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Kategorie: Internet

Bitte sagt mir, dass die AFD nicht wirklich sooo doof ist

Bitte sagt mir, dass die AFD nicht wirklich sooo doof ist

Manchmal bin ich bemerkenswert fassungslos. Ich meine, ich erwarte ja nicht mehr viel von den Menschen und fast gar. Nix mehr von den Pfosten in und um die AFD.

 

Und trotzdem: sie schaffen es immer wieder, meine praktisch kaum vorhandenen Erwartungen noch zu unterbieten. Aktuelles Beispiel ist Herr P von der AFD…

 

Gefunden bei der HoGeSa auf Facebook

Die DSGVO und das Sterben der Blogs

Die DSGVO und das Sterben der Blogs

Eigentlich wollte ich noch einen längeren Beitrag darüber schreiben, warum die #DSGVO so gefährlich ist: Weil sie natürlich nicht die großen Unternehmen mit eigenen Rechtsabteilungen trifft, sondern die Kleinen. Unternehmen wie Facebook und Institutionen wie die Schufa werden nicht mit Bestrafung im Fall von unlauerterm Verhalten rechnen müssen und wenn doch, diese Einpreisen. Treffen wird es wie schon mehrfach (ich sag nur Impressumspflicht) vor allem die Kleinen: die privaten und semi-kommerziellen Blogs, also solche die z. B. Partnerlinks zu Amazon setzen.

Das muss ich nicht, denn dankenswerter Weise hat Christian Buggisch das in seinem Blog (sic!) ausführlich thematisiert:

Die Konsequenz bei zahlreichen Blogs, die ich lese, ist fatal. Viele machen ihre Kommentare dicht, weil sie meinen, das sei sicherer. Und nicht wenige denken darüber nach, ihren Blog komplett zu löschen. Denn sie haben weder Lust auf den Aufwand noch Lust, die Rechtsunsicherheit auszubaden, wenn sie sich gegen mögliche Abmahnungen wehren müssen (und die Abmahn-Profis sitzen schon gut gelaunt in den Startlöchern). Aber was, bitte, sind Blogs ohne Kommentare? Was soll das alles, wenn nur noch Menschen mit guten Rechtsanwälten (oder Firmen mit Rechtsabteilungen) sich trauen, im Web zu kommunizieren?

Es lohnt sich den ganzen Beitrag zu lesen.

Eine Frage kommt mir aber in der ganzen Sache viel zu kurz. Nämlich neben der Betrachtung des Risikos auch die ganz simple Frage, ob die DSGVO überhaupt mit unseren Grundrechten vereinbar ist. Und da unser Grundgesetz just heute 69 Jahre alt wird, stelle ich das mal in den Raum:

Artikel 5 Grundgesetz:

Absatz 1: Jeder hat das Recht, seien Meinung in Wort, Schrift und Bild zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterichten(…)

In diesem Absatz verbergen sich die Meinungs- und die Informationsfreiheit. Beide sehe ich eingeschränkt – dazu muss man wissen, dass ein Eingriff in Grundrechte dadurch gekennzeichnet ist, dass der Staat die Inanspruchnahme unterbindet oder aber erheblich erschwert:

  • Wenn jetzt auf Grund von Richtlinien der EU so hohe Anforderungen (Verschlüsselung, genaue Kentnisse über die Technik von Software, Computern und Netzen, “Datenverarbetitungsverträge”) an die Bürgerinnen und Bürger gestellt werden, dass diese ihre im Grundgesetz verbrieften Rechte auf Meinungsäußerung (im Internet) nur noch stark eingeschränkt vornehmen können, nämlich z. B. auf Plattformen wie Facebook, dann aber nicht frei, sondern unter deren “Herrschaft” und Richtlinien?
  • Wenn ich mich nur noch an Stellen informieren kann, die sich DSGVO-Konform verhalten, diese Stellen aber vorgeben, was bei ihnen wie gepostet werden kann und darf (Soziale Netzwerke vor allem), kann ich mich dann noch “ungehindert” bei “allgemein zugänglichen Quellen” unterrichten? Was ist, wenn die DSGVO, wie einige Munkeln, ein “Ende” der Kostenlos-Kultur im Internet einläutet und aus freien Quellen dann kostenpflichtige (Paywall) Quellen werden?

 

 

Das Schlimme ist aber, dass vor allem die Politik in Berlin mit den Schultern zuckt und sagt, dass die Rechtsprechung die Regelungslücken und offenen Fragen schon beantworten wird. Und jetzt ratet mal auf wessen Kosten?

Richtig, richtig schlimm wird es, wenn man berücksichtigt, dass der Artikel 85 DSGVO genau diese Probleme mit den Grundrechten antizipiert hat:

„durch Rechtsvorschriften das Recht auf den Schutz personenbezogener Daten mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung und Informationsfreiheit, einschließlich der Verarbeitung zu journalistischen Zwecken und zu wissenschaftlichen, künstlerischen oder literarischen Zwecken, in Einklang zu bringen.“

What the Fuck, möchte man rufen. Da muss ja fast böse Absicht unterstellen, dass gerade die Datenschutzvorreiternation Deutschland (was ich übrigens sehr gut finde) sich hier einen solchen riesen Schnitzer erlaubt und genau diese Abwägungen nicht durchführt. Sondern ein Rechtsvakuum billigend in Kauf nimmt, dass geeignet ist, Menschen um die Grundlage ihres Lebensunterhaltes zu bringen – und eben auch die Meinungs- und Informationsfreiheit massiv beschneidet.

Dabei war die Idee, den Menschen mehr Kontrolle über ihre Daten zu geben, eine gute Idee. Aber die Umsetzung scheint mir… stark verbesserungswürdig.

Und wer  Langeweile hat: Hier die 88 Seiten DSGVO zum Selberlesen.

Warum man Google und Co nicht trauen darf

Warum man Google und Co nicht trauen darf

Ich kann die Versuchung verstehen, sich in die Hände von Unternehmen wie Google zu begeben. Es ist so schön einfach und auf den ersten Blick umsonst (für Privat) und günstig (für Unternehmen). Und hey, die haben schließlich soooo viel Erfahrung, was soll da schon schief gehen.

Ich rate immer davon ab. Alte Schule halt, erwarte ich das man sich erstens nicht an eine einzige Firma bindet und zweitens, dass man möglichst viel Kontrolle behält. Vorhang auf für ein IT-Unternehmen (sic!), dass unter anderem seine gesamte E-Mail über Google abwickelt:

One of my colleagues requested help and I went to check it out. It turns out that their account was blocked by Google due to ToS violations. Their Google Payments account was blocked as well. I thought this was insane and wondered if it happened to me and everyone else in the building, and surely enough it did. We got banned by Google, all of us.

The afternoon was pandemonium. We were all freaking out, our IT guys were trying to get a hold of Google but couldn’t get in touch with anyone. We could sign into our accounts but not do anything with them. All our work was shared with Google services.

Aber damit nicht genug, wenn Google ein Mal zuschlägt, dann offensichtlich richtig:

Eventually someone realized that their non-work accounts were banned as well. It wasn’t until yesterday that someone made the connection. Anyone who had their accounts as a recovery option were also caught in the ban wave. One of the girls at work was fucking bawling her eyes out since she couldn’t access her e-mail either.

Google hat nicht nur die Firmen-Accounts dicht gemacht, sondern auch alle damit verbundenen privaten Accounts. Hut ab. Aber natürlich kann man bestimmt schnell erfahren, wo das Problem liegt und wie man es löst.

Oder halt auch nicht:

So it’s been two days now and we’ve been chatting over Skype, no one knows what happened and the IT guys are fucking livid along with our supervisor and boss who are pissed that Google isn’t helping us out. Their policy is to not share any information about what caused this and they will not reverse these actions.

Hervorhebung von mir.

Google sagt der Firma und den Menschen nicht nur nicht, warum es überhaupt zu der Sperre kam – sie werden es auch nicht ändern. Das ist die Atombombe unter den IT-Problemen: Damit dürfte ein großer Teil des Wissens und der Kommunikation des Unternehmens verloren sein. Kundendaten und Kundeninformationen, Arbeitsstände, Absprachen und, wenn man Google Pay mit einbezieht,  noch mehr. Ganz abgesehen von dem riesen Problem das auch alle privaten Daten damit futsch sind.

Völlig losgelöst von der Frage ob es rechtens sein kann, dass ein Unternehmen Ankläger, Richter und Henker vereint, ist das ein hervorragendes Beispiel für zwei Weisheiten des Lebens:

1. Vertraue niemals nur einem großen IT-Dienstleister

2. Gib niemals Deine Infrstruktur komplett aus der Hand.

Und weil die Firma hier alles an Google outgesourct hat, hält sich mein Mitleid auch arg in Grenzen. Für alle anderen Menschen und Unternehmen sollte das aber ein Mahnmal in der Größe des Mondes sein.

Hier ist der ganzue Artikel auf Reddit:

TIFU by getting Google to ban our entire company while on the toilet

Die Bedeutung von Facebook (für meine Website)

Die Bedeutung von Facebook (für meine Website)

Im Rahmen der Umbau-Arbeiten habe ich auch mal wieder einen Blick in die Logfiles meines Webhoster geworfen. Dabei ist mir eine Sache ziemlich ins Auge gefallen, nämlich die Bedeutung von Facebook als Klick-Lieferant.

Zunächst hatte ich eine Auswertung für den April auf dem Schirm. Hier war ein “Peak” zu sehen:

Ansonsten schien Facebook aber keine große Rolle zu spielen. Und wenn ich den Zeitraum dann weiter öffne, sieht es nicht anders aus:

Das hätte ich in der Deutlichkeit jetzt nicht erwartet. Sogar meine klitzekleinen Nebenblogs haben deutlich mehr Besucher auf meinen Hauptblog gelenkt, als Facebook.

Die spannende Frage ist jetzt: Wie schaut das bei Euch und Euren Websites & Blogs aus?

(Die AFD-Verbieten-Referrer sind Spam. Guckst Du hier: Klick!)