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Kategorie: Internet

Ebay: nur um ganz, ganz, ganz sicher zu gehen ;-)

Ebay: nur um ganz, ganz, ganz sicher zu gehen ;-)

Ich bin nicht oft auf eBay unterwegs, gelegentlich mal um ein Buch zu kaufen oder ein paar Batterien. Verkaufen mache ich noch seltener. Aber heute, da wollte ich ausnahmsweise mal was verkaufen.

Im Dialog zur Erstellung des Angebots wurde ich darauf hingewiesen, dass ich meine Daten überprüfen müsste. Ah ja. Und aus gesetzlichen Gründen braucht es jetzt ein Geburtsdatum. Welches Gesetz? Keine Ahnung.

Spannend wurde es aber, dass eBay mir mitteilte, ich müsste ein Konto anlegen um den Verkaufserlös direkt überwiesen zu bekommen. Paypal sei nicht mehr möglich. Warum? Aus Sicht von eBay, weil man sich von Paypal getrennt hat.

Naja, mache ich das halt. Etwas irritiert bin ich, dass ich das Konto neu anlegen muss – es ist bereits für die Gebühren hinterlegt. Noch irritierter bin ich aber, als Sekunden später mein Posteingang eine Mail nach der anderen ankündigt: von der Schufa.

Irgendwo im Kleingedruckten (natürlich nicht so, dass man es im Prozess wahrnimmt) hat eBay sich das Recht gegönnt, für ein zahlungsempfangendes(!) Konto die eingegebenen Daten mit der Schufa abzugleichen.

Aber nicht ein Mal. Sondern gleich 8 mal. Vermutlich nur um ganz, ganz sicher zu gehen:

 

Offensichtlich nähern wir uns auch hier in atemberaubendem Tempo den USA an, was die Kommunikation mit Auskunfteien angeht. Und ich bin mal gespannt, wohin das führt. Ich frage mich z. B. was passiert wäre, wenn ich ein Konto angegeben hätte, dass nicht auf meinen Namen läuft. Könnte ja ein Lebensgefährtinnenkonto sein. Würde mir das verweigert? Ich kann es jetzt leider nicht mehr ausprobieren.

 

Wie Apple Eure Sicherheit gefährdet: Big Sur, VPN und das Datenschutz-Desaster

Wie Apple Eure Sicherheit gefährdet: Big Sur, VPN und das Datenschutz-Desaster

Seit einiger Zeit ist das Betriebssystem „Big Sur“ für Apple-Computer verfügbar. Und das hat es in sich. Und zwar gleich doppelt:

Zunächst wird jeder Programmstart von Apple geloggt. Ja richtig, jedes Mal wenn Ihr ein Programm startet, wird das Apple mitgeteilt. Inklusive Zeit und IP-Adresse und damit Ort. Die Daten werden dabei unverschlüsselt übertragen und bei einem Drittanbieter, einem sogenannten Content-Delivery-Network aggregiert. Das bedeutet, dass von Apple über das Netzwerk bis zu Eurem Internetserviceprovider jeder diese Daten sehen kann, der mag.

Und was noch schlimmer ist: Apple gehört zu Unternehmen, die bestimmten Sicherheitsbehörden erlauben, jederzeit und ohne richterlichen Beschluss auf solche Daten zuzugreifen.

Diese Art der Datenübertragung gab es zwar auch schon vorher, neu in Big Sur ist allerdings, dass sie sich nicht mehr unterbinden lässt. Also auch nicht durch Apps von Drittanbietern. Das bedeutet: Apple weiß wann, wo und wie ihr was mit Eurem Computer macht.

Das bringt uns zum zweiten Problem: Apple verhindert die sichere Verwendung von VPN!

Es kann eine Reihe von Gründen geben, warum man VPN, also verschlüsselte „virtuelle private Netzwerke“ nutzen möchte und durchaus auch eine Reihe von legalen. Denn ich kann mehrere Gründe haben, warum ich nicht möchte, dass meine Daten unverschlüsselt über das Netz gehen, meine echte IP-Adresse oder meine Geoposition geloggt werden. Und sei es nur, um auch im Ausland meinen Streamingdienst nutzen zu können (Geoblocking) oder nach billigen Reisen zu suchen. Warum ist egal.

Das Problem ist: Big Sur umgeht VPN und sendet Eure echte IP-Adresse mit den übrigen Daten an Apple und alle die sie sehen wollen. Das reißt ein riesen Sicherheitsloch, dem sich die meisten Menschen vermutlich nicht mal bewußt sind.

Nach meinem Verstädnis ist auch das auch nicht mit europäischem Datenschutzrecht vereinbar, da ich weder vernünftigt aufgeklärt bin, noch die Datenübermittlung unterbinden kann. Von den Sicherheitsrisiken abgesehen und auch abgesehen davon, dass Apple damit auch remote jederzeit Programme von der Benutzung ausschließen kann.

Das ist neben „Mietsoftware“ ein weiterer Schritt, Computer-„Besitzer“ immer weiter zu entmündigen, zu überwachen und ihnen die Kontrolle über ihre Geräte zu entziehen. Und wenn man das mit den Daten kombiniert, die dann z. B. ein iPhone liefert (wo bin ich, in welchem Stock bin ich, etc) ist Apple in der perfekten Lage, absolut eindeutige und supergenaue Nutzerprofile zu erstellen.

Folge für mich: Das nächste Notebook wird, wie schon die letzten, keinen Apfel tragen.

 

 

 

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Bild: Adobe Spark

Eigentlich müsste man…

Eigentlich müsste man…

… das Internet neu erfinden  🙂

Ich meine, irgendwie ist das doch Paradox: Das Internet besteht aus weit über 1,2 Milliarden Websites, aber wenn man die Leute fragt, dann „surfen“ sie auf Facebook, Google und Youtube. Vielleicht noch einem der Nachrichtenportale. Oder sie lesen via Google auf Wikipedia oder shoppen bei eBay und Amazon.

Das irritiert mich. Zum einen, weil ich selber merke, dass meine Linklisten immer wieder gekürzt werden muss, weil Websites verschwinden. Mein Eindruck ist, dass obwohl es eine scheinbar endlose Anzahl von Websites gibt, immer mehr Leute das Internet als „Kaufhaus“ mit einigen wenigen großen Anbietern verstehen.

Das ist unschön, weil es den Eindruck macht als wenn das Internet damit einen seiner inneren Kerne verliert – die Möglichkeit nicht nur Empfänger zu sein, sondern auch Sender. Aber mal ehrlich, wer bloggt denn heute schon noch, wenn er nicht für eine Firma arbeitet und deren Firmen-Blog betreut? Wer veröffentlicht Videos noch auf einer eigenen Seite und nicht nur auf Youtube? Wer macht sich die Mühe eines eigenen Online-Store, wenn Amazon und eBay so naheliegen.

Aber auch: Wer schreibt noch über seine Hobbys? Wer scheibt noch über die Dinge, die ihn oder sie bewegen? Macht Ihr das? Oder konsumiert Ihr auch nur?

Oder täuscht mein Eindruck und es liegt an mir, dass ich das falsch wahrnehme?

 

Hat Trade-Republic Probleme?

Hat Trade-Republic Probleme?

Ich habe ein „Spaß-Depot“ bei dem jungen Broker „Trade Republic“, der mit sehr günstigen Transaktionskosten wirbt. Spaß-Depot deshalb, weil dort keine nennenswerten Beträge liegen. Und ich frage mich, ob ich dort erste Anzeichen dafür sehe, dass auch hier mehr Schein als Sein vorliegen könnte.

Seit einigen Tagen vermisse ich eine Dividende einer Aktie. Diese hätte gebucht sein müssen und ist bei anderen Kunden offensichtlich auch angekommen. Also mal nachgefragt:

 

Guten Tag Stefan,

vielen Dank für Deine Nachricht.

Ich habe gerade unser Buchungssystem überprüft und bei der XXXX Dividendenausschüttung steht der Status auf „fehlerhaft durchgeführt“.

Wir befinden uns in Verbindung mit unserem Handelspartner um auf eine schnelle  Lösung zu finden.

Ich würde Dich daher noch um ein wenig Geduld bitten.

Viele Grüße
Dein Trade Republic Team

Öhm….

  1. So ein Problem darf nicht erst auffallen, wenn der Kunde nachfragt
  2. So ein Problem muss unmittelbar mit dem Kunden kommuniziert werden

 

Na gut, hab ich halt Geduld. Bis ich keine Geduld mehr habe und noch mal nachfrage. Und eine Antwort aus dem Textbausteinkasten bekomme:

Hallo,

vielen Dank für Deine Nachricht.

Um eine Dividende oder Ausschüttung zu erhalten, musst Du das Wertpapier in der Nacht auf den Ex-Tag der Dividende in Deinem Depot halten. Die relevante Stückzahl wird dann für die Dividendenzahlung vorgemerkt. Weitere Informationen findest Du auf der Webseite der Gesellschaft (bei Aktien) oder des Emittenten (bei ETFs). Sobald Dir die Dividende gutgeschrieben worden ist erhältst Du eine Abrechnung mit den relevanten steuerlichen Abzügen von uns.

Bitte beachte, dass die Gutschrift der Dividende auch mehrere Bankarbeitstage nach dem offiziellen Zahltag stattfinden kann. Insbesondere bei ausländischen Dividenden kann dieser Vorgang durchaus einige Wochen in Anspruch nehmen. Wir haben hierauf leider keinen Einfluss, da die Bearbeitungsdauer der Auszahlung von der Lagerstelle des jeweiligen Wertpapiers abhängt.

Viele Grüße
Dein Trade Republic Team

Ich warte jetzt noch ein paar Tage und dann triggere ich mal die BAFIN an. Zumal es kein Einzelfall zu sein scheint:

Star Trek: Picard

Star Trek: Picard

Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass ich ein Kind der 80er bin und Sci Fi mag. Und natürlich gehörte Star Trek: The Next Gerneration (TNG) mit dazu. Die anderen Star Trek-Ableger konnten mich nie so reizen, wie die Serie um Cpt. Jean Luc Picard und seine Truppe.

Damals war es normal, dass Serien abgeschlossene Episoden zeigten, die zudem meist immer nach dem gleichen Muster aufgebaut waren. Das A-Team wurde gefangen und baute was, Knight Rider nutzte immer 2x den Turbo Boos und Star Trek…

Star Trek traf immer auf eine gesellschaftlich schwierige Situation, die oft durch kulturelle Unterschiede ausgelöst wurden. Dabei war es bemerkenswert, dass die Sendung wohl die ansprechen konnte, die bewunderten wie Picard Situationen diplomatisch löste – als auch die, die Weltraumschlachten sehen wollten.

Und wenn wir ehrlich sind, einiges war damals seiner Zeit voraus und echt gruselig. Wie die Borg.

Um so spannender fand ich es, als Amazon bekannt gab, eine neue Serie zu bringen: „Star Trek: Picard„. Aber kann so eine Serie wirklich an TNG anknüpfen? Wird das nicht nur eine Show in der ein alterner Star versucht noch mal Geld zu machen? Ist die Geschichte nicht auserzählt?

Und der größte WTF: Meinen die das ernst, dass sie jede Woche eine Folge bringen? Das passt nicht zu meinen Binge-Gewohnheiten 😉

Jetzt wird es spannend, denn ja: Amazon hat mit Star Trek: Picard eine Punktlandung erreicht. Und die Zutaten dazu waren extrem geschickt gewählt:

  1. Picard ist ziemlich genau der Picard, den wir kennen.
  2. Wir treffen alte Bekannte wieder (ja, auch die Borg und ja, wer damals auch sabberte, wird sich freuen, dass Seven of Nine auch auftaucht)
  3. Die Erzählung ist dem heute (eine lange Geschichte statt abgeschlossener Episoden) angepasst
  4. Die Entscheidung jede Woche Freitags eine Folge zu veröffentlichen, erhöht definitiv den Suchtfaktor

Ich will für die, die die Serie noch nicht sehen konnten, die Story-Line nicht spoilern. Und ich muss zugeben, dass ich die ersten Folgen sehr skeptisch war. Aber am Ende bleibt nur festzustellen, dass die Drehbuchautoren und die Verantwortlichen bei Amazon nicht einfach ein „Reboot“ geschafft haben. Sie haben es vielmehr geschafft, TNG ins Jahr 2020 zu befördern. Mit vielen Elementen für Kinder der 80er und einer Story und einem Format für die, an die damals noch nicht mal gedacht wurde.

Heute lief die 10. Folge. Damit endet die erste Staffel.

Für Euch, so Ihr die Serie noch nicht gesehen habt, bedeutet das, dass Ihr Binge-Watchen könnt. Für mich und die, die sich jede Woche auf eine neue Folge gefreut haben, beginnt jetzt das lange Warten auf Season 2. Und ich finde schön zu wissen, wie Season 1 geendet hätte, wenn es keine Zweite geben würde. Aber noch schöner finde ich zu wissen, dass Picard noch ein Mal zurück kommt.

Und wer weiß, vielleicht wird unsere Gesellschaft doch irgendwann mal so, wie sie schon in TNG war. Offen, bunt und getrieben von einem hohen moralischen Anspruch. Wäre ja auch nicht das Schlechteste.

 

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Otherland: Ich habe es wirklich versucht

Otherland: Ich habe es wirklich versucht

Vor ein paar Jahren habe ich mir die durchaus nett anzusehenden Bücher der Otherland-Serie von Tad Williams gekauft. Nur fand ich damals irgendwie keinen Zugang zu den Büchern.

Da ich jetzt aber für die Pendelfahrten mit der Bahn neues Hörbuch-Futter brauchte, habe ich mir bei Audible einfach mal die ersten beide Bände bestellt. Und ich kann zumindest sagen, dass ich es versucht habe.

Die gähnende Langeweile im ersten Band habe ich darauf geschoben, dass der Autor erst einmal die verschiedenen Protagonisten und Antagonisten einführt und uns mit der Welt vertraut macht, in der Otherland spielt. Das es dabei nicht immer logisch zugeht, mag der Story geschuldet sein.

Leider wird Band zwei dann auch nicht besser und dümpelt vor sich hin. Die Geschichte soll Fahrt aufnehmen, indem unsere Hauptdarsteller durch aberwitzige Simulationen durch müssen und dabei viele spannende Abenteuer *gähn, ich bin wohl kurz eingenickt*

Ich habe das zweite Buch (aus einer Reihe von 4, glaube ich) ungefähr bis zur Hälfte geschafft. Dann habe ich beschlossen, dass mir meine Lebenszeit dafür zu schade ist. Vielleicht bin ich nicht intellektuell genug, diese Bücher zu verstehen, vielleicht ist der Autor aber auch nur gnadenlos überschätzt.

Was auch immer es ist, Bücher bei deren „Genuss“ ich im Zug einschlafe, sind meine „Aufmerksamkeit“ nicht wert. Insofern habe ich dann die Audio-Books zurück gegeben (das geht dankenswerter Weise bei Audible, was ich sehr gut finde) und freue mich jetzt auf das nächste Bucht auf meiner Liste: Dry.

 

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