Mortal Engines

Mortal Engines

 

Als ich den Trailer von Mortal Engines gesehen habe, dachte ich: wow, das kann was.

Und da Wochenende Kinozeit ist, war ich gestern Abend im Kino und habe mir den Film angesehen. Für sportliche 15,20€ Eintritt im UCI (gut, ich hab ja die Unlimited-Card, aber trotzdem…)

Das Setting im über den öden Planeten rasenden London bietet viel Potential. Was ist die Geschichte der Raubstädte, wie sind ihre Kasten entstanden, was ist mit der Welt geschehen und so weiter. Da ist es gut, dass der Film genau gar nichts davon nutzt.

Statt dessen spielen völlig farblose Charaktere eine so hirnlose Geschichte, dass einem bei den Dialogen das Hirn zu den Ohren raus blutet. Die Bilder selbst können auch nicht mit dem mithalten, was man von Peter Jacksons Herr der Ringe-Filme gewohnt war. Dafür konnten aber offensichtlich Spielorte wiederverwendet werden.  Vergleicht mal das hier mit dem hier.

Überhaupt hat der Film nichts, aber auch gar nichts eigenes. Es ist eine völlig verkorkste Mischung aus Herrn der Ringe und Star Wars zu Lande, mit einer Prise Prince of Persia geworden. Da macht es das offene Ende nur noch schlimmer, denn es droht ein zweiter Teil. Und dann trauen die sich wirklich noch die Finale Szenen des Death Star nachzudrehen. Mit zerstörten Schützenztürmen, Flug durch den vertikalen Schacht und finalem Abschuss des „Herzens von London“. Das ist…. dermaßen peinlich.

Und ich will gar nicht erst von den gutmütigen Mönchen im Paradies anfangen. Oder den Anleihen an die Serie „Into the Badlands“ oder ach ich weiß es nicht. Der Film ist schlicht eine Beleidung des Publikums. Und keinen Cent wert!

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