World War Z

Der Kino-Blockbuster „World War Z“ hat bei einer sehr speziellen Fan-Gemeinde und bei Cineasten große Erwartungen reifen lassen: die einen hoffen auf die Würdigung des Zombie-Genres im großen Kino, die anderen auf eine geld- und damit bildgewaltige Umsetzung des Buches.

Und der erste Eindruck war richtig gut: „World War Z“ weiterlesen

Leonardo di Caprio ist halt nicht Robert Redford

Der Große Gatsby – Ein perfekt durchgestylter Film, der so aalglatt ist, dass er bei mir keinen Eindruck hinterlassen hat. Dabei liegt dem Film eine Story zugrunde, die eigentlich bestens geeignet ist, dem Zuschauer das Herz brechen zu lassen: Ein reicher, geheimnisvoller und sehr charismatischer Mann ist auf der Suche nach der Liebe seines Lebens,  die er vor 5 Jahren verloren hat. Und findet sie schließlich, mit dem Ring eines anderen am Finger. Dieser andere Mann erweist sich schon zu Beginn des Films als echter Mistkerl und bleibt doch die einzige Figur, die Tiefe hat und dem der Zuschauer Gefühle entgegenbringen kann, wenn auch negative.

Alle anderen Figuren bleiben leider schwach. Ihre Handlungsmotive sind vielleicht intellktuell nachvollziehbar, emotional wird der Zuschauer jedoch nicht von ihnen berührt.

Tobey Maguire, beispielsweise, spielt eine zentrale Figur, der in persönlichen Beziehungen zu allen Beteiligten steht. Dennoch wirkt er durchgehend wie ein Statist,  der bestenfalls dazu dient, den anderen Akteuren Stichworte zu liefern, aber meistens nicht einmal das. Warum ihm die Geschehnisse derart an die Nieren gehen, dass er in einer Nervenheilanstalt endet, ist emotional überhaupt nicht nachvollziehbar.

Und der Große Gatsby? Leonardo di Caprio versteht es durchaus, diesem Charakter den Hauch des Geheimnisvollen zu geben, hinter dem sich sein hochsensibles Selbst versteckt. Doch dieses Selbst wird leider im Laufe des Films kaum erkennbar. Die Zuschauer wissen, dass Gatsby leidet wie ein Hund, aber fühlen können sie es nicht.

Ein durchgestylter Film, ein bildgewaltiges Fest für die Augen, wobei die hypermoderne Musik einen delizösen akustischen Kontrapunkt zu den 20er-Jahren-Kostümen setzt, aber der emotionale Zugang der Geschichte und vor allem zur Hauptfigur bleibt dem Zuschauer versperrt.

Django Unchained – Das D ist stumm! (Spoiler!)

Es ist Januar. Das Jahr hat gerade begonnen und damit auch das Kino-Jahr. Und dann schon ein Tarantino-Film? Na mal gucken ob die wirklich Anfgang des Jahres schon die richtig guten Kracher raus hauen.

Um es kurz zu machen: ja, tun sie.

Django hat mir von der ersten Szene an gefallen und das über den ganzen Film beibehalten. Einfach fesselnd und mit viel Liebe zum Detail wird die Geschichte des schwarzen Sklaven erzählt. Natürlich ist das meiste wenig überraschend und natürlich bekommt Tarantino Mengenrabatte beim Filmblut. Dabei kommt die Grausamkeit nicht an andere Filme von ihm heran, gleichzeitig ist die Gewalt aber so überzeichnet, dass der Film auch für zartere Gemüter als ich es bin eine gute Wahl ist.

Der Spannungsbogen ist gut gebaut, die Charaktere herzallerliebst und als größtes Plus: Leonardo Di Caprio stirbt. Über die Qualität der Bilder brauchen wir nicht reden.

Mit anderen Worten, der Film ist fast perfekt. Fast, weil 165 Minuten für mich längst nicht genug waren.

Jack Reacher

Wer auf konventionelle Actionfilme steht, der sollte sich Jack Reacher ansehen, den neuen Film von und mit Tom Cruise.

Und ja, es ist ein „typischer“ Cruise-Filme, in dem es sich um Cruise dreht und ansonsten um Cruise. Und natürlich ist Jack Reacher im Grunde von Anfang an komplett vorhersehbar. Das tut ihm aber keinen Abbruch, denn er ist solide gemacht und gut erzählt. Perfektes Popcorn-Kino halt.

Nicht der schlechteste Filmstart ins neue Jahr!

2013

Ziemlich entspannt bin ich von 2012 nach 2013 gerutscht. Komisch, gerade noch war das Jahr mit der schönen Zahl, jetzt sind wir in dem Jahr mit der weniger schönen Zahl. In dem vermutlich die Standesämter um 09:10 Uhr am 11.12.13 überquellen werden… aber nun ja 🙂

Was ich eigentlich sagen wollte, angesichts all der Jahresrückblicke und Vorschauen: Ich bin zufrieden und glücklich. Das gilt für das was hinter mir liegt ebenso, wie für das was vor mir liegt.

Natürlich gab es in 2012 jede Menge Dinge, die ich nicht gebraucht hätte, aber fast immer konnte zumindest ein guter Kompromiss erzielt werden. Zumeist sogar ein Erfolg. Und auch das drumherum stimmte meistens.

Für 2013 hoffe ich einfach mal, dass das so weiter geht. Meine „Vorsätze“ sind dabei ziemlich egoistisch, denn ich stelle mich selbst in den Mittelpunkt. Das bedeutet aber, glaube ich, nicht zwangsläufig was schlechtes, denn richtig glücklich bin ich natürlich besonders dann, wenn es den Menschen in meiner Umgebung gut geht – und das ist ja dann schon Gold wert.

Beginnen werde ich das Jahr mit dem Mountainbike Trainingscamp auf Malle. Dann kommt mein neues Bike hoffentlich bald und kurz darauf bin ich schon wieder zum Biken im Elsaß, um dann nicht lang danach zum Biken, Sonnen und Schwimmen in Kroatien zu landen. Jetzt fehlt noch ein Winterurlaub – Ihr merkt schon: Schlecht gehen ist anders. Sowieso biken: Das wird im kommenden Jahr deutlich mehr werden. Geht morgen los, wenn ich das erste Mal 2013 wieder mit dem Rad zur Arbeit fahre und wird dann hoffentlich in besseren Zeiten als 2012 enden. Da bin ich allerdings guter Dinge: Selbst nicht fit fahre ich heute Strecken hoch, die ich Anfang 2012 noch gelaufen bin.  Von der deutlichen Verbesserung der Durchschnittszeiten auf dem Heimweg ganz zu schweigen. Zu meinem großen Erstaunen habe ich mich auch im Vereinsleben wiedergefunden – bin ich sonst eher nicht so für. Aber die Leute vom RSC Niederrhein haben es mir auffallend leicht gemacht, mich „heimisch“ zu fühlen und seit März 2012 viel Spaß in mein Leben gebracht. Jenseits dessen möchte ich gerne wieder klettern gehen – unter anderem auch für’s Cachen, aber halt auch einfach nur, weil es Spaß macht. Und ich hoffe, ich kann das Schwimmtraining und das Krafttraining über das Jahr so ausbauen, dass ein stabiler Trainingszustand erreicht und gehalten wird.

Lokalpolitisch wird 2013 da weiter gehen, wo 2012 aufgehört hat: Ich werde mich abwechselnd über unfähige Menschen und unglaubliche Entscheidungen aufregen. Aber genau so werde ich wie in den vergangenen Jahren viel Zeit investieren und hoffen, Voerde und damit mein Leben ein kleines bisschen besser zu machen. Dann kommt noch die Bundestagswahl, die sicherlich viel Wahlkampfarbeit bedeutetn wird – aber unspannend ist: Dank der wenig glücklichen Wahl von Steinbrück als Kandidat wird Mutti eh wiedergewählt werden. Obwohl: Vermutlich wurde Steinmeier genau deswegen nominiert. Wichtig ist eigentlich nur die Frage der Machtverteilung zwischen FDP und Grüne. Es wäre schön, wenn die FDP an der 5%-Hürde scheitern würde, aber das würde erstens die Gefahr von Schwarz-Grün bedeuten (dann doch lieber GroKo). Die CDU wird also der FDP fleissig unter die Arme greifen 😀 Und natürlich werde ich auch weiter gegen ausufernden Überwachung, Abmahnwahn, WLAN-Rechtsunsicherheit und so weiter angehen. Aber auch da sehe ich teilweise Entspannung auf uns zukommen – guter Lohn für harte Arbeit 🙂

Kinotechnisch werde ich mich vermutlich auf Vorjahres-Niveau bewegen, gestern habe ich mit den üblichen Verdächtigen schon die Saison 2013 eingeleitet und „Australien in 100 Tagen“ geschaut. Noch mal 😉 Ich bin mal gespannt, was mir noch für Filme dieses Jahr über den Weg laufen und freue mich natürlich auf Hunger Games II und Hobbit II. Aber auch jenseits der Mega-Block-Buster wird es bestimmt Perlen geben. Und Enttäuschungen.

Was das Cachen angeht, werde ich 2013 vermutlich weniger Dosen sammeln, als 2012 und 2011. Das liegt vor allem daran, dass sich im vergangenen Jahr die aufgewendeten Zeitanteile verschoben haben – aber das ist nicht schlimm. Auf jeden Fall werde ich nämlich auch 2013 wieder ein paar richtig schöne Dosen zu finden wissen und freue mich schon auf die Begleitung alter Bekannter und das Treffen neuer Gesichter.

Insgesamt gibt es also für 2013 vieles, auf das ich mich schon heute freue: Reisen, Menschen, Arbeit und Herausforderungen. Ich glaube, das kann man eine ausgeglichene „Work-Life-Balance“ nennen. Und ich wünsche Euch, dass es Euch ähnlich geht!

Ich war im Auenland…

… und schön war es dort.

Auch wenn ich vor der Tür Menschen gehört habe, die ersten 90 Minuten von „Der Hobbit“ wären langweilig.

Was sie im übrigen gar nicht sind. Peter Jackson nimmt sich nur die Zeit, den Hobbit in das Gesamtwerk „Herr der Ringe“ zu integrieren und er nimmt sich Zeit, eine wunderschöne Geschichte zu erzählen.

Die dabei verwendete Technik ist erst mal ein wenig befremdlich: Durch die hohe Bildrate, hohe Sättigung und Kontraste wirkt der Film mehr wie aus dem Computer, denn aus der Kamera. Und wenig schön waren in der 3D-Version die ich gesehen habe die Landschaftsaufnahmen. Durch eine (meiner Meinung nach) falsch gesetzte Tiefen(un)schärfe wird das Auge beständig irritiert: Der Hintergrund ist unscharf, obwohl das Hirn darauf besteht, dass man die Berge am Horizont scharf sehen müsste. Das war für mich sehr irritierend.

Aber sieht man davon einmal ab, ist der Hobbit ein extrem guter Film, der wie im Flug vorbei ist.

Shame on you UCI: Die Pause (die ich sowieso übel finde!) fand mitten in einer Szene, mitten in einem gesprochenen Wort statt. Das ist angesichts 13€ pro Person einfach nur noch eine Frechheit.

Cloud Atlas – Alles ist Verbunden

Ein Buch, das als unverfilmbar gilt?

Ein Film von den Wachowski-Brüdern?

Der Film Cloud Atlas versucht sich, eine Geschichte zu erzählen, die aus mehreren Episoden in verschiedenen Zeitaltern besteht. Von Anfang an macht der Film dabei klar, dass die Zeitachse hier keine einfache Linie ist – vielmehr finden alle Epochen gleichzeitg statt. Multiversum und String-Theorie lassen grüßen.

Die Schauspieler, allen voran Tom Hanks passen perfekt in den Film und die Handschrift der Wachowski-Brüder ist unverkennbar. Das noch kombiniert mit ein paar Anspielungen auf Meisterwerke wie Soylent Green ergeben einen überdurchschnittlich guten Film.

Hatte ich zunächst die Befürchtung, dass die ständigen Wechsel durch die Epochen und Episoden den Film zu sehr verkomplizieren würden, muss ich jetzt meinen Hut vor Regie und Drehbuch ziehen: Zu keinem Moment verliert man den Faden und auch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten in den Wechseln führen nicht zu Brüchen.

Insgesamt liefern die Wachowski-Brüder ein überaus stimmiges Gesamtwerk ab, dass weniger den Titel Film, als mehr die Bezeichnung Kunst verdient. Und darüber hinaus für jeden Zuschauer die richtige Mischung aus Erzählung, Action und Philosophie liefert.

Der Film wirkt nach.

Insgesamt würde ich Cloud Atlas als solide 10/10 einstufen. Einfach gut gemacht.

Was saugt ist, dass das UCI gestern eine Pause eingefügt hat. Das hat den Filmfluss unnötig unterbrochen. Unnötig deswegen, weil der Film trotz seiner Länge von knapp 3h extrem kurzweilig ist.

Wenn sich Zeit im Kreis dreht: Looper

Ich mag Bruce Willis. Und deswegen führte auch kein Weg an Looper vorbei:

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Der Film war allerdings komplett anders als ich ihn erwartet habe. Und das ist gut und schlecht zugleich.

Looper ist ein unerwartet tiefgründiger Film. Das hätte mir beim Auftauchen des Kindes klar sein müssen, denn hier teilen sich die Willis-Filme in die „Die Hard“ und „Sixt Sense“ – Welten. Und Looper ist damit mehr Sixt Sense als Die Hard. Was ja nicht schlecht sein muss.

Doch Looper hat ein gravierendes Problem: Die dem Sci-Fi-Fan vertrauten Zeitreisenparadoxe scheint man einfach zu ignorieren, was zu sehr merkwürdigen Effekten führt. Außerdem ist der Film trotz 2h Spieldauer einfach zu kurz. So vieles, was man als Zuschauer erklärt haben möchte und so viel Stoff zum Nachdenken und alles wird reduziert… auf den Plot.

Durch diese Reduktion ist Looper eher Flach als Tief. Doch die Geschichte an sich ist eher Tief als Flach. Ihr seht mein Problem?

Für Sixt Sense außerdem zu viel Geballer. Für Die Hard zu wenig geballer. Ihr seht auch hier mein Problem?

Looper will es allen recht machen – dem Zuschauer der sich berieseln lassen will und Action braucht, wie auch dem Zuschauer der über den Film nachdenken will. Und daran verhebt sich Looper leider und ist am Ende nicht Fisch, nicht Fleich. Nicht Die Hard und nicht Sixt Sense.

Aber: Wenn man sieht wie wenig ich allgemein über Filme schreibe und wie viel jetzt hier schon steht um nur eine Einordnung vorzunehmen, so scheint der Film doch Eindruck gemacht zu haben. Was merkwürdig ist, weil ich mich Samstag morgen kaum dran erinnern konnte, den Freitag Nacht gesehen zu haben.

Nix halbes, nix Ganzes.

Aber Bruce Willis.

Resident Evil Retribution

Resident Evil via XNYS
Resident Evil via XNYS

Ich bin ein großer Fan von Resident Evil, seit meiner ersten Begegnung auf einer PS1 vor gefühlten 100 Jahren.

Und ich räume freimütig ein: Ich habe alle Filme gesehen.

So natürlich auch den jüngsten Sproß der Reihe: „Resident Evil 5 – Retribution“. Mein Glückwunsch an den Filmcrew, sie sind sich treu geblieben und jeder neue Teil ist schlechter als der vorherige. Was manchmal unmöglich scheint.

Natürlich ist der Hauptgrund für den Kinobesuch Milla Jovovich in möglichst wenig und möglichst engen Klamotten zu sehen und natürlich auch der Anblick von Sienna Guillory. Wer das bestreitet lügt 😉

Aber man hofft irgendwie auch, dass die Filmreihe wieder die Kurve bekommt. Denn der Anfang, Resident Evil 1, war damals richtig gut.

Statt dessen aber wird alles noch schlimmer. Was nicht sein muss. Nehmen wir z. B. den ersten Prolog, der in einem rückwärts laufenden Zeitraffer an den Teil 4 anknüpft. Sehr gut. Aber muss es dann einen zweiten Prolog (WTF?) geben, in dem „Alice“ noch mal alles aus den ersten 4 Filmen zusammen fasst? Man sollte meinen nein. Noch schlimmer ist aber Bingbing Li, liebevoll auch „Miss Mir Steht Das Rote Kleid Nicht“ genannt, die den ganzen Film über, wann immer sie den Mund auf macht, Captain Obvious spielt und das Offensichtliche erklärt. Damit auch ein vollständig lobotomierter Zuschauer dem Plot folgen kann.

Ähm von welchem Plot reden wir hier genau? Die Geschichte ist so verworren und krude, dass es selbst hart gesottenen Kinofans schwer fallen wird, dem etwas positives abzugewinnen. Vor allem weil die Anzahl der Schauspieler stark reduziert ist und die gleichen Charaktere zu gleich meist Böse wie Gut sind. What the fuck?

Sieht man dann im Film von den ständigen Logikbrüchen ab, die mein Hirn schmerzen lassen (wie viel Munition haben die, warum laden die nie nach, warum stirbt A aber nicht B, was soll das und dieses und warum und HIIIILFE!) bleibt letztlich nur eine einzige Frage: Warum stirbt immer und immer wieder ausgerechnet Michelle Rodriguez, die ja auch in Lost schon leider sterben musste? Sie stirbt mehrfach in diesem Film.

Und ach ja: Wenn die Simulationen nur für die Käufer liefen, wieso lief dann die letzte Simulation nach der das Kind im Schrank… ach vergesst es 😀

Dann noch zwei Dinge: Das eine ist eine unglaublich beschissene Synchronisation, die einen an die Anfänge des Tonfilms zu erinnern versucht. Ich werde daher die DVD auf Englisch gucken. Das Zweite ist die unglaubliche Fehlerneigung bei den CGI. Wer den Film schaut: Achtet mal im ersten „Lichttunnel“ auf den Versatz zwischen Boden und Millas Highheels. Das geht geht den Film so weiter.

Ich könnte noch Stunden so weiter machen. Dabei läuft es auf einen einzigen kurzen Satz hinaus:

Resident Evil 5 markiert den absoluten Tiefstpunkt in der Resident Evil – Reihe.

Aber natürlich werde ich auch den sechsten Teil gucken. Das der kommt, daran besteht kein Zweifel. Und wenig Zweifel habe ich, dass dieser noch schlechter sein wird als Teil 5. Was man sich heute eigentlich gar nicht vorstellen kann…

P.S. Alle Protagonisten wissen, dass man Zombies nur durch Kopfschüsse töten kann. Ratet mal wo das „Stike Team“ bevorzugt NICHT hin schießt…

Das Bourne-Vermächtnis

Wer gut gemacht Actionfilme mag, die eine halbwegs schlüssige Story in guten Bildern präsentieren, wer sich für Agenten, Doppelagenten und den epischen Kampf Gut gegen Böse begeistert, der…..

 

…. macht einen großen Bogen um den Film „Das Bourne-Vermächtnis“. Ein ganz klarer Top5 der schlechtesten Filme 2012. ’nuff said.

The Expendables 2

Während wir in Revelstoke waren, ist uns dieses schnuckelige Kino aufgefallen. Und zfällig lief Samstag Abend dort „The Expendables 2“. Für mich ein Must-See.

Das Kino war von innen urgemütlich und dann begann der Film.

Von Fortsetzungen erwartet man meist, nicht so gut wie das Original zu werden. Vor allem, wenn das Original eine Innovation darstellte, wie es bei „The Expendables“ der Fall war.

Das trifft hier nicht, denn der zweite Teil ist sogar noch besser als der erste Teil. Das liegt nicht nur an der fast identischen Besetzung (und deutlich mehr Arnie!), sondern vor allem an einem absolut unerwarteten und grandios eingebauten Neuzugang: Chuck Norris

Allein wie Norris in den Film eingeführt wird und wie der Norris-Internethumor eingebaut wird… ich habe vor Lachen kaum im Sitz bleiben können.

„Ich hörte Du wurdest von einer Königskobra gebissen?“

„Ja und nach 5 Tagen schrecklichster Schmerzen starb die Schlange!“

Story? Ja, der Film hatte wohl eine, aber ich kann mich nicht erinnern. Machte natürlich gar keinen Sinn und ist auch total egal. Die Bilder? Grandios. Das Zusammentreffen all der Stars unserer Jugend? Unvergleichlich!

„I’ll be back!“

„You have been back to often!“

Das einzige Problem an der Sache ist, dass mit den Stars auch die Fans aussterben und wegaltern. In ein paar Jahren wird außer uns alten Säcken keiner mehr den Witz des Films verstehen. Und trotzdem muss man Stallone dankbar sein. Expandables 2 ist ein Abschluss einer Ära.

Wie ein perfektes Feuerwerk.

The Dark Knight Rises

Wochenend ist Kinozeit und so habe ich mir nach „Der Lorax“ noch einen anderen Film angesehen. Derzeit in aller Munde und vor aller Auge: Der dritte Teil der Batman-Saga.

Ich hatte im Vorfeld gehört, der Film käme nicht an Teil 2 und Heath Ledger als „der Joker“ heran. Das stelle ich mir allerdings auch schwer vor, denn erzählt wird ja eine vollkommen andere Geschichte.

Vorweg: Bain ist ein guter Bösewicht, aber nicht annähernd so stark wie der Joker. Von daher stimmt die Kritik sicherlich ein Stück weit.

Aber:

Der dritte Teil ist ein mehr als würdiger Abschluss der Batman-Saga!

Sieht man mal von den depressiven Schüben des Bruce Wayne ab, bei denen man den Mann schütteln und rütteln will, erzählt TDKR eine spannende Geschichte zu Ende. Dabei entsteht allerdings auch nach 3 Stunden der Eindruck, dass der Film eigentlich zu kurz war. Viele Figuren haben zu wenig Zeit sich zu entwickeln und man will immer mehr wissen und immer mehr sehen. Mehr verstehen und mehr begreifen.

The Dark Knight Rises zieht den Besucher unglaublich schnell und tief in seinen Bann und ist mit Sicherheit ein Anwärter auf den Film des Jahres. Wer ihn noch nicht gesehen hat, der sollte unbedingt ins Kino stratzen – spannender Weise muss man die ersten beiden Filme nicht zwingend gesehen haben.

So. Nächster Kinostop ist dann Prometheus 🙂

Der Lorax

Der Lorax ist ein Animationsfilm für Kinder. Grund genug, sich das Alibikind zu schnappen und ab ins Kino.

Viel kann man über den Lorax nicht sagen. Er ist einfach durch und durch süß gemacht und für Kinder gut zu verstehen. Zu verstehen ist auch die Meta-Botschafts, dass unkontrolliertes Wirtschaftswachstum und ungeregelter Ressourcenverbrauch ein Problem darstellen.

Insgesamt war ich überrascht, welchen Tiefgang der Film an manchen Stellen erreichte. Und hab mich gleichzeitig stellenweise richtig gut amüsiert. Wer also ein eigenes oder geliehenes Kind hat, der sollte ruhig in den Film gehen. Lohnt sich 🙂

Rule #1: Schuld hat immer der andere!

Manchmal bin ich schon reichlich fassungslos.

Aktuell wegen einer Nachricht auf heise.de, in der ich lesen kann, was das Problem der Kino-Betreiber ist:

So mancher Kinosessel bleibt leer, weil die Filmfans lieber zu Hause auf der Couch bleiben und dort ihre legal oder illegal beschafften Filme schauen. Mit Investitionen in neueste Technik und Ambiente versucht die Branche schon länger, dagegenzusteuern. Auch mit Live-Übertragungen von Opernaufführungen, Konzerten und speziellen Events wie Lady-Nights oder Familientagen soll neues Publikum in die Lichtspielhäuser gelockt werden.

Ja ne, is klar?

Ich behaupte mal, so mancher Kinosessel bleibt leer, weil viele Leute sich den Besuch im Kino gar nicht leisten können. Neue Technik ist fein, aber die Preise gehen mal gar nicht. Wenn man sich mal überlegt:

Am Sonntag war ich mit Freunden im Kino und habe schon „ermäßigte“ Karten für eine Nicht-3D-Vorstellung bekommen. Und trotzdem noch 8€ je Karte gezahlt, also 32 Euro für vier Karten. Das ist der reine Eintritt, ohne auch nur ein kleines Paket Popcorn oder Getränk – auf eine Familie gesehen finde ich das ganz schön viel Geld. 3D kostet Extra, Überlänge kostet Extra, Internetbuchung kostet Extra, gute Plätze kosten Extra.

Vielleicht sollte man aufhören über die illegalen Filmgucker als Problem zu sprechen und sich fragen, ob statt Theater- und Opernaufführungen nicht angemessenere Preise eher geeignet wären, mehr Leute ins Kino zu locken? Denn Kino ist zweifellos viel geiler, als auf dem Monitor daheim zu schauen. Allerdings kann ein jeder sein Geld auch nur ein einziges Mal ausgeben…

Und wenn wir mal ehrlich sind, liebe Kinobetreiber: Schlechte Zeiten sehen anders aus, als die 20 Millionen Überschuss die allein Cinemaxx letztes Jahr gemacht hat. Und auch die anderen Zahlen sprechen eine klare Sprache:

Bereits im vergangenen Jahr konnte der Kinomarkt bei Besucherzahlen und Umsatz zulegen. Fast 130 Millionen Besucher wurden vor die Leinwände gelockt, gut 2,3 Prozent mehr als in 2010. Der Umsatz wuchs zum dritten Mal in Folge und erreichte gut 960 Millionen Euro, unter anderem auch wegen höherer Ticketpreise.

 

Jammern, auf hohem (Preis-)Niveau?