Die CDU Voerde erklärt sich – und das ist unterhaltsam :-)

Die CDU Voerde erklärt sich – und das ist unterhaltsam :-)

Hach ist das Herrlich!

Bei der Diskussion um die Wahlkreise habe ich auf den offensichtlichen Knackpunkt in Spellen hingewiesen. Erst wurde bestritten, dass es die Rheindörfer „erwischt“ hat, weil man Spellen nicht anfassen wollte. Dann musste der Fraktionsvorsitzende einräumen, dass das wirklich sein Interesse war. Natürlich rein privat.

Jetzt ist die Nummer eine Facette bunter: Die SPD hat mal nachgefragt, wie das denn wäre wenn man die Rheindörfer als einen Wahlbezirk stehen lassen würde. Und wenig überraschend, muss natürlich dann an der Wahlkreiszuteilung Spellen Hand angelegt werden. Und was kann man dazu in der NRZ lesen:

Kritik gibt es auch von Seiten der CDU: „Das provoziert doch den nächsten Ärger“, kommentiert deren Fraktionschef Ingo Hülser. Die Wahlbeteiligung und die Zahl der Wahlberechtigten würden bei diesem Vorschlag nicht berücksichtigt. Sollte dieser zur Umsetzung kommen, werde die CDU politisch mit all ihren Möglichkeiten dagegen halten, sagt Hülser.

Irgendwie erwartet man von Politikern ja doch ein bisschen mehr, als ich es hier vom CDU-Fraktionschef erlebe. Denn wenn die CDU wirklich wollen würde, dass der Wahlbezirk Rheindörfer erhalten bleibt, geht das eben nur, wie ich schon mehrfach betont habe, über Anpassungen in Spellen.

Bedauerlich finde ich, dass das Verhalten des CDU-Fraktionschefs die Politikverdrossenheit massiv fördert. Denn genau dieses Lobby-Denken ist es doch, das die Menschen einfach satt haben.

Oh und wo wir gerade beim Thema sind: Der Fraktionsvorsitzende der CDU scheint keine große Meinung von den Mitgliedern seiner Fraktion zu haben. Erinnert Ihr Euch, dass ich hinterfragt habe wie es sein kann, dass die Mitglieder der CDU mal wieder von Nichts wußten und diesmal ging es um die Stromnetze?

Die Erklärung dafür ist so einleuchtend wie simpel: Der Chef der Fraktion traut seiner Fraktion nicht zu, das Thema intellektuell zu erfassen. Denn jetzt räumt er zwar ein, dass es tatsächlich Veranstaltungen zu dem Thema gegeben hat. Aber, so steht es in der NRZ vom 23.02.2019:

Er sieht den Verwaltungschef ungeachtet dessen, dass es zwei Veranstaltungen zum Thema Stromnetzgeschäft auch unter Beteiligung von Vertretern der CDU – darunter er selbst – gegeben hat, in der Pflicht, die gesamte Fraktion darüber zu informieren, damit diese eine Entscheidung treffen kann. Das Thema sei zu komplex und zu schwierig, als dass er die Informationen aus den Veranstaltungen an seine Fraktion entsprechend weiter kommunizieren könne, erklärt Hülser.

Wenn da nicht steht, dass Ingo Hülser die Inhalte der Veranstaltungen nicht verstanden hat, dann steht da, dass er glaubt, dass seine Fraktionsmitglieder sie nicht verstehen. Wäre ich Mitglied der Fraktion der CDU, ich würde so langsam aber sicher anfangen, meinen Chef mal kritisch zu hinterfragen.

Die Historie – oder auch: Was bisher geschah:

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