Jack Reacher

Wer auf konventionelle Actionfilme steht, der sollte sich Jack Reacher ansehen, den neuen Film von und mit Tom Cruise.

Und ja, es ist ein „typischer“ Cruise-Filme, in dem es sich um Cruise dreht und ansonsten um Cruise. Und natürlich ist Jack Reacher im Grunde von Anfang an komplett vorhersehbar. Das tut ihm aber keinen Abbruch, denn er ist solide gemacht und gut erzählt. Perfektes Popcorn-Kino halt.

Nicht der schlechteste Filmstart ins neue Jahr!

Ich war im Auenland…

… und schön war es dort.

Auch wenn ich vor der Tür Menschen gehört habe, die ersten 90 Minuten von „Der Hobbit“ wären langweilig.

Was sie im übrigen gar nicht sind. Peter Jackson nimmt sich nur die Zeit, den Hobbit in das Gesamtwerk „Herr der Ringe“ zu integrieren und er nimmt sich Zeit, eine wunderschöne Geschichte zu erzählen.

Die dabei verwendete Technik ist erst mal ein wenig befremdlich: Durch die hohe Bildrate, hohe Sättigung und Kontraste wirkt der Film mehr wie aus dem Computer, denn aus der Kamera. Und wenig schön waren in der 3D-Version die ich gesehen habe die Landschaftsaufnahmen. Durch eine (meiner Meinung nach) falsch gesetzte Tiefen(un)schärfe wird das Auge beständig irritiert: Der Hintergrund ist unscharf, obwohl das Hirn darauf besteht, dass man die Berge am Horizont scharf sehen müsste. Das war für mich sehr irritierend.

Aber sieht man davon einmal ab, ist der Hobbit ein extrem guter Film, der wie im Flug vorbei ist.

Shame on you UCI: Die Pause (die ich sowieso übel finde!) fand mitten in einer Szene, mitten in einem gesprochenen Wort statt. Das ist angesichts 13€ pro Person einfach nur noch eine Frechheit.

Cloud Atlas – Alles ist Verbunden

Ein Buch, das als unverfilmbar gilt?

Ein Film von den Wachowski-Brüdern?

Der Film Cloud Atlas versucht sich, eine Geschichte zu erzählen, die aus mehreren Episoden in verschiedenen Zeitaltern besteht. Von Anfang an macht der Film dabei klar, dass die Zeitachse hier keine einfache Linie ist – vielmehr finden alle Epochen gleichzeitg statt. Multiversum und String-Theorie lassen grüßen.

Die Schauspieler, allen voran Tom Hanks passen perfekt in den Film und die Handschrift der Wachowski-Brüder ist unverkennbar. Das noch kombiniert mit ein paar Anspielungen auf Meisterwerke wie Soylent Green ergeben einen überdurchschnittlich guten Film.

Hatte ich zunächst die Befürchtung, dass die ständigen Wechsel durch die Epochen und Episoden den Film zu sehr verkomplizieren würden, muss ich jetzt meinen Hut vor Regie und Drehbuch ziehen: Zu keinem Moment verliert man den Faden und auch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten in den Wechseln führen nicht zu Brüchen.

Insgesamt liefern die Wachowski-Brüder ein überaus stimmiges Gesamtwerk ab, dass weniger den Titel Film, als mehr die Bezeichnung Kunst verdient. Und darüber hinaus für jeden Zuschauer die richtige Mischung aus Erzählung, Action und Philosophie liefert.

Der Film wirkt nach.

Insgesamt würde ich Cloud Atlas als solide 10/10 einstufen. Einfach gut gemacht.

Was saugt ist, dass das UCI gestern eine Pause eingefügt hat. Das hat den Filmfluss unnötig unterbrochen. Unnötig deswegen, weil der Film trotz seiner Länge von knapp 3h extrem kurzweilig ist.