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Schlagwort: Cixin Liu

Jenseits der Zeit

Jenseits der Zeit

Nachdem ich „Die Drei Sonnen“ und „Der Dunkle Wald“ von Cixin Liu gelesen hatte, war jetzt das Finale der Trilogie dran:

Jenseits der Zeit – Die Trisolaris-Trilogie Band 3

Das Buch ist der 800 Seiten(!) lange Abschluss einer Serie, die anders ist, als alles, was ich bisher gelesen habe. Was nicht nur am epischen Umfang der Bücher liegt.

Als ich angefangen habe, die Geschichte zu lesen, dachte ich es würde ein „normales“ Stroyboard sein, dass einen finalen Endkampf hinaus läuft. Wie sehr kann man sich täuschen. Tatsächlich gerät man in einen Sog, der einen immer weiter hinein in ein philosophisches Meisterstück hinein zieht. In dem Fragen diskutiert werden, die sich fast jeder mal stellt: Wo kommen wir her, wo kommt das Universum her, wo geht es hin, was wird mit dem Universum passieren und gibt es außerirdisches Leben?

Dabei hat man nie das Gefühl, dass der Autor völlig abhebt (na gut, beim Curvature Drive vielleicht…) und dennoch über große Zeitsprünge das Leben eines Universums abzubilden mag, dass genau so existieren könnte – oder eben auch nicht. Cixin Liu gelingt es, fehlendes Wissen über die Zukunft mit Möglichkeiten zu füllen, die genau so realistisch wie unrealistisch sind. Dabei geht es letztlich dann aber um eine zentrale Frage: Was ist der Mensch.

Das es eine einzelne Protagonistin gibt, die über die Jahre, Jahrhunderte, Jahrtausende und Jahrmillionen das Geschick der Welt bestimmt, sei der Geschichte geschuldet. Das braucht es, um einen roten Faden zu haben. Das ändert aber nichts daran, dass die finale Eskalation so genau das ist, was man absolut nicht erwartet hat.

Wer SciFi mag, wer gerne komplexe Welten im Kopf erschafft und wer sich fragt wo wir her kommen und wo wir hin gehen, für den ist die Trisolaris-Trilogie ein absolutes Muss.

Der Dunkle Wald

Der Dunkle Wald

Vor ein paar Wochen habe ich „Die Drei Sonnen“ von Cixin Liu gelesen und wollte gerne wissen, wie die Geschichte weiter geht. Also habe ich über die letzten Tage die Fortsetzung gelesen:

Der Dunkle Wald – die Trisolaris Trilogie Band 2

Schon wie  im ersten Band verlang der Auto ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Bekommt er die, belohnt er den Leser mit einem sehr spannenden Story-Bogen vom „First Contact“ in Band 1 bis zum „Doomsday Battle“. Wobei ihm ein außergewöhnliches Kunststück gelingt:

Obwohl ich schon viele hundert Bücher gelesen habe, habe ich bis ganz kurz vor dem Ende des Buches absolut keine Ahnung, wie er die Hauptlinie der Geschichte auflösen wird. Im Verlauf der Geschichte wird das Ergebnis angedeutet und vorweg genommen. Tatsächlich eröffnen will es sich aber erst auf den letzten Seiten und ist dann, zumindest für mich, durchaus überraschend.

Oft sind die mittleren Bände ja nur Bindeglieder zwischen Anfang und Ende der Geschichte und gelegentlich wünscht man sich, der Autor hätte sich auf zwei Bände beschränkt. Das ist hier definitiv nicht der Fall. Jede der über 800(!) Seiten ist wohlinvestierte Lesezeit und man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass Buch wäre schnell zu lesen. Dafür ist die Geschichte, die Charaktere und das Setting einfach viel zu komplex.

Wer Geschichten mag, die den Leser mitnehmen auf eine lange und tiefgründige Reise, wer gerne wissen möchte wie zum Teufel es nun am Doomsday aussehen wird und wer das erste Buch geschafft hat, der sollte unbedingt zum Dunklen Wald greifen.

Und in der Tat: Unser Universum ist ein dunkler Wald. Ein sehr dunkler Wald.

Die Drei Sonnen

Die Drei Sonnen

In den letzten Tagen hatte ich ein wenig Zeit zum Lesen und die habe ich mir mit „Die Drei Sonnen“ von Cixin Liu vertrieben.


Am Anfang war ich nicht sicher ob das eine gute Wahl war. Denn der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht leicht. Und ich muss zugeben, dass ich selten ein geduldiger Leser bin, wenn mir der Anfang nicht gefällt.

Hier bin ich aber am Ball geblieben und wurde nicht enttäuscht. Denn die Geschichte entwickelt sich langsam aber stetig und für eine ganze Weile hatte ich keine Ahnung, wohin die Reise geht. Das ist definitiv etwas, das ich an Büchern mag.

Was ich an Büchern nicht mag ist, wenn gegen Ende hin der Auto versucht, jedem alles zu erklären. Und genau daran krankt „Die Drei Sonnen“ doch erheblich. Das Spiel zwischen den beiden Fraktionen gefällt und dann kommt plötzlich der Erklärteil, der versucht alles ganz logisch aussehen zu lassen.

Trotzdem werde ich die Serie weiter lesen, denn Cixin Liu hat defintiv einen interessanten Weg gefunden, die Frage nach dem First Contact und dessen Folgen anzugehen. Insbesondere dadurch, dass… aber nein, keine Spoiler.

Wer Sci-Fi mag, sollte dem Buch eine Chance geben. Und dran bleiben, auch wenn es am Anfang alles etwas merkwürdig scheint. Am Ende lohnt es sich dann doch.

 

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