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Schlagwort: Bücher 2018

Erhebung

Erhebung

Es gibt Naturgesetze, gegen die kommt niemand an. Eines dieser Naturgesetze lautet: Gibt es ein Buch von Stephen King, werde ich es lesen. So steht es geschrieben und so muss es sein. Wie ich auch mit einem kleinen Ausschnitt meiner Bücherregale (und das sind nicht alle King-Bücher, die ich besitze!) belegen kann. Aber gut, es soll ja nicht um mich gehen, sondern um „Elevation“, bzw….

Erhebung – Stephen King

 

Und was soll ich sagen? Das ist eines dieser King-Bücher, von denen die Leute nicht glauben würden, dass es Stephen King ist. Verbindet man den Namen doch mit Monstern („ES“) und purem Horror. Dabei wird oft übersehen, dass er auch sehr feine Kurzgeschichten schreibt, bzw. kürzere Geschichten und vor allem auch solche, die gar keinen Horror brauchen. Obwohl….

Die Titel gebende erste Geschichte ist keine Horror-Geschichte und trotzdem lässt sie einen mit einem beklemmenden Gefühl zurück. Was wäre, wenn ich in der Position des Protagonisten wäre? Würde ich auch so mit der Situation umgehen? Oder würde ich ausrasten, durchdrehen, verrückt werden?

Die zweite Geschichte in dem Buch ist dann das, was Kings Spezialität ist: Es ist eine Geschichte, die erzählt werden will und erzählt wird. Und die einen Umfängt wie feines Garn… man taucht in sie ein und ist unzufrieden, wenn sie zu Ende ist. Wobei das Ende durchaus zufriedenstellend ist, denn was hätte noch kommen können oder sollen?

Wer Lust auf gutes Story-Telling hat oder ein tolles Weihnachtsgeschenk sucht, sollte sich „Erhebung“ ansehen. Es ist ein gutes Buch – für fast alle Menschen. Und nicht nur für solche, die sich selbst als Fans des „Meister des Horrors“ bezeichnen.

Jenseits der Zeit

Jenseits der Zeit

Nachdem ich „Die Drei Sonnen“ und „Der Dunkle Wald“ von Cixin Liu gelesen hatte, war jetzt das Finale der Trilogie dran:

Jenseits der Zeit – Die Trisolaris-Trilogie Band 3

Das Buch ist der 800 Seiten(!) lange Abschluss einer Serie, die anders ist, als alles, was ich bisher gelesen habe. Was nicht nur am epischen Umfang der Bücher liegt.

Als ich angefangen habe, die Geschichte zu lesen, dachte ich es würde ein „normales“ Stroyboard sein, dass einen finalen Endkampf hinaus läuft. Wie sehr kann man sich täuschen. Tatsächlich gerät man in einen Sog, der einen immer weiter hinein in ein philosophisches Meisterstück hinein zieht. In dem Fragen diskutiert werden, die sich fast jeder mal stellt: Wo kommen wir her, wo kommt das Universum her, wo geht es hin, was wird mit dem Universum passieren und gibt es außerirdisches Leben?

Dabei hat man nie das Gefühl, dass der Autor völlig abhebt (na gut, beim Curvature Drive vielleicht…) und dennoch über große Zeitsprünge das Leben eines Universums abzubilden mag, dass genau so existieren könnte – oder eben auch nicht. Cixin Liu gelingt es, fehlendes Wissen über die Zukunft mit Möglichkeiten zu füllen, die genau so realistisch wie unrealistisch sind. Dabei geht es letztlich dann aber um eine zentrale Frage: Was ist der Mensch.

Das es eine einzelne Protagonistin gibt, die über die Jahre, Jahrhunderte, Jahrtausende und Jahrmillionen das Geschick der Welt bestimmt, sei der Geschichte geschuldet. Das braucht es, um einen roten Faden zu haben. Das ändert aber nichts daran, dass die finale Eskalation so genau das ist, was man absolut nicht erwartet hat.

Wer SciFi mag, wer gerne komplexe Welten im Kopf erschafft und wer sich fragt wo wir her kommen und wo wir hin gehen, für den ist die Trisolaris-Trilogie ein absolutes Muss.

Phase Null – Die Auserwählten

Phase Null – Die Auserwählten

Vor einer ganzen Weile habe ich die Maze-Runner Trilogie von James Dashner gelesen und fand sie ganz nett. Vor allem das erste Buch hatte ein paar witzige neue Ideen, wie ich fand. Ducht Zufall habe ich jetzt beim Stöbern „Maze Runner Phase Null – Die Auserwählten geunden und mal einfach bestellt.

Das Problem ist – wie so oft – das gut gedacht nicht auch gut gemacht ist. Und so krankt Phase Null von Seite 1 an daran, dass es an interessanten Ideen mangelt. Die Zusammensetzung der Figuren scheint wie nach einem Würfelspiel und die Charaktere sind so blass wie lieblos.

Das gesamte Setting des Buchs will einfach keinen Sinn ergeben, egal wie man es dreht und wendet und das einzig Gute ist die Tatsache, dass es tatsächlich da endet, wo Maze Runner beginnt.

Es scheint so, als habe man dem Autor ein großes Bündel Geldscheine hingeworfen, damit er den Lesern noch einen weiteren Teil der Geschichte liefert. Und als hätte der Autor erst danach festgestellt, dass er keinen Ideen mehr hat.

Was also tun? Ganz klar, hier und da Elemente zusammenfügen, die man in Filmen und Büchern gefunden hat und daraus eine Story basteln. Dabei nach Möglichkeit keine Antworten auf Ungereimtheiten geben und hoffen, dass es dem Leser schon nicht auffällt.

Tut es leider doch. Und während ich die Maze-Runner Trilogie gerne empfehler, kann ich zu Phase Null nur sagen: Finger weg.

 

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The Four: Die geheime DNA von Amazon, Apple, Facebook und Google

The Four: Die geheime DNA von Amazon, Apple, Facebook und Google

Nachdem ich die letzten Tage eher kein gutes Händchen bei der Auswahl meiner Bücher hatte: Hier ist mal ein richtig gutes Buch!

Das Buch „The Four – die geheime DNA von Amazon, Apple, Facebook und Google wurde von Scott Galloway geschrieben. Und selbiger ist Professor an einer amerikanischen Wirtschaftsuni und „nebenbei“ ein durchaus lesesnwerter Autor.

Gekonnt und ohne viel technischen Firlefanz gelingt es ihm, dem Leser nahezubringen wie es die Vier schaffen konnten, so schnell so groß zu werden. Und warum die Mitbewerber überhaupt keine Chance hatten kommen zu sehen, was sie da wie eine Dampfwalze überrollen wird.

Dabei hält er sich mit Zahlen zurück und greift nur auf Daten zurück, wenn diese so groß und absurd werden, dass dem Leser beim Anblick der einfach gehaltenden Diagramme und Zahlen mit vielen Nullen klar wird, mit was für einer Macht wir es zu tun haben.

Macht ist ein gutes Stichwort, denn nebenei erläutert er auch, wie es solche Mega-Konzerne schaffen einer politischen oder gesellschaftlichen Regurlierung zu entkommen.

Um dann am Ende die Frage aufzuwerfen, welches Unternehmen wohl der 5. apokalyptische Reiter sein wird.

Ich war nach dem Lesen tief beeindruckt. Und muss gestehen, dass ich mir vorab überhaupt keine Gedanken darüber gemacht habe, wie umfassend die Marktmacht von Facebook, Google, Amazon und Apple inzwischen ist – und wier stark das mein Leben direkt und indirekt beeinflußt.

Wer einen Wirtschafts-Krimi ohne zu viel Wirtschaftswissenschaften, einen realen Polit-Thriller ohne zu viel Politik und eine Dystopie ohne zu viel Schwarz erleben will, der sollte sich das Buch kaufen. Gerne über den Amazon-Affiliate-Link oben 😉

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Lautloses Duell

Lautloses Duell

Für den Urlaub habe ich ein spannendes Buch gesucht und dabei bin ich auf „Lautloses Duell“ von Jeffery Deaver gestoßen. Der Teaser-Text las sich einfach zu gut:

„Angst und Schrecken breiten sich im Silicon Valley aus. Unter dem Codenamen Phate hackt sich ein Mörder in die Computer seiner zukünftigen Opfer ein. So erfährt er ihre intimsten Geheimnisse und kann sie in eine tödliche Falle locken. Um den Täter endlich zu entlarven, wählt Detective Anderson einen ungewöhnlichen Weg. Er bittet Wyatt Gillette, Computergenie und zurzeit in Haft, um Hilfe. Wyatt bekommt einen Rechner gestellt, als Gegenleistung soll er Phate aufspüren. Ein nervenzerreißendes Duell beginnt …“

Da sind genug Worte drin, die ich brauche um Neugierig zu werden. Ein paar Klicks später war es dann meines.

Und in der Tat, die Geschichte fängt sehr spannend und mit einem sehr ausgeklügelten Mord an. Der Nerd in mir hat schnell festgestellt, dass die Geschichte schon ein bisschen älter ist (erinnert Ihr Euch an ZIP-Disks?), aber das macht ja nix. Dagegen macht schon etwas, dass der Autor genau gar keine Ahnung von Hackern, Hackerkultur und Hacken hat. Das ist echt mühsam.

Muss ich vielleicht drüber hinweg sehen. Wird außer mir ja kaum einer merken. Was allerdings alle merken ist, wie die Story danach rasant an Fahrt verliert. Nicht nur werden die Morde einfallsloser, die Geschichte verrennt sich auch in eine Richtung, in der alle möglichen Menschen sich scheinbar perfekt und bis zur unkenntlichkeit verkleiden können. Es folgt ein Katz- und Maus-Spiel in dem der Mörder den Häschern immer wieder ganz knapp oder dank perfekter Verkleidung oder ganz knapp und in perfekter Verkleidung erwischt.

Das ganze gipfelt dann in einer Grundbösen KI, die in einem kugelsicheren Gehäuse in einem geheimen Raum steht – und einen fetten „Off-Schalter“ an der Wand hat, mit der alles Böse deaktiviert wird. Nicht, dass an dieser Stelle der Bösewicht gefangen wäre.

Ich habe aber an dieser Stelle aufgehört zu lesen. Es wurde mir einfach zu doof. Und so gut der Anfang auch war, ab Mitte des Buches ist die Geschichte nur noch bemüht, immer tiefere Tiefpunkte des Erzählerischen zu erreichen.

Was – insbesondere eben wegen des guten Anfangs – echt schade ist.

 

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Das Café am Rande der Welt: Eine Erzählung über den Sinn des Lebens

Das Café am Rande der Welt: Eine Erzählung über den Sinn des Lebens

Heute nur mal ein kleiner Gastbeitrag. Vor einiger Zeit las ich „Das Café am Rande der Welt- Eine Erzählung über den Sinn des Lebens von John Strelecky, was für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis war.

Inhaltlich geht es hier um den Protagonisten John, einen gestressten Manager, der eines Abends auf das „Café am Rande der Welt“ trifft und mit Fragestellungen bezüglich des Sinns des Lebens konfrontiert wird.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, da ich mir schon hin und wieder Gedanken über den Sinn des Lebens mache, und mir erhoffte, neue Perspektiven und Denkanstöße zu erhalten. Außerdem sieht man es ja momentan überall und bis jetzt habe ich nur Gutes gehört.

Ich habe das Buch an einem Nachmittag verschlungen. Ich muss zugeben, auf den ersten Seiten fragte ich mich schon, wohin das ganze führen soll. Aber dann zog mich dieses Buch in seinen Bann und ließ mich nicht mehr los. Es ist sehr schnell und angenehm zu lesen (gut, hat auch nur 128 Seiten) und die Charaktere sind sehr sympathisch. Das Buch gibt viele Denkanstöße, einige sind eher bekannt, andere waren mir neu. Trotzdem finde ich, dass auch die Bekannten so dargestellt wurden, dass man gerne doch noch einmal darüber nachdenkt.

Fazit:
Ein tolles Buch, welches mich zum Nachdenken angeregt hat. Meiner Meinung nach vermittelt das Buch tolle Botschaften, dass man seine Wünsche, Ziele, Träume nicht aus den Augen verlieren soll, sondern sie sich erfüllen soll.

Klar, dass der zweite Band „Das Wiedersehen im Café am Rande der Welt“ mittlerweile auch schon bei mir eingezogen ist.

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Der Dunkle Wald

Der Dunkle Wald

Vor ein paar Wochen habe ich „Die Drei Sonnen“ von Cixin Liu gelesen und wollte gerne wissen, wie die Geschichte weiter geht. Also habe ich über die letzten Tage die Fortsetzung gelesen:

Der Dunkle Wald – die Trisolaris Trilogie Band 2

Schon wie  im ersten Band verlang der Auto ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Bekommt er die, belohnt er den Leser mit einem sehr spannenden Story-Bogen vom „First Contact“ in Band 1 bis zum „Doomsday Battle“. Wobei ihm ein außergewöhnliches Kunststück gelingt:

Obwohl ich schon viele hundert Bücher gelesen habe, habe ich bis ganz kurz vor dem Ende des Buches absolut keine Ahnung, wie er die Hauptlinie der Geschichte auflösen wird. Im Verlauf der Geschichte wird das Ergebnis angedeutet und vorweg genommen. Tatsächlich eröffnen will es sich aber erst auf den letzten Seiten und ist dann, zumindest für mich, durchaus überraschend.

Oft sind die mittleren Bände ja nur Bindeglieder zwischen Anfang und Ende der Geschichte und gelegentlich wünscht man sich, der Autor hätte sich auf zwei Bände beschränkt. Das ist hier definitiv nicht der Fall. Jede der über 800(!) Seiten ist wohlinvestierte Lesezeit und man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass Buch wäre schnell zu lesen. Dafür ist die Geschichte, die Charaktere und das Setting einfach viel zu komplex.

Wer Geschichten mag, die den Leser mitnehmen auf eine lange und tiefgründige Reise, wer gerne wissen möchte wie zum Teufel es nun am Doomsday aussehen wird und wer das erste Buch geschafft hat, der sollte unbedingt zum Dunklen Wald greifen.

Und in der Tat: Unser Universum ist ein dunkler Wald. Ein sehr dunkler Wald.

The President is Missing

The President is Missing

Für den Urlaub hatte ich mir das hoch angepriesene Buch „The President is Missing“ von Bill Clinton und James Patterson gekauft.

Das Buch hat für ziemlich viel Aufsehen erregt, denn wann plaudert schon mal ein Präsident in einem Roman aus dem Nähkästchen. Und die Geschichte klang auch irgendwie spannend.

Nur… der President isn’t missing.

Im Grunde geht es das ganze Buch lang nur darum, wie gut und toll der Präsident ist, wie gut er seinen Laden im Griff hat, jeden Komplott durchschaut. Wie er mit dem Deutschen Kanzler und Ex-Basketballprofi „Richter“ und BND-Chef „Kohl“ die Welt vor dem Abgrund rettet und quasi nebenbei eine Spionin überführt.

Nicht zu kurz kommen dürfen die beiden Whistleblower aus dem Osten, die es schaffen den Präsidenten aus dem Weißen Haus zu einem Treffen unter 4 Augen zu locken und die Serienmöderin „Bach“, die klassische Musik liebt und schwanger ist.

Ihr meint, das macht keinen Sinn?

Macht es auch nicht. Es sind einfach viele Dinge von denen man heute zu glauben scheint, dass ein guter Roman nicht ohne kann, die hier lieblos zu einer 08/15-Geschichte zusammengekleistert wurden. Quasi das Drehbuch einer Cobra 11  – Folge und ein prima Grund den Fernseher aus dem Haus zu schmeißen.

Übrigens, völlig klar: die Russen waren es. Also eigentlich der muslimische Top-Terrorist. Oder die deutschen Hacker. Oder die Prostituierten. Und die Verräterin war eigentlich keine Verräterin, weil ihr Verrat ja was gutes war und sie nur nicht Vize-Präsidentin wurde. Oder so.

Vergesst das Buch. Kauft es euch nicht. Es ist einfach rausgeworfenes Geld.

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Gang nach Canossa

Gang nach Canossa

Gestern Abend habe ich das Buch „Gang nach Canossa: Ein Mann, ein Ziel, ein Abenteuer von Dennis Gastmann zu Ende gelesen. Angefangen hatte ich das schon vor einer ganzen Weile, als ich es geschenkt bekam und das es dann doch länger unfertig im Regal stand, kann schon stutzig machen.

Ich hatte von dem Autor vorher nix gehört, aber das muss ja nix heissen. Reiseromane lese ich nämlich gerne auch wenn ich nicht weiß, wer da gerade reist. Allerdings musste ich mich an die Erzählweise von Gastmann erst gewöhnen. Was vielleicht daran liegt, dass er den Untertitel, vor allem den Abenteuer-Teil, gerne zu betonen versucht. Leider auch bei Trivialitäten.

Was allerdings von der ersten Seite an klar ist: Das Buch versucht ein besseres „Ich bin dann mal weg von Hape Kerkeling zu sein. Und das ist es nicht. Denn während „Ich bin dann mal Weg – das übrigens auch sehr nett verfilmt wurde – sich durch einen sehr schönen und gar nicht albernen Humor auszeichnet, ist „Gang nach Canossa“ irgendwie… man traut sich kaum es zu sagen, aber es ist so: langweilig.

Beide Autoren versuchen in ihren Büchern zu schildern warum sie sich auf den weiten Weg machen und was der Weg mit ihnen macht. Und während man bei Kerkeling nach dem Lesen das Buch schließt und das Gefühl hat ihn angekommen zu wissen, macht man das Buch von Gastmann zu und ist irgendwie froh, dass es endlich vorbei ist.

Das liegt, denke ich, wirklich daran das Gastmann versucht aus wirklich jeder niedergeschriebenen Begegnung etwas besonderes zu machen. Dabei passiert ihm das, was ihm nicht passieren darf: Er kommt gelegenlich doch arg überheblich, wenn nicht gar arrogant rüber. Darüber hinaus ist schon die schiere Anzahl von „Zufällen“ unglaubwürdig.

Jetzt kann man natürlich fragen, warum ich das Buch zu Ende gelesen habe. Die Antwort ist simpel: Die verbleibende Restmenge an Seiten passte zu dem Glas Wein, dass ich trinken wollte.

Wenn man mich jetzt nach einem Fazit fragen würde, würde ich sagen das ist nicht so einfach. Denn auf der einen Seite hat mir persönlich das Buch nicht wirklich gefallen. Auf der anderen Seite musste es sich aber von Seite 1 an mit einem Buch messen, dass mir sogar als Film recht gut gefiel. Ein solcher Vergleich ist immer unfair.

Eigentlich müsste ich an dieser Stelle also dazu raten, beide Bücher zu lesen und sich ein eigenes Bild zu machen. Und ich glaube, genau das ist auch die beste Idee: lest beide Bücher und macht Euch ein eigenes Bild 🙂

 

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The Outsider

The Outsider

Ich gebe zu, ich bin ein Fan der Geschichten von Stephen King. In sofern bestelle ich jedes Buch von ihm vor, sobald Amazon es mir erlaubt. Und dann freue ich mich immer, wenn die längst vergessene Bestellung eintrudelt.

Aktuell ist es „The Outsider

 

The Outsider knüpft dabei an die Bill Hodges-Trilogie an, ist also mehr Krimi oder Thriller, denn Horror. Natürlich spielen auch „übernatürliche Mächte“ eine Rolle, aber eher am Rande. Denn im Grunde geht es um die Frage, wie ein Mensch an zwei Orten gleichzeitig sein kann. Als „normaler“ Mensch hier, als psychopathischer Mörder da.

King beginnt gerne damit, eine heile Welt am Anfang der Bücher zu zeichnen – darauf verzichtet er hier und das erste Kapitel ist direkt die Faust in die man rein läuft. Und ebenfalls anders als sonst bemüht er sich diesmal, der Geschichte ein vernünftiges Ende zu verpassen. Denn die Enden sind eine Schwäche die er hat.

Im Ergebnis ist The Outsider ein Buch, dass man anfängt und dann so schnell nicht wieder weg legt. Ich habe es mir parallel noch bei Audible gekauft, damit ich auch im Auto weiter „lesen“ konnte. Kein Wunder, dass ich in Rekordzeit fertig war.

Wer gute Krimis liebt und wer, wie ich, Fitzek zu langweilig findet, sollte dem Buch eine Chance geben. Wer King gerne liest eh und auf jeden Fall auch die, die sich auf ein Wiedersehen mit einer alten Bekannten freuen.

Und einer Socke.

Einer gefüllten Socke.

 

 

P.S. Übrigens, erinnert Ihr Euch noch an meine Frage, warum die Deutschen so wenig lesen? Hier noch mal im Bild:

The Outsider, Deutsch: 26,00€

The Outsider, Deutsch, Hardcover, Amazon.de am 23.06.2018 um 13:00
The Outsider, Deutsch, Hardcover, Amazon.de am 23.06.2018 um 13:00

The Outsider, Englisch: 14,99€

The Outsider, Englisch, Hardcover, Amazon.de am 23.06.2018 um 13:00
The Outsider, Englisch, Hardcover, Amazon.de am 23.06.2018 um 13:00

Lernt Englich. Oder lasst uns endlich die Buchpreisbindung kippen.

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