Spaß am Gerät: Wie man seine Kunden in den Wahnsinn treibt….

Spaß am Gerät: Wie man seine Kunden in den Wahnsinn treibt….

Das Banken möglichst viel ins Internet verlagern ist klar. Weniger Mitarbeiter kosten weniger Geld. Das man dabei aber die Prozesse bis zu Ende denken sollte, ist wohl nicht jedem klar.

Aktuelles Beispiel:

Ich habe ein Konto bei einer Bank, bei der ich nur ganz selten (1 Mal im Jahr) vorbei schaue. Dummerweise stellte die Bank zwischen dem letzten und dem heutigen Besuch die Kennwortanforderungen um –  mein Kennwort funktioniert nicht mehr.

Na gut. Ein neues Kennwort kann man per Mail anfordern und erhält es in Klartext(!) per Mail. Naja…. das Kennwort alleine hilft ja nicht, der potentielle Bösewicht, der meine Mails liest, müsste ja auch die Kontonummer kennen.

Aber der eigentliche Spass fängt jetzt erst an:

Nach der Eingabe des neuen Passwortes muss ich ein neues, eigenes Passwort vergeben. Also eingetragen und auf OK geklickt und „bitte geben Sie eine TAN ein“. Oh…. Tan? Hmmm… ah hier: Für die Tan installieren Sie bitte folgende App.

App installiert.

„Um diese App zu nutzen, melden Sie sich  bitte auf url$ an und scannen Sie den Barcode.“

Website aufgerufen. „Bitte legen Sie ein neues Kennwort fest!“ … „Bitte geben Sie eine TAN ein!“….

Ähhh… um an den Code zu kommen, den ich für die Tan-App brauche um ein neues Kennwort einzurichten, muss ich ein neues Kennwort einrichten, für das ich die Tan-App brauche, die ich nicht benutzen kann, weil ich kein neues Kennwort einrichten kann um die Tan-App zu benutzen.

Das ist…. genial.

Und jetzt ratet mal, wessen Telefonhotline einem nach der Eingabe der Kontonummer mit dem Hinweis auf „derzeit erreichen uns ungewöhnlich viele Anfragen“ aus der Warteschleife wirft.

Und jetzt ratet mal, welche Bank einen Kunden weniger haben wird.

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