Luxus-Sorge: Wenn der Arbeitsweg zu kurz ist

Es gibt Tage, so wie heute, da steht in meinem Trainingsplan irgendwas mit 2,5h Dauer.

Dummerweise ist mein Büro keine Stunde (22km) von zu Hause entfernt. Aber man kann ja Umwege fahren. Dumm nur, wenn selbt die Umwege dann noch nicht lang genug sind und man zwar 55km auf dem Tacho hat – aber leider nur knapp 2 Stunden. Hach ja, Luxus-Sorgen halt: „Luxus-Sorge: Wenn der Arbeitsweg zu kurz ist“ weiterlesen

Ächz! Stöhn! Jammer! Aber geil war es doch ;-)

Was macht man an einem Sonntag, für den der Wetterdienst Sonne und Temperaturen bis 20° voraus sagt? Richtig, man setz sich auf’s Bike um brav seine Trainingsrunde zu absolvieren. Heue mal etwas anders, denn Jule hat gerufen, gemeinsam mit Julia, Silke und Lars die Wälder und vor allem Erhebungen rund um den Baldeney-See in Essen zu erkunden.

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Und jetzt sind wir wieder da, gleich zum Bowling verabrede und ich weiß noch nicht genau wie ich die Kugeln zu den Pinnen gerollt bekommen soll. 66km in 4 Stunden (reine Fahrzeit ohne Pausen) und mit 1433 Höhenmetern gehen dann doch an die Substanz.

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Nich, dass Ihr mich falsch versteht: Ich bin k.o. aber zufrieden, weil ich mit Ausnahme der letzten Steigung im Grunde alles mehr oder weniger gut fahren konnte. Ein riesen Forschritt zu 2012. Und auch die technisch anspruchsvolleren Sektionen gelingen mit dem neuen Hardtail immer besser.

JM

runtastic_20130414_1809_Mountainbiking

Ich kam, ich fuhr und schneckte…

Für dieses Wochenende steht in meinem Trainingsplan unter anderem eine Grundlageneinheit: Mit dem Rennrad 2-2,5h und einem Puls nicht über 141. Gefühlt also dem Puls kurz nach dem Aufstehen 😉

Da aber für morgen die Ronda Extrema in Essen mit mindesten 3 ziemlich fixen Mädels geplant ist, blieb also nur heute für die Grundlageneinheit. Und was soll ich sagen?

Ein Puls von 141 bedeutet für mich, mich ganz extrem zurück zu nehmen und gefühlt eine ähnliche Geschwindigkeit an den Tag zu legen, wie eine altersschwache Schnecke. Wenn der Wind dann noch gegen mich stand, wurde es logischer Weise noch langsamer. Und die ganze Zeit schreien die Beine, sie wollen treten.

Hätte ich mich nicht auf mein Hörbuch konzentrieren können, wäre das heute nix geworden. So hat es mehr oder weniger geklappt (sieht man mal von ein oder zwei „Überschreitungen“) ab und der Durchschnitt lag am Ende bei 133 Schlägen pro Minute.

Und das Fazit?

So langsam fahren ist nix für mich…

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Rennplanung 2013

Nach meinem nicht so guten (man könnte auch sagen beschissenen) Abschneiden beim Marathon Grafschaft letztes Jahr habe ich mir ja vorgenommen, dieses Jahr mehr zu fahren und die Schlappe nicht zu wiederholen. Zudem wollte ich einfach mal gucken, was noch so an anderen Marathons geht – und was sich lohnen würde.

Mit der Anmeldung für die Zillertal-Challenge hat sich der Fokus allerdings etwas verschoben. Bis Juli steht jetzt erst mal intensives Training an unter der Betreuung von Steffi. Und genau jene war auch so nett, mir jetzt meinen Trainingsplan bis zur Challenge zu schicken. Dafür hatte ich ihr noch ein paar Rennen genannt, an denen ich gerne teilnehmen würde und die hat sie jetzt als „Trainingsrennen“ in den Plan aufgenommen: Ich werde sie fahren, aber nicht mit voller Power und vollem Risiko.

Neu dazu, also für mich neu, sind XC-Rennen gekommen. Keine ganze Serie, aber da sich XC ja komplett von Marathon unterscheidet, kann es nicht verkehrt sein, sich da auch einmal zu versuchen. Vielleicht finde ich ja Spaß am „im Kreis fahren“ 😉

Damit sieht meine Rennplanung 2013 jetzt zunächst so aus:

  • 27.04. Marathon in Sundern, Mitteldistanz
  • 05.05. XC-Rennen in Haltern am See
  • 25.05. Ruhrgebietsmarathon, Mitteldistanz
  • 02.06. XC-Rennen in Solingen
  • 22.06. Marathon in Wetter, Mitteldistanz
  • 30.06. Marathon in Neheim, Mitteldistanz
  • ab 05.07 Zillertal Bike Challenge

Im Juli und August ist dann erst mal weniger fahren angesagt, das Wetter (ich erwarte einen heissen Sommer) und der Sommerurlaub stehen dann dem Vielfahren im Weg, obwohl die MTBs mit nach Kroatien kommen werden. Und ab Anfang September muss ich mal gucken: Wenn das Training gut anschlägt, werde ich dann wohl weiter machen und natürlich werde ich dann in Grafschaft alles geben, meine Schlappe vom letzten Mal wett zu machen.

Mit einem Trainingsplan ab September werde ich dann auch mal schauen, welche Rennen ich im Herbst noch fahre und was mir der Winter bietet (z. B. an Veranstaltungen in Holland, Spanien oder sonst wo). Das übergeordnete Ziel des Trainings im zweiten Halbjahr ist dann schon, in 2014 in die vorderen Ränge zu kommen.

Dafür werde ich dann mit Steffi einen Trainingsplan ausarbeiten müssen, der mich fitter durch den Winter bringt und mir dann die optimale Startvoraussetzung für 2014 liefert.

Aber das ist Zukunftsmusik, im Moment ist das große Ziel erst mal die Zillertal-Challenge und dort das Durchkommen 🙂

Wo ein oder zwei Funktionäre in meinem Namen zusammenkommen…

okay, ich gebe zu: Das ist eine böse Zweitverwendung eines Kirchenliedes.

Im Grunde trifft es das aber: denn dort wo Funktionäre beisammen kommen, geht es meist um Geld. Macht. Einfluss. Das ist beim internationalen Radsportbund UCI nicht anders.

Das „Kapital“ des UCI sind seine Fahrer. Vor allem die Erfolgreichen. Wer für den UCI fahren möchte, der braucht eine Linzenz, gegen Bares. Und wenn man dann gut ist, dann kommen irgendwann Sponsoren, man gewinnt Gelder und hat ein tolles Leben. Jenseits dessen hat das mit der Lizenz aber ein Problem:

Wie die Musik- und Filmindustrie versuchen auch die Sportverbände immer stärker, ihre „Assets“ zu kontrollieren. Beim Radsportverband ist das schon länger auch in den Statuten zu sehen, doch im Moment kocht es ziemlich hoch. Grund ist eine unscheinbare Zahl:

1.2.019

Das ist die Nummer der Regel die besagt, dass Lizenzfahrer nur noch Rennen fahren dürfen, die dem nationalen oder internationalen Radsportverband, dessen Lizenz sie haben,  gemeldet und von diesem „unterstützt“ werden. Der Haken ist, dass es zahlreiche Rennen und Rennserien gibt, die das eben nicht machen: Sich dem UCI unterwerfen. Die Website aCrossTheCountry listet davon einige.

Will jetzt ein Lizenzfahrer dort starten, so darf er das nicht. Es drohen Strafen wie Startverbote und Sperren – besonders für jemanden der sein Geld im / mit Radsport verdient (z. B. durch Sponsoring) ist das natürlich ein absolutes Problem. Aus Sicht des UCI ist es einfach so, dass man die „eigenen“ Markennamen schützen will: Es sollen sich nicht andere Veranstaltungen damit „schmücken“, wer bei ihnen angemeldet ist.

Auf der Strecke bleiben natürlich die Radfahrer. Zum einen aus dem offensichtlichen Grund, dass es saucoole Mountainbike-Veranstaltungen wie Enduro-Rennen gibt, die es für den UCI im Moment noch gar nicht gibt. Auf der anderen Seite weil man nicht mehr selbst entscheiden kann, welches Rennen man gerne fahren möchte. Man müsste erst prüfen, ob es ein im Sinne des UCI legales Rennen ist.

Völlig klar ist so ein Quatsch auf Funktionärsdenken zurück zu führen und verabschiedet sich komplett vom Geist des Sports an sich. Plötzlich ist man kein Rennfahrer mehr, der sich mit anderen misst, sondern man ist ein Asset, über das verfügt wird. Und genau das ist das Problem, sei es im Verein, im nationalen oder internationalen „Verbund“: Immer dann, wenn es um Funktionäre geht die zusammen kommen, geht es schief. Weil der Fokus plötzlich die Rentabilität und der Schutz der „Investition“ ist. Und nicht mehr der Sport an sich.

Im Ergebnis kann man eigentlich allen Radfahrern nur davon abraten, mit Lizenz zu fahren. Das Problem ist, dass damit aber oft auch die Teilnahme an Platzierungen und damit dem Erhalt von Preisgeldern abhanden kommt – was wiederum natürlich ein NoGo ist. Und man hat es natürlich viel schwerer Sponsoren zu finden, wenn man nicht (nur) die Rennen des einen universellen Weltverbands fährt.

Lösungen sind keine in Sicht, sie können nicht von außen kommen: Ein neuer Verband macht keinen Sinn, eine „Revolte“ auch nicht. Lösungen müssen von innen kommen, in dem man die Leute, die sich solche Regeln erst ausdenken und sie dann forcieren, von ihren Ämtern abwählt und durch solche ersetzt, bei denen der Sport im Vordergund steht. Dummerweise kommen diese „neuen Gesichter“ dann allerdings oft erstaunlich schnell zu der Ansicht, man müsse seine Investitionen schützen…

Ihr versteht das Problem?

Noch ein paar Infos und eine eigene Sicht hat Jule: Klick!

Pro-Formance: Möge das Leiden beginnen!

Meine Oma sagte immer, es gibt kein größer Leid, als wat der Mensch sich selbst andeit. Und recht hat sie…

Nachdem wir uns Ende März in die Hände von Steffi von Pro-Formance für einen Laktat-Stufentest begeben haben, habe ich heute den ersten Teil meines neuen Trainingsplans von Ihr per Mail bekommen.

Und was soll ich sagen? Die Frau macht keine Gefangenen: Ungefähr 11 bis 14 Stunden Training pro Woche erst mal bis Ende des Monats und mit Ausnahme des obligatorischen Ruhetags eigentlich jeden Tag wirkliche Herausforderungen für Körper und Geist.

Ich bin mal gespannt ob ich das doch recht anspruchsvolle Training (um das ich allerdings explizit gebeten habe!) durchhalte und was es mir bringen wird. Das große Ziel ist und bleibt die Zillertal-Challenge im Juli!

Der Rest meines Plans wird jetzt um die geplanten Rennen herum gestrickt werden und ich bin schon total gespannt. Auf jeden Fall fühle ich mich gut aufgehoben und persönlich betreut. Wenn ich also in den nächsten Wochen wie ein Rohrspatz schimpfe: Es liegt nie an ihr, immer an mir 😉

Neue Links: Bikes and More

Da ja hier Zeit vermehrt auch das Fahrrad fahren Thema ist, habe ich eine neue Link-Kategorie „Bikes and more“ eingerichtet. Dort will ich Links zu anderen Radfahrern und zu Projekten rund ums Bike sammeln.

Den Anfang macht die Jule, die Matschhühner und ein Blog, dessen Name auch für mich bezeichnend sein könnte: Coffee & Chainring.

Ein Link zum RSC darf natürlich auch nicht fehlen…

Sport mit der Deutschen Bahn

Viele haben ja Vorurteile gegenüber der Deutschen Bahn und ihrem Service. Völlig zu unrecht, wie ich finde.

Zum Beispiel heute morgen. Da wollte ich mit der Bahn zur Arbeit und mit dem Rad zurück. Das ist natürlich unter Trainingsaspekten absolut unhaltbar und das hat die Bahn erkannt und reagiert. Schon im nächsten Bahnhof blieb der Zug stehen und der Pilot sprach von einer längerfristigen Störung. Sehr diplomatisch, er hätte auch einfach sagen können: „Ich bleibe hier stehen, bis der pummelige Junge im Radabteil seinen Hintern erhebt und sich bewegt!“

Natürlich habe ich aber trotzdem verstanden, was er mir sagen wollte. Und so, zwischen einer panischen Kifferin und einer verzweifelten Teenagerin, habe ich kurz partiell die Kleidung gewechselt, mein Rad geschnappt und bin zur Arbeit geradelt.

Und was soll ich sagen? So viel frische Luft (naja, bei Thyssen eher weniger) und so viel Licht und Sonne… DANKE liebe Bahn, dass Du so auf mich aufpasst!

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März 2013

So… auch der März ist rum.

Zeit für die nächste Nachlese… wobei der März eher… langsam war.

  • 14 Aktivitäten
  • 13 davon mit dem Rad
  • 569,41 km
  •  567,28 km davon mit dem Rad
  •  28:43:24 Dauer
  •  28:19:59 davon mit dem Rad
  • 3390 Höhenmeter
  • 2020,85km =33% Zielerreichung (6000km)

Und NETT ist der kleine Bruder von Scheiße

Eigentlich war heute eine total klasse Rad-Tour mit wirklich lieben Menschen geplant. Am Ende war sie aber nur nett.

Versteht mich nicht falsch, die Tour und die Leute waren wie immer super klasse. Das dann allerdings nach 50km mein Schaltauge von einem Stock abgerissen wird und mir eine Acht ins Rad schlägt, das hätte ich heute wirklich nicht gebraucht 🙁

Dank findiger Helfer konnte ich dann zumindest als Singlespeed-Fahrer bis zum Bahnhof nach Wesel rollen und von da mit dem Zug heim. Trotzdem hätte ich mir was besseres vorstellen können. Zumal: Kann mir mal einer sagen wo ich jetzt kurzfristig, also bitte spätestens(!) morgen ein neues Schaltauge her bekomme?

(Positiv: Der Rahmen scheint nix abbekommen zu haben – Gott sei Dank…)

(Und irgendwie war’s ja doch cool 😉 )

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