Das Gute und das Schlechte…

Das Gute und das Schlechte…

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A40 beim Ruhrstillleben 2010
A40 beim Ruhrstillleben 2010

Erinnert Ihr Euch noch an das Ruhrstillleben 2010?

Damals war unter anderem die A40 für PKW gesperrt und für Radfahrer und Fußgänger frei gegeben. Daran muss ich diese Tage oft denken.

Ich denke dann, wie schlimm Corona unsere Gesellschaft beutelt. All die schwer kranken Menschen, all die Menschen die Sterben – selbst wenn es „nur“ 5% aller Erkrankten sind.

All die Menschen die Ihren Job verlieren, weil die Firmen dicht machen. All die Probleme für die Kommunen, die Länder und den Bund, weil die Steuereinnahmen weg brechen werden, aber mehr denn je staatliche Ausgaben notwendig sind.

Und dann denke ich daran, wie still die Stadt geworden ist. Wie wenig Menschen mit dem Auto fahren. Das plötzlich große Mengen an Office-Workern doch zu Hause arbeiten können und die Stau-Nachrichten im Radio wegfallen. Wie schnell die Luft besser, das Wasser sauberer wird. Wie viele Menschen nicht in Urlaub fliegen, sondern mit ihren Liebsten spazieren gehen. Wie viele Familien gemeinsame Spielabende statt Corona-Sondersendungen für sich entdecken.

Ich hoffe, dass Corona bald ein Gespenst der Vergangenheit ist. Das es Medikamente und schnell eine Impfung gibt.

Und ich hoffe, dass wir als Gesellschaft trotz allem etwas positives aus der aktuellen Phase ziehen können. Das wir vielleicht etwas länger was davon haben, dass die Welt eine Notbremsung hingelegt hat. Ich hoffe auf Chefs die in großen Mengen Heimarbeit erlauben. Auf Menschen die merken, dass sie ohne Auto mindestens genauso gut klar kommen. Das wir endlich eine richtig geile Fahrrad-Infrastruktur und einen ausgebauten ÖPNV bekommen.

Und das die Menschen auch morgen noch im Wald spazieren gehen. Mit ihren Partnern, mit ihren Kindern.

Und in Ruhe.

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