt es dort 2 Multis, die darauf warten gemacht zu werden. Dabei handelt es sich um „GCPZW3 Schloss Wittringen“ und „GC3CDHN Parklehrpfad Wittringen„. Praktischer Weise lagen dort auch noch Rätsel-Caches die ich irgendwann mal gelöst hatte – aber nicht eingesammelt, weil ich schlicht nicht nach Bottrop gekommen bin.

Beide Runden  zusammen plus Beifang waren dann am Ende nicht ganz 8,5 km und nur bei einer Dose musste ich ein DNF loggen – wobei mir nicht klar war ob ich das Rätsel falsch gelöst hatte oder die Dose einfach nicht mehr da war. Speaking of Dosen: Neben den heute ja unvermeidlichen Petlingen (die ja irgendwie ein Argument pro Lab-Caches sind) gab es auch schöne Dosen zu finden.

Was mich etwas irritiert hat ist die hohe Anzahl von NMA die ich loggen musste, natürlich in der Regel wegen nasser, unbrauchbarer Logfiles. Das ist das Eine, wo ich mich gelegentlich frage, ob die Owner eigentlich nicht nachsehen. Das andere das mir in letzter Zeit wieder auffällt ist, dass vermehrt Cacher einfach volle Logbücher nach unten drücken und dann einen eigenen Zettel oben drauf legen. Mit dem Ergebnis, dass am Ende eine Vielzahl zerknüllter, oft nasser Papierfetzen in einem Cache zu finden sind, an dem sich auch ein schönes Logbuch – oder wenigstens ein zweckmäßiges Logbuch – befinden könnte.

Das schmälert aber irgendwie am Ende nicht die Runde selbst. Die hat durchaus Spaß gemacht, was auch an dem verhaltenden Sonnenschein und den zahlreichen Foto-Locations gelegen haben mag.

Mein Fazit wäre daher: Wer ein bisschen laufen mag und aus dem Ruhrpott kommt, für den sind die beiden Multis rund ums Schloss Wittringen eine gute Sache. Wer allerdings gerne alleine wandert: Vergesst es. Mitten im Ruhrpott gibt es vermutlich keinen Park in dem man nicht bei schönem Wetter eine Vielzahl von Menschen trifft und das hier ist keine Ausnahme.

Li-La-Lab-Caches

Li-La-Lab-Caches

Schon seit einiger Zeit gibt es eine neue Cache-Art, die mir bisher „untergegangen“ ist. Ich hab mich schlicht nie drum gekümmert. Die Rede ist von den sogenannten „Lab-Caches“. Nachdem ich ein einer Wandercache-Gruppe das mal angesprochen hatte, hat mich eine Hälfte des Teams „Clanfamily“ eingeladen, doch mal mit zu kommen.

Die erste Überraschung ist, dass ich die Caches nicht mit der Geocaching-App oder der Geocaching-Website finden kann. Ich muss eine extra App, die „Adventure“-App, installieren. Hmmm.

Die App selbst ist im Moment eher rudimentär, erfüllt aber natürlich ihren Zweck. Mir sind direkt zu Anfang allerdings zwei Dinge aufgefallen, die sehr unschön sind und eigentlich nicht zeitgemäß:

Hat man am iPhone den Darkmode aktiviert, was ich habe, ist die Karte praktisch nicht nutzbar. Man kann das auch nicht in der App selbst steuern, sondern muss den Darkmode komplett deaktivieren.

Der zweite Haken: Die Karte ist immer genordet. Das ist unpraktisch, weil man die ganze Zeit versucht, zwei Punkte – sich und den nächsten Abschnitt – übereinander zu bringen. Das ist unnötig verwirrend.

Aber gut, hat man das überwunden, startet man den Lab-Cache. Wir haben heute zwei gemacht, den im Mattlerbusch, Duisburg Fahrn und den im Jubiläumshain.

Beide bestehen aus 5 Stationen, die immer nach dem gleichen Muster liefen:

  1. Gehe zu Station
  2. Finde etwas zu zählen, raten, messen, wiegen, ansehen
  3. Tippe die Antwort ein
  4. goto 1 😉

Nicht sehr anspruchsvoll an sich, aber der Teufel steckt natürlich im Detail.

Beim Lab-Cache Mattlerbusch gab es nach jeder Teilaufgabe einen Hinweis für den Bonus, der dann wieder ein ganz normaler Rätsel-Cache war.

Beim Jubi-Lab folgte nach der letzten Station ein Video, dem man zum Bonus nachlaufen musste.

Hat  man die Lab-Caches abgeschlossen, wird man aufgefordert sie mit Sternen zu bewerten, die üblichen 1 bis 5.

Und dann habe ich etwas sehr verrücktes festgestellt: bekommt man bei einem normalen Multi einen Punkt in der Statistik, wenn man ihn beendet hat, gibt es beim Lab-Cache für jede Station einen Punkt. Das bedeutet, dass zwei Lab-Caches mit 5 Stationen als 10 Funde in die Statistik eingehen. Whut?

 

Okay, kommen wir zu meinem Fazit. Ich bin zu alt für diesen Scheiß 😉

Nein ernsthaft, ich komme vor wie ein Opa der denkt: Hatten wir früher nicht, brauchten wir früher nicht, will ich nicht. Aber lasst mich das erklären:

  1. Device: Lab-Caches erfordern, dass man ununterbrochen das Handy in der Hand hält und an hat (Akku). Zudem werden die Stationen nachgeladen (Datenvolumen, Netzempfang). Das ist im Vergleich zu meinem GPS, das mit einer Akkuladung 12h rennt und bei dem ich alle Caches vorab speichern kann (inklusive Stationen und Kommentare) und mit dem ich im Regen umher-rennen kann, besser gelöst. Die Vorstellung, beim Ablaufen der Stationen ständig ein Device in der Hand zu halten, dass mich gerne mal 1500€ kostet und beim nächsten Stolpern (ich schau ja auf das Display) hin ist… oh ne. Und wie „wasserfest“ die Handys heute sind, ist ein ständiger Streitpunkt. Wenn ich dann für den Bonus gezwungen bin, einem Youtube-Video nachzulaufen, hört es doch völlig auf.
  2. Points: Für Punktejäger mag das ja toll sein. Und es erklärt, warum plötzlich so viele Geocacher so hohe Fund-Zahlen haben. Aber ist das echt notwendig, für JEDE Station einen Fund zu loggen? Das verfälscht völlig das Bild. Bisher konnte ich sagen: 2780 Funde = 2780 Geocaches. Jetzt muss ich sagen 2790 Funde = 2782 Geocaches. Und das echt alles nur für die Statistik?
  3. Sternchen: Guten Caches gibt man einen Favoritenpunkt. Das ist gut so. Wie bewerte ich denn jetzt einen Cache mit 1-5 Sternen? Die beiden Labs heute fand ich ok – aber eben auch nicht mehr. Also gebe ich 3 Sterne und weiß jetzt schon, dass die Owner sauer auf mich sein werden. Aber wie gut (4) oder sehr gut (5) ein Lab-Cache sein kann, weiß ich nach zwei Caches ja noch gar nicht. Und einen Cache der gar nicht geht? Gebe ich dem einen Punkt oder zwei? Wann geht ein Cache gar nicht? Wer zur Hölle hat sich das ausgedacht?
  4. App: Die App ist unausgereift und richtet sich offensichtlich an eine Gruppe von Geocachern, die mit dem Umgang mit einem GPS überfordert sind – weil es z. B. überhaupt keine Anzeige von Koordinaten gibt. Eine Integration in das normale Geocaching, um z. B. Beifang (in der Nähe liegende andere Caches) mitzunehmen, ist nicht vorgesehen. In meinem Fall nicht tragisch, die sehe ich ja auf dem Garmin
  5. Sinn: Was außer neuer, unfertiger App, mehr Sternchen und mehr Statistik-Punkten macht denn jetzt LAB-Caches „besser“ als Multis? Und kommt mir nicht mit „ich kann jederzeit unterbrechen und später fortsetzen“, das kann ich mit Multis schon immer.
  6. Netz: Wie mache ich das eigentlich im Ausland, so von wegen Kosten für Datenübertragungen? Offline vorher runter laden ist ja nicht vorgesehen. Man ist auf Gedeih und Verderb an die App und die wiederum an eine funktionierende Onlineverbindung gebunden. Hat sich das ein Amerikaner ausgedacht, der nicht außerhalb von Amerika reist und die Probleme nicht kennt, die es machen kann, im Ausland bezahlbar mobile Daten nutzen zu können? Europa ist da ja mittlerweile(!) erfreulich voran gekommen, aber was mache ich z. B. in Canada?

Vielleicht bin ich wirklich zu alt. Aber ich verstehe den Sinn von Lab-Caches nicht. Und nach den beiden die ich bisher gemacht habe, ist es vielleicht zu früh für ein Urteil, aber eine wesentliche Verbesserung zu Multis sehe ich nicht. Eher Nachteile, insbesondere durch den Zwang, ständig das Handy zu benutzen. Und demnächst weiß ich nicht: Ist der Typ mit dem Handy und dem Kabel zur Powerbank ein Pokemon-Spieler oder ein Lab-Sucher? 😉

Allerdings sehe ich tatsächlich noch einen großen Vorteil: Für die Statistik-Cacher müssen weniger Powertrails gelegt und nicht mehr alle 160 Metern eine Plastikdose in den Wald geworfen werden. Das kann die Umwelt massiv entlasten. In sofern: Lasst die Lab-Spiele für die Statistik-Cacher beginnen. Ich bleibe bei meinem GPS. 😉

Was ich auch besser finde als erwartet: Dass die Lab-Caches nicht auf der normalen Geocaching-Website auftauchen. Das bedeutet zwar, dass ich sie nicht als Caches in GSAK importieren kann. Aber es bedeutet auch, dass wenn ich beschließe sie zukünftig wieder zu ignorieren, sie mir nicht das Kartenbild vollmüllen. Jetzt müssten die Lab-Owner nur noch aufhören, normale Rätselhaken als Bonus zu listen 😉

Der Saarfuchs, den  ich gerne lese, hat übrigens das Always-Online-Problem schon vor gut einem Jahr diskutiert.

„Ich reise viel und habe nicht immer eine Internetverbindung im Ausland. Zukünftig werde ich ohne diese nicht mehr an den Adventure Labs teilnehmen können. Ich fühle mich als zahlender Kunde ignoriert und ausgesperrt!“

Die wandelnden Toten – ein Lost-Place

Die wandelnden Toten – ein Lost-Place

Wer sich noch an meinen alten Geocache-Blog erinnert – warum hab ich den eigentlich beendet? – der weiß, dass ich ein Freund von Lost Places bin. Besonders angetan hatten es mir damals die Caches des Fuchs aus Bocholt. Die gibt es alle schon länger nicht mehr.

Jetzt wurde mir zugetragen, dass es unweit vom Büro einen Lost Place in der Tradition des FaB gegeben würde. Das Rätsel war, als Kenner der Serie „The Walking Dead“, die hier Pate stand, gut zu lösen und heute ginge es an den Outdoorteil.

Der Spielraum ist leider unweit eines Hauses, so dass tatsächlich der absolute „Stealth-Modus“ angesagt war. Auf Grund schlechter Erfahrungen mit überrannten Caches will ich hier auch nicht mehr als nötig spoilern – ich will Euch ja ein paar Fotos zeigen.

Das offensichtlich schon vor Jahren aufgegebene Gebäude zu finden, war nicht weiter schwierig. In der Dunkelheit allerdings auch nur mit äußerster Vorsicht zu genießen. Der Owner hat dem Rücksicht gezollt und die Dose so platziert, dass möglichst wenig Interaktion mit der Ruine selbst erfolgt. Die hat er allerdings thematisch sehr passend dekoriert.

Es dauerte insgesamt mit Wegsuche und allem drum und dran vielleicht eine halbe Stunde, bis wir im Logbuch standen. Und das ist einerseits bedauerlich kurz, auf der anderen Seite auf Grund des Ortes selbst, der Geschichte und der Aufmachung sehr befriedigend.

Sehr schön gemacht. Schade, dass es heute dank vieler „Honks“ nur noch so wenig Dosen wie diese gibt. Und das man nicht offen darüber reden kann, weil sonst nächste Woche wieder richtige Rudel aufschlagen, die Nachbarn in Aufregung versetzen und letztlich das Ende des Caches besideln.

Auf der anderen Seite… so hat es halt was exklusives 😉

Hass. Liebe.

Hass. Liebe.

Wenn ich etwas gleichzeitig ganz, ganz furchtbar finde und jederzeit sofort wieder machen würde, war ich vermutlich Geocachen. So auch diesmal, als ich zwei Anläufe brauchte, einen einzigen Cache zu finden – und dank ausgemachter Blödheit am Ende mehr als 20km gelaufen bin.

Über Weihnachten bot sich der Multi „GC4C7GH Hinter ihm her“ an. Ausgeschrieben mit >5 km sollte das ja durchaus machbar sein. Der erste Versuch war dann am 25.12.2020. Dabei lief es etwas schleppend an, weil sich die erste Station erst nach hartnäckigem Suchen zeigen wollte.

Die zweite Station war leichter zu finden, aber nicht leichter zu interpretieren. Was besonders verwunderte war, dass sie in genau der entgegengesetzten der erwarteten Richtung lag. Und von dort noch weiter weg zeigte.

War aber richtig, denn die dritte Station ließ sich ausgesprochen gut finden. Und vermeintlich interpretieren, bis auffiel, dass dort wo die nächste Station gewesen wäre, keine Station war. Nach einigem Grübeln war dann klar, warum. Also noch mal neu versucht und endlich die Station 4 erreicht.

Die darauf folgende 5. Station war schnell gefunden und gelöst. Aber auch hier galt wieder: Es ist nicht so wie es scheint und die Koordinaten wirkten nicht so wirklich passend. Also noch mal gegrübelt und den Hint angesehen. Ha ha, wie „witzig“, ich bin doof. Also noch mal geknobelt und diesmal machte es dann tatsächlich auch sehr viel mehr Sinn.

Bevor es zur nächsten Station ging, war noch ein kurzer Abstecher zu dem sehr lohnenswerten „GC4Q748 – Für Elise“ drin. Warum auch nicht, das Wetter war ja prima 🙂

Von dort dann weiter und Station 6 war dann kein wirkliches Hindernis. Man könnte sagen, ein „Park & Grab“. Und so ging es dann weiter. Die Sonne versank langsam hinter dem Horizont, als die nächste Station in Sicht kam. Inzwischen war es doch etwas kühl geworden.

Stellt sich raus, Station 7 braucht Licht und ein warmes Hirn. Beides war nicht verfügbar. Und nach einigem sinnlosen Grübeln wurde die Runde hier beendet.

Ein bisschen irritierend war, dass der „Rückweg“ eigentlich die Fortsetzung des Weges hätte sein müssen. Es ist ärgerlich, eine Strecke zu gehen und keine Chance zu haben, eine Station zu finden, die man vielleicht braucht. Und ich habe es zwischendurch versucht. Zum Beispiel stand da ein Schild, das sich angeboten hätte.

Naja, zu Hause den Owner mal kontaktiert und einen Hinweis bekommen, der dann erlaubte, die Station 7 auf dem Sofa zu lösen. Und da sich heute die Gelegenheit bot, bin ich den Cache noch mal angegangen.

Stellt sich raus, Station 8 war genau da(!) wo ich sie vermutet hatte(!). Ich war blind oder es war zu dunkel. Was auch immer, es war ärgerlich. Mindestens genau ärgerlich war dann ein Rechenfehler, der mich einen KM in die falsche Richtung schickte. Aufgefallen ist mir das „sofort“, weil sich die Richtung falsch anfühlte. Aber statt noch mal zu prüfen, bin ich fröhlich in die falsche Richtung gelaufen. Als das auffiel und ich wieder zurück war, waren schon mal 2km extra auf der Uhr. Läuft 😀

Station 9 war dann gut zu finden und zu lösen. Dachte ich.

Gleiches galt eigentlich für die Station 10.

Und so stand ich an der Station 11 und wie soll ich sagen: Es brauchte eine Weile, bis ich sie „entschlüsselt“ hatte. Die Station 12 lag zwar nicht direkt auf dem Weg den ich erwartet hatte, aber auf der Karte sah es ganz gut aus. Ha ha.

Nach einem KM war klar: Falsch. Also wieder zurück,

Nachdem ich echt nicht weiter wusste, wurde ein Hilferuf in Richtung Owner und letztem Finder abgesetzt. Beide waren erreichbar und wussten zu berichten: Das war nicht Station 11. Stellt sich raus, das was ich für einen Teil von Station 9 hielt, war schon Station 10. Inzwischen waren dann 4km extra auf der Uhr.

An S12 war dann noch ein anderes Team, dass auch Mühe hatte, die finalen Koordinaten zu errechnen. Gemeinsam ging es aber dann doch und so hieß es: Ab zum Final.

Die finale Dose war dann auch den ganzen Aufwand wirklich wert und ich war froh, dann im Logbuch stehen zu können. Behaltet im Kopf, dass ich Weihnachten schon mal gut 7 km für die Dose gewandert bin. Und als ich dann heute zurück war, sah es so aus:

Ich habe also mehr als 20km für einen Multi gebraucht, der mit „>5km“ angegeben ist. Mathematisch ja nicht ganz falsch. Das ich insgesamt gut 8 Stunden gebraucht habe („Rechnet mit 4-5h“), sagt jetzt bestimmt auch nix über mich. Denn wenn es etwas sagen würde, dann ja nur „wie doof kann man sein“.

Macht aber nix. Trotz diverser Pleiten, Pech und Pannen war es ein echt schöner Cache. Sowas gerne öfter 🙂

 

Rheinorange

Rheinorange

Wo wir gerade bei Monolithen im Ruhrgebiet waren: Es gibt da noch einen Zweiten, den man mit dem Geocache „GCHKZX Cache am Ruhrarm“ erlaufen kann: Duisburg Rheinorange

Dieser „kleine“ Monolith ist „nur“ 25 Meter hoch, wiegt mehr als 80 Tonnen und ist – wenig überraschend – sehr orange. 😀

Der Sinn eines solchen Stahl-Kunst-Werks in Duisburg, der Stadt des (Thyssen-)Stahl dürfte offensichtlich sein. Und insbesondere heute, wo intensiv über den Fortbestand des Stahlwerks diskutiert wird, ist die Bedeutung für die Menschen der Region wichtiger denn je.

Um so schöner, dass dieser kleine Multi, der übrigens mit einer schön großen Schatzkiste endet und auch für jüngere Cacher*innen machbar ist, direkt bis an den Rheinkilometer 780 führt.

Und was wissen wir?

Richtig, von hier sind es nur noch 20km Talfahrt bis in das schöne Voerde am Rheinkilometer 800 🙂

Zwischen Wasser und Stahl

Zwischen Wasser und Stahl

Das mit dem Cachen ist wie die Seuche: Wenn man ein Mal anfängt 😉 Und so bin ich heute aufgebrochen, einen weiteren Cache zu erlegen. Und da ich mehr als genug Gummipunkte für die Statistik habe, versuche ich ja Caches zu finden, die mir besonders gefallen.

Nach ein bisschen Suchen bin ich bei GC703FN – Zwischen Wasser und Stahl hängen geblieben. Und was soll ich sagen? Solide Multi-Kost!

Die Stationen sind alle gut zu finden der Schwierigkeitsgrad hält sich in Grenzen. Dabei sollte der Cache grundsätzlich auch für Kinder geeignet sein. Wobei ich persönlich ja eher froh bin, wenn ich keinen anderen Menschen sehe und dank des doch unbeständigen Wetters heute hatte ich da auch Glück.

Die Router führt von einem der Parkplätze über einen Teil des Gruga-Geländes und entlang des Kanals. Dann erklimmt man die Schurenbach-Halde und natürlich ist unser eigener Monolith der Höhepunkt. In sofern hat es natürlich einen gewissen Humor, wenn Hessen behauptet, DORT wäre der erste deutsche Monolith aufgetaucht. Die Krone gehört mal schön ins Ruhrgebiet. 🙂

Die „einfache“ Runde ist derzeit um die 7km lang, weil der eigentliche Parkplatz / Startpunkt aktuell nicht genutzt werden kann. Eine Alternative habe ich als Note im Cache hinterlegt.

Versteht mich richtig: Wer Action sucht, aufwändige Stationen oder Klimm-Bimm, der ist hier falsch. Das hier ist ein schön ruhiger Multi für Leute, die ohne viel Heck-Meck nach Bewegung an der frischen Luft suchen.

Genau die werden hier aber fündig. 🙂