Die Hungrigen und die Satten

Die Hungrigen und die Satten

Anfang 2013 (so lang ist das schon her???) habe ich „Er ist wieder da von Timur Vermes gelesen – und war begeistert. In sofern war es nur eine Frage der Zeit, bis sein aktuelles Buch seinen Weg zu mir findet. Und die letzten Tage war es so weit.

Die Hungrigen und die Satten

Und was soll ich sagen?

Der Einstieg in das Buch ist holprig und macht erst mal keinen Sinn. Dann aber passiert etwas, dass mir sehr selten bei Büchern passiert: Von Stunde zu Stunde, Seite zu Seite und Kapitel zu Kapitel wird das Buch spannender, fesselnder.

Es ist eine chaotische Achterbahnfahrt der Gefühle, die man als Leser durchmacht und lange bleibt unklar, wie die Geschichte wohl ausfgehen mag. Zumal Timur Vermes immer wieder eine gewisse unterhaltsame Komik aus Situationen einfließen läst.

Eine Komik, die im Laufe der Geschichte einer Beklemmung weicht.

Eine seichte, lockere Geschichte, die immer dramatischer wird.

Und am Ende… ich will nichts über das Ende verraten, aber es ist…. gewaltig. Emotional so verstörend, so unerwartet, so hart, dass man sich fragt, wie man das Buch am Anfang überhaupt als „leichte Kost“ einsortieren konnte.

Die Geschichte ist eine messerscharfe Kritik an Gesellschaft, Politik und Medien. Das Wiedersehen mit alten Bekannten ist eine nette Nummer, die Tatsache, dass ich auch nach dem zweiten Buch von Timur Vermes völlig baff bin, ist aber der eigentliche Hammer.

Sah man sich am Ende von „Er ist wieder da“ mit der äußerst unangenehmen Frage konfrontiert, ob man Hitler mögen darf, so sitzt man am Ende von „Die Hungrigen und die Satten“ da und hofft, dass das alles nur eine Geschichte ist. Die niemals Realititä werden kann.

Allein…. ist sie das nicht längst?

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