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Category: Wissenschaft

Wasser. Selbstverständlich.

Wasser. Selbstverständlich.

Dürren, das ist was, das man aus der Wüste kennt. Afrika, das wissen wir, kennt Dürren. Die armen Menschen, die Kilometer weit laufen müssen, um Wasser aus provisorischen Brunnen zu holen oder um ihre Gefäße an einem LKW aufzufüllen. Gut, dass uns das nicht passieren kann. Gut, dass wir im saftigen, grünen Europa leben.

Doof nur, dass das nicht so ist. Natürlich könnten wir das alle wissen. Dazu braucht es nur offene Augen und eine gesunde Skepsis, wenn FDP und CDU Dir erklären wollen, die austrocknenden Bäche wären auf keinen Fall ein Anzeichen für Klimawandel – egal, was die Wissenschaft sagt. In Voerde rede ich mir hier den Mund fusslig. FDP und CDU benehmen sich wie kleine Kinder, halten sich die Augen und Ohren zu und denken „was ich nicht sehe, das gibt es auch nicht“. Vielleicht kann man zumindest über ein Grundwasser-Monitoring wenigstens rechtzeitig vorgewarnt werden.

Ein klitzekleines bisschen so richtig doof wird das nur dann, wenn eine Behörde, die dafür da ist, im Katastrophenfall zu helfen sagt, dass nicht nur das Wasser echt bedrohlich knapp wird – sondern das es auch richtig teuer werden wird:

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mahnt angesichts des Klimawandels, kein Wasser zu verschwenden. (Quelle: Deutschlandfunk)

(…)

»Wir befürchten, dass das Problem noch zunimmt«, sagte Schuster. Darauf müssten sich die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Kommunen einstellen. Um vorzusorgen, stellt das BBK seinen Angaben zufolge in einem Förderprogramm fast 60 Millionen Euro für die Sanierung von Trinkwassernotbrunnen, für Verbundleitungen und die Notstromversorgung der Wasserversorger bereit. (…) »Mindestens ebenso groß« wie das Risiko Wasserknappheit sei angesichts des Klimawandels »die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden und extremen Wetterwechseln«, sagte Schuster. »Auch darauf stellen wir uns ein.« (Quelle: Spiegel)

Mehr Feuer und weniger Wasser. Der heiß-feuchte Traum von Pyromanen.

Aber vielleicht könnten dann jetzt endlich mal alle Parteien sich darauf verständigen, dass die Frage NICHT ist ob Klimawandel. Sondern wie viel, wie schnell, wie dramatisch. Hoffnung habe ich da allerdings wenig:

Corona, Grippe, Masken: Why not?

Corona, Grippe, Masken: Why not?

Corona ist unzweifelhaft eine erhebliche Belastung für die ganze Welt und hat massiven Einfluss auf die Gesellschaft. Das geht weit über die kranken und verstorbenen Menschen hinaus und wird uns im Verkehr und in der Arbeitswelt noch lange beschäftigen.

Aber wenn wir mal die positiven Lehren aus Corona ziehen wollen: AHA, also Abstand, Hygiene und Alltagsmaske funktioniert. Nicht nur bei der Eindämmung von Covid-19, sondern eben auch bei anderen ansteckenden Krankheiten. So ist zum Beispiel die jährliche Grippewelle mit üblicherweise vielen Toten schlicht ausgefallen:

Mit bisher nur 519 im Labor bestätigten Fällen geht die wohl schwächste Grippe-Saison seit Jahrzehnten in Deutschland dem Ende entgegen. Für die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut (RKI) sind mit diesen geringen Fallzahlen nicht einmal die Kriterien für den Beginn einer Grippewelle erfüllt worden, sagte eine RKI-Sprecherin: „Es hat in dieser Saison überhaupt keine Grippewelle gegeben.“

Quelle: Tagesschau

Und auch die offensichtliche Notwendigkeit von Impfungen scheint bei einem Großteil der Menschen angekommen zu sein. Aus der gleichen Quelle:

Das Interesse an der Grippe-Schutzimpfung war insbesondere zu Beginn der ersten und zweiten Corona-Welle größer als normalerweise. Von März bis Dezember 2020 sind nach Daten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) rund 3,5 Millionen mehr solcher Impfungen vorgenommen worden als im Vorjahreszeitraum.

Was ich aber hier diskutieren möchte, ist die Frage ob wir wirklich in Zukunft auf Masken, Abstand und Hygiene verzichten wollen. Die Frage klingt erst mal trivial: Ja, wir sollten mehr auf Hygiene achten und nein, wir wollen keine Masken.

Obwohl: Wollen wir das wirklich nicht?

Wenn ich mir andere Länder anschaue, wie z. B. Japan, ist es in deren Kulturen oft selbstverständlich eine Maske zu tragen, wenn man sich krank fühlt. Und warum sollten wir das nicht machen? Und wenn wir davon ausgehen, dass wir ja auch unbemerkt krank sein können, andere aber schützen wollen:

Warum denken wir nicht über eine Maskenpflicht bei Arzt- und Krankenhausbesuchen nach?

Denn mal ohne Witz: Bei vielen Ärzten sitzt man mit keuchenden und hustenden Menschen in einem nicht gut gelüfteten (ist ja kalt 😉 ) Raum zusammen und kann sich mit allem möglichen Anstecken, dass man noch gar nicht hat. Oder man steckt andere an, wenn man z. B. als Besucher ins Krankenhaus geht.

Ich finde, wir sollten also darüber nachdenken, ob wir nicht ohne Zwang und aus reiner Klugheit die Masken nicht nach Corona weg werfen, sondern gelegentlich nutzen. Und ob wir nicht doch eine Pflicht aufrecht erhalten, Masken überall dort zu tragen, wo der Schutz anderer Menschen besonders wichtig ist.

 

 

Der intergalaktische Highway?

Der intergalaktische Highway?

Vermutlich bin ich nicht der einzige Mensch, der erwartet hat, dass nach dem Jahr 2000 die Zukunft beginnt: Saubere Energie, Umweltschutz, Demokratie und die Eroberung des Alls. Wenn wir erst mal Kriege, Öl und Kohle hinter uns gelassen, den letzten Despoten aus dem Amt gejagt und…. Covid, Trump, Querdenker. Ja danke auch.

In dem Buch „Per Anhalter durchs All von dem auf Ewig unvergessenen Douglas Adams,  muss die Erde leider einer intergalaktischen Autobahn weichen und wird dafür der Einfachheit halber gesprengt. Ist auch eine Lösung. Und so verrückt – verspielt die Idee einer „Autobahn durch das All“ auch klingt:

Sie scheint real.

Auf „Sciencealert“ wurde ein super spannender Beitrag publiziert:

Astronomers Just Found Cosmic ‚Superhighways‘ For Fast Travel Through The Solar System

Das bedeutet jetzt nicht, dass man wie beim Beamen praktisch sofort von A nach B kommt. Aber die Zeitverkürzung scheint extrem zu sein:

„This network can transport objects from Jupiter to Neptune in a matter of decades, rather than the much longer timescales, on the order of hundreds of thousands to millions of years, normally found in the Solar System.“

Wenn es möglich wäre, und der Artikel impliziert das theoretisch, diese „Highways“ durch das All zu nutzen, könnte ferne Objekte damit plötzlich während der Lebensspanne eines Menschen zu erreichen sein – was Ideen wie „Einfrieren und wieder aufwachen“ oder „Mehr-Generationen-Raumschiffe“ zwar nicht obsolet macht – aber eben nicht mehr zu einem zwingenden Erfordernis für die ersten Schritte in die Tiefen des Weltalls.

Und jetzt stellen wir uns nur mal ganz kurz vor, wir würden all das Geld, dass wir für Kriege ausgeben, für Bildung, Forschung und Wissenschaft ausgeben. Und die Menschheit könnte vereint ihr Wissen mehren, mit dem Ziel, aus dem dem erdgebundenen Wesen eine intergalaktische Rasse von Reisenden zu machen….

Wäre das nicht episch?

 

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Gott sei Dank gibt es keinen Klimawandel!

Gott sei Dank gibt es keinen Klimawandel!

Ich bin ja so froh, wenn ich ehrlich bin!

Eine Weile nahm ich ja an, dass es einen vom Menschen beschleunigten Klimawandel gibt, der mit Dürren und Wetterkatastrophen einhergeht, der uns Millionen Menschenleben und Unsummen an Geld kosten wird – sofern wir ihn überhaupt überleben. Und als dann dieses Jahr wieder so trocken war, dachte ich: mei, mei, mei, das geht schief. Gott sei Dank war die Dürre ja eigentlich  keine Dürre und die CDU und FDP in Voerde sind ja stetig bemüht, mich von dem Hinrgespinst eines Klimawandels zu befreien.

Und ich bin so dankbar dafür!

Denn deswegen kann ich heute ja mit Fug und Recht sagen, dass es FAKE NEWS sind, wenn der WDR schreibt, es wäre viel zu warm und trocken.

Nach dem sonnenarmen und feuchten Oktober – der dennoch wärmer war als im langjährigen Mittel – hat sich die Serie der trockenen und warmen Monate auch im November fortgesetzt. Der diesjährige war wärmer, sonniger und erheblich trockener als sonst.

Oder wenn der WDR schriebt, dass die Pegel der Talsperren (vermutlich wie auch die Grundwasserpegel) viel zu niedrig sind:

Weil auch während des Sommers extrem wenig Regen runtergekommen ist, sinken zum Beispiel auch die Pegel vieler Talsperren. Etwa an der Möhnetalsperre oder der Ennepetalsperre, laut dem Ruhrverband sind sie momentan nicht einmal zur Hälfte gefüllt.

Stellt Euch mal vor, das wäre wahr. Am Ende würde sogar bei uns ein Kampf ums Wasser ausbrechen. Und sowas gehört doch maximal nach Afrika oder so. Aber doch nicht nach Mitteleuropa! Deswegen ist natürlich auch der Artikel der Welt FAKE NEWS, der so was impliziert.

Bislang sind sich Wasserversorger und Mineralbrunnen unter der Erde nicht in die Quere gekommen. Doch das könnte sich jetzt ändern. Wegen der Dürrejahre fordern Wasserversorger weitreichende gesetzliche Vollmachten. Die Gegenseite spricht von einem Ressourcenklau.

Aber wie gesagt, dank der liberal-konservativen Kämpfer für ein besseres Morgen weiß ich ja, dass das alles Panikmache ist, um ein paar linksgrünversifften Anhängern von Fridays for Future zu gefallen. Denn kein Politiker, der seinen Job als Diener des Volkes ernst nimmt, würde ja wissentlich die Menschen in eine Katastrophe rennen lassen.

In sofern: Shame on you, Mainstrem-Presse!

Danke 2020. Sonst noch was?

Danke 2020. Sonst noch was?

Ehrlich, immer wen man denkt, 2020 könne nicht absurder werden, wird es das.

Da entdeckt die Wissenschaft auf dem Titan ein neues Molekül:

„In fact, it’s so rare that it has never before been detected in an atmosphere, in the Solar System or elsewhere. The only other place it can remain stable is the cold void of interstellar space. But it may be a building block for more complex organic molecules that could one day lead to life.“

 

Kommt Euch das bekannt vor? Ich sag nur „Protomolekül“….

 

Das Klima, der Wandel. Die Wahrheit, die Gefühlte.

Das Klima, der Wandel. Die Wahrheit, die Gefühlte.

Das Problem mit gefühlter Wahrheit ist ja oft, dass es eben keine echte, beweisbare Wahrheit ist. Manchmal ist das Problem aber auch, dass die gefühlte Wahrheit dann doch die beweisbare Wahrheit ist.

Das ist eine bittere Erkenntnis für all die Menschen Land auf und Land ab (Grüße auch an den „Ich seh kein CO2“-Fraktionsvorsitzenden der CDU Voerde und die „das ist der Bergbau!“-FDP Voerde), die immer noch nicht bereit sind, die dramatischen Änderungen des Klimas mit unserem Handeln übereins zu bringen,

Ja, auch ich weiß, dass das Weltklima sich stetig wandelt. Aber inzwischen sollte sich überall rumgesprochen haben, dass die Geschwindigkeit, mit der sich das Klima wandelt, eben nicht ein normales, natürliches Phänomen ist.

Und das es viele Leben und Unmengen an Geld kosten wird, wenn wir nicht endlich und nachhaltig umsteuern. 

Klar, jetzt kann man sagen: „Ja ja, da bist Du ja schön der Fridays-for-Future“-Argumentation auf den Leim gegangen. Schwierig wird so eine „Argumentation“, wenn man sich ansieht, dass jetzt die Bundesregierung und der Spiegel – beide nicht unbedingt linksgrüne Propaganda-Quellen, sich sehr ausführlich dem Thema widmen.

So schreibt der Spiegel:

Die Folgen der globalen Erderwärmung werden in Deutschland schon heute immer spürbarer: Zu diesem Ergebnis kommt der zweite Klima-Monitoringbericht der Bundesregierung. Demnach hat sich die mittlere Lufttemperatur in Deutschland von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad erhöht. Allein in den vergangenen fünf Jahren stieg diese um 0,3 Grad an.

und zu den Folgen:

  • Erstmals führt der Bericht hitzebedingte Todesfälle in Deutschland auf. Demnach sind im Jahr 2003 rund 7500 Menschen mehr gestorben, als ohne Hitzeperiode zu erwarten gewesen wäre. (…)

  • Langanhaltende Trockenheit habe in den vergangenen zehn Jahren immer häufiger zu niedrigen Grundwasserständen geführt. Einige Gemeinden hatten deshalb Probleme bei der Trinkwasserversorgung. (…)

  • Niedrige Wasserstände in Flüssen beeinträchtigen nicht nur das Ökosystem, sondern auch die Wirtschaft, weil nur noch eingeschränkt Schiffe fahren können. Zudem sei die Versorgung von Kraftwerken und Industrie mit Kühlwasser gefährdet.

  • Das verfügbare Wasser in landwirtschaftlich genutzten Böden hat in den vergangenen 50 Jahren deutlich abgenommen. Im Jahr 2018 verursachten Hitze und Trockenheit in der Landwirtschaft Schäden in Höhe von 700 Millionen Euro.

Da stellt sich mir ernsthaft die Frage, warum ich über Maßnahmen wir kommunale Klimanotstände überhaupt noch diskutieren muss. Und wie Menschen (und darunter auch Politiker) weiterhin mit Händen vor den Augen und Ohren durch die Gegend laufen können und eine „einfach weiter so“-Mentalität verbreiten.

Was genau muss passieren, damit auch der letzte Klimawandelskeptiker oder -leugner begreift, das wir auf eine vermeidbare (oder zumindest in den Auswirkungen reduzierbare) Katastrophe zusteuern? Muss es erst zu Panikkäufen in Supermärkten kommen, wenn plötzlich dann doch mal die Talsperren leer sind und die Brunnen nix mehr fördern? Wollen wir wirklich warten, bis wir sagen müssen:

„Ja, JETZT können wir da auch nix mehr machen!“?

 

Jurassic Mosquito

Jurassic Mosquito

Erinnert Ihr Euch noch an den ersten Jurassic Park – Film? An die Szene an der ein Forscher feststellt, dass die nicht fortpflanzungsfähigen Dinos sich dann doch fortpflanzen können?

Nun, es wird Euch nicht überraschen, dass das Leben in der Tat einen Weg findet. Bei Dinos wie bei Mücken:

Eigentlich sollten die Nachkommen gentechnisch veränderter Gelbfiebermücken nicht überlebensfähig sein – doch einige lebten trotzdem weiter. Jetzt breiten sich ihre Nachkommen in einer brasilianischen Ortschaft aus.

Quelle: Tagesschau

Das passiert halt, wenn man „Gott“ spielen will. Erinnert frappierend an die Nummer mit den Rindern vorige Tage:

Doch dann sahen sich die Wissenschaftler der US-Zulassungsbehörde die Genomsequenz eines der gentechnisch veränderten Bullen namens Buri genauer an und entdeckten darin bakterielle DNA. Darunter war auch ein hochproblematisches Gen, das Antibiotikaresistenz verleiht. Diese „unbeabsichtigte“ Ergänzung erfolgte nach Angaben der Regierung eindeutig während des Geneditierungsprozesses.(…)

„Es war nicht zu erwarten, und wir haben nicht danach gesucht“, sagt Tad Sontesgard, Geschäftsführer der Recombinetics-Tochterfirma Acceligen, der die Tiere gehören. Er gibt zu, dass eine umfangreichere Prüfung nötig gewesen wäre.

Prüfungen kosten Zeit und Zeit ist Geld und wir gucken einfach mal, vielleicht geht es ja gut.

Spoiler: Geht es nicht. Nie.