Ich kam, ich fuhr und schneckte…

Für dieses Wochenende steht in meinem Trainingsplan unter anderem eine Grundlageneinheit: Mit dem Rennrad 2-2,5h und einem Puls nicht über 141. Gefühlt also dem Puls kurz nach dem Aufstehen 😉

Da aber für morgen die Ronda Extrema in Essen mit mindesten 3 ziemlich fixen Mädels geplant ist, blieb also nur heute für die Grundlageneinheit. Und was soll ich sagen?

Ein Puls von 141 bedeutet für mich, mich ganz extrem zurück zu nehmen und gefühlt eine ähnliche Geschwindigkeit an den Tag zu legen, wie eine altersschwache Schnecke. Wenn der Wind dann noch gegen mich stand, wurde es logischer Weise noch langsamer. Und die ganze Zeit schreien die Beine, sie wollen treten.

Hätte ich mich nicht auf mein Hörbuch konzentrieren können, wäre das heute nix geworden. So hat es mehr oder weniger geklappt (sieht man mal von ein oder zwei „Überschreitungen“) ab und der Durchschnitt lag am Ende bei 133 Schlägen pro Minute.

Und das Fazit?

So langsam fahren ist nix für mich…

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Rennplanung 2013

Nach meinem nicht so guten (man könnte auch sagen beschissenen) Abschneiden beim Marathon Grafschaft letztes Jahr habe ich mir ja vorgenommen, dieses Jahr mehr zu fahren und die Schlappe nicht zu wiederholen. Zudem wollte ich einfach mal gucken, was noch so an anderen Marathons geht – und was sich lohnen würde.

Mit der Anmeldung für die Zillertal-Challenge hat sich der Fokus allerdings etwas verschoben. Bis Juli steht jetzt erst mal intensives Training an unter der Betreuung von Steffi. Und genau jene war auch so nett, mir jetzt meinen Trainingsplan bis zur Challenge zu schicken. Dafür hatte ich ihr noch ein paar Rennen genannt, an denen ich gerne teilnehmen würde und die hat sie jetzt als „Trainingsrennen“ in den Plan aufgenommen: Ich werde sie fahren, aber nicht mit voller Power und vollem Risiko.

Neu dazu, also für mich neu, sind XC-Rennen gekommen. Keine ganze Serie, aber da sich XC ja komplett von Marathon unterscheidet, kann es nicht verkehrt sein, sich da auch einmal zu versuchen. Vielleicht finde ich ja Spaß am „im Kreis fahren“ 😉

Damit sieht meine Rennplanung 2013 jetzt zunächst so aus:

  • 27.04. Marathon in Sundern, Mitteldistanz
  • 05.05. XC-Rennen in Haltern am See
  • 25.05. Ruhrgebietsmarathon, Mitteldistanz
  • 02.06. XC-Rennen in Solingen
  • 22.06. Marathon in Wetter, Mitteldistanz
  • 30.06. Marathon in Neheim, Mitteldistanz
  • ab 05.07 Zillertal Bike Challenge

Im Juli und August ist dann erst mal weniger fahren angesagt, das Wetter (ich erwarte einen heissen Sommer) und der Sommerurlaub stehen dann dem Vielfahren im Weg, obwohl die MTBs mit nach Kroatien kommen werden. Und ab Anfang September muss ich mal gucken: Wenn das Training gut anschlägt, werde ich dann wohl weiter machen und natürlich werde ich dann in Grafschaft alles geben, meine Schlappe vom letzten Mal wett zu machen.

Mit einem Trainingsplan ab September werde ich dann auch mal schauen, welche Rennen ich im Herbst noch fahre und was mir der Winter bietet (z. B. an Veranstaltungen in Holland, Spanien oder sonst wo). Das übergeordnete Ziel des Trainings im zweiten Halbjahr ist dann schon, in 2014 in die vorderen Ränge zu kommen.

Dafür werde ich dann mit Steffi einen Trainingsplan ausarbeiten müssen, der mich fitter durch den Winter bringt und mir dann die optimale Startvoraussetzung für 2014 liefert.

Aber das ist Zukunftsmusik, im Moment ist das große Ziel erst mal die Zillertal-Challenge und dort das Durchkommen 🙂

März 2013

So… auch der März ist rum.

Zeit für die nächste Nachlese… wobei der März eher… langsam war.

  • 14 Aktivitäten
  • 13 davon mit dem Rad
  • 569,41 km
  •  567,28 km davon mit dem Rad
  •  28:43:24 Dauer
  •  28:19:59 davon mit dem Rad
  • 3390 Höhenmeter
  • 2020,85km =33% Zielerreichung (6000km)

RSV Dortmund Nord: 5. Lauf der Westfalen-Winter-Trophy

Nach Spanien war ja in Deutschland erst mal schiet Wetter angesagt. Deswegen haben wir  uns überwiegend im Fitnesscenter ausgetobt. Da das aber ja nicht immer so weiter gehen kann, sind wir dann heute in Dortmund beim 5. Lauf der Westfalen-Winter-Trophy gestartet.  Laut Ausschreibung 50 km mit  427 Höhenmetern – vermutlich also nicht zu wild.

Und tatsächlich: Am Ende der Strecke hatten wir 52,30 km und 566 Höhenmeter auf dem Tache. Was vermutlich an der Last-Minute-Streckenüberarbeitung lag.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Runde fahrtechnisch sehr einfach gewesen ist. Überwiegend Asphalt und feste Wege, ab und an mal ein wenig Schlamm. Und  nur eine Herausforderung, die wir aber nicht fahren konnten, weil dort niemand fuhr. Das ist jetzt nicht nur negativ gemeint: Der Vorteil an solchen Strecken ist natürlich, dass man gut Dampf machen kann. Und deswegen waren wir nach einer reinen Fahrzeit von 2h 24m auch schon wieder im Ziel. Das entspricht einem Durchschnittstempo von 22km/h – und so schnell war ich wohl noch auf keiner CTF.

Thema Schnell: Das Training im letzten Jahr und im Winter macht sich bemerkbar. Ich bin zwar nach wie vor eine Lusche bergauf, aber auf der CTF hier haben ausschließlich wir überholt und zwar ordentlich. Auf den letzten paar KM wollten uns dann noch ein paar RR (Rasende Rentner) angreifen, aber wir sind dann kurzerhand zusammen mit denen zum Ziel gedüst.

Die Organisation war sehr gut: Die Streckenausschilderung war perfekt und immer gut zu sehen. An den großen Straßen statten Sicherungsposten und die Verpflegung an der Kontrollstelle war völlig ausreichend – nur das dort die Becher ausgingen. Im Ziel dann Käse- und Marmorkuchen, Bratwurst und Erbsensuppe mit Bockwurst. Wir hatten die Suppe, sehr fein 🙂

Zusammenfassend hat Dortmund Spaß gemacht. Die CTF bringt mich jetzt fahrtechnisch nicht weiter, aber 50km draußen sind halt keine 50km auf dem Ergometer: Man hat frische Luft, man ist mit (meist) netten Leuten zusammen und man kommt zu Hause an und merkt, dass man was getan hat. In sofern: Mission accomplished!

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Januar 2013

Da ich heute keinen Sport mehr treiben werde, mit Ausnahme von dem Sport den man nicht trackt und über den man nicht redet, hier schon mal die Januar-Daten:

  • 37 Aktivitäten
  • 48h 42m 59s
  • 28.829 kcal
  • 751,58km zu Fuß und mit dem Rad
  • 7132 m Höhenmeter aufwärts
  • 707,07km mit dem Rad
  • 11,78% des Jahres-Radfahrzieles erreicht

2013

Ziemlich entspannt bin ich von 2012 nach 2013 gerutscht. Komisch, gerade noch war das Jahr mit der schönen Zahl, jetzt sind wir in dem Jahr mit der weniger schönen Zahl. In dem vermutlich die Standesämter um 09:10 Uhr am 11.12.13 überquellen werden… aber nun ja 🙂

Was ich eigentlich sagen wollte, angesichts all der Jahresrückblicke und Vorschauen: Ich bin zufrieden und glücklich. Das gilt für das was hinter mir liegt ebenso, wie für das was vor mir liegt.

Natürlich gab es in 2012 jede Menge Dinge, die ich nicht gebraucht hätte, aber fast immer konnte zumindest ein guter Kompromiss erzielt werden. Zumeist sogar ein Erfolg. Und auch das drumherum stimmte meistens.

Für 2013 hoffe ich einfach mal, dass das so weiter geht. Meine „Vorsätze“ sind dabei ziemlich egoistisch, denn ich stelle mich selbst in den Mittelpunkt. Das bedeutet aber, glaube ich, nicht zwangsläufig was schlechtes, denn richtig glücklich bin ich natürlich besonders dann, wenn es den Menschen in meiner Umgebung gut geht – und das ist ja dann schon Gold wert.

Beginnen werde ich das Jahr mit dem Mountainbike Trainingscamp auf Malle. Dann kommt mein neues Bike hoffentlich bald und kurz darauf bin ich schon wieder zum Biken im Elsaß, um dann nicht lang danach zum Biken, Sonnen und Schwimmen in Kroatien zu landen. Jetzt fehlt noch ein Winterurlaub – Ihr merkt schon: Schlecht gehen ist anders. Sowieso biken: Das wird im kommenden Jahr deutlich mehr werden. Geht morgen los, wenn ich das erste Mal 2013 wieder mit dem Rad zur Arbeit fahre und wird dann hoffentlich in besseren Zeiten als 2012 enden. Da bin ich allerdings guter Dinge: Selbst nicht fit fahre ich heute Strecken hoch, die ich Anfang 2012 noch gelaufen bin.  Von der deutlichen Verbesserung der Durchschnittszeiten auf dem Heimweg ganz zu schweigen. Zu meinem großen Erstaunen habe ich mich auch im Vereinsleben wiedergefunden – bin ich sonst eher nicht so für. Aber die Leute vom RSC Niederrhein haben es mir auffallend leicht gemacht, mich „heimisch“ zu fühlen und seit März 2012 viel Spaß in mein Leben gebracht. Jenseits dessen möchte ich gerne wieder klettern gehen – unter anderem auch für’s Cachen, aber halt auch einfach nur, weil es Spaß macht. Und ich hoffe, ich kann das Schwimmtraining und das Krafttraining über das Jahr so ausbauen, dass ein stabiler Trainingszustand erreicht und gehalten wird.

Lokalpolitisch wird 2013 da weiter gehen, wo 2012 aufgehört hat: Ich werde mich abwechselnd über unfähige Menschen und unglaubliche Entscheidungen aufregen. Aber genau so werde ich wie in den vergangenen Jahren viel Zeit investieren und hoffen, Voerde und damit mein Leben ein kleines bisschen besser zu machen. Dann kommt noch die Bundestagswahl, die sicherlich viel Wahlkampfarbeit bedeutetn wird – aber unspannend ist: Dank der wenig glücklichen Wahl von Steinbrück als Kandidat wird Mutti eh wiedergewählt werden. Obwohl: Vermutlich wurde Steinmeier genau deswegen nominiert. Wichtig ist eigentlich nur die Frage der Machtverteilung zwischen FDP und Grüne. Es wäre schön, wenn die FDP an der 5%-Hürde scheitern würde, aber das würde erstens die Gefahr von Schwarz-Grün bedeuten (dann doch lieber GroKo). Die CDU wird also der FDP fleissig unter die Arme greifen 😀 Und natürlich werde ich auch weiter gegen ausufernden Überwachung, Abmahnwahn, WLAN-Rechtsunsicherheit und so weiter angehen. Aber auch da sehe ich teilweise Entspannung auf uns zukommen – guter Lohn für harte Arbeit 🙂

Kinotechnisch werde ich mich vermutlich auf Vorjahres-Niveau bewegen, gestern habe ich mit den üblichen Verdächtigen schon die Saison 2013 eingeleitet und „Australien in 100 Tagen“ geschaut. Noch mal 😉 Ich bin mal gespannt, was mir noch für Filme dieses Jahr über den Weg laufen und freue mich natürlich auf Hunger Games II und Hobbit II. Aber auch jenseits der Mega-Block-Buster wird es bestimmt Perlen geben. Und Enttäuschungen.

Was das Cachen angeht, werde ich 2013 vermutlich weniger Dosen sammeln, als 2012 und 2011. Das liegt vor allem daran, dass sich im vergangenen Jahr die aufgewendeten Zeitanteile verschoben haben – aber das ist nicht schlimm. Auf jeden Fall werde ich nämlich auch 2013 wieder ein paar richtig schöne Dosen zu finden wissen und freue mich schon auf die Begleitung alter Bekannter und das Treffen neuer Gesichter.

Insgesamt gibt es also für 2013 vieles, auf das ich mich schon heute freue: Reisen, Menschen, Arbeit und Herausforderungen. Ich glaube, das kann man eine ausgeglichene „Work-Life-Balance“ nennen. Und ich wünsche Euch, dass es Euch ähnlich geht!