DUH: How not to E-Mail me

DUH: How not to E-Mail me

Ich habe heute bei der Deutschen Umwelthilfe an einer Umfrage zum Verbrenner-Aus teilgenommen. Soweit, so normal. Die Umfrage setzt die Angabe einer E-Mail-Adresse voraus und will die auch überprüfen. Auch soweit völlig normal.

Die Mail, die ich dann bekommen habe, zeigt mir aber, dass viele Unternehmen E-Mail völlig falsch verstehen, kaputt machen und selbst schuld sind, wenn ihre Mails nicht mehr durch die Spam-Filter dringen. Das möchte ich gerne am Beispiel der DUH-Mail mal aufzeigen. Hier ist die Mail, wie sie in meinem Mailprogramm auf dem Handy aussah:

E-Mail der DUH zur Bestätigung meiner E-Mail-Adresse
E-Mail der DUH zur Bestätigung meiner E-Mail-Adresse

Hier ist auf Grund der vielen Pixel gut zu lesen, wenn Ihr sie auf 100% aufklickt. Aber stellt sie Euch einfach auf dem Handy vor.

Was sehen wir:

1) Wir sehen Inhalte, die von externen Servern nachgeladen werden sollen. Das verschwendet nicht nur Energie (z. B. für das Bannerbild), sondern dient auch als „Lesebestätigung“. Denn mein Endgerät greift auf Server zu und dort kann der Zugriff der Mail zugeordnet werden. Es gibt keinen Grund, Inhalte nachladbar zu gestalten und zum Tracking zu verwenden. Das ist weder Ressourcenschonend noch Datensparsam. Zumal das „Bestätigen“ der Adresse auch Lesebestätigung wäre.

2) HTML: Es gibt ekeinen Grund in einer solchen Mail intensiv HTML zu verwenden. Insbesondere als das die Bestätigen-Schaltfläche ohnehin nutzlos ist: Jeder der sich halbwegs sicher im Internet bewegen will, würde keinen Button anklicken, dessen dahinterliegenden Link er nicht erkennen kann. Also reicht die Angabe des URL im Klartext. Daran wie hässlich der ist, kann man arbeiten. Plain-Text hätte also vollkommen genügt und die E-Mail wäre nur einen Bruchteil so groß gewesen, insbesondere wenn man noch Punkt 1 berücksichtigt.

Insgesamt ist diese Mail ein Musterbeispiel dafür, warum ich Mail immer weniger benutze. Der Versuch, sie mit bunten Schaltflächen und Bildern zu missbrauchen hat inzwischen ein Ausmaß angenommen, dass einfach unangenehm ist.

 

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