Fukushima verursacht Mutationen bei Schmetterlingen

Nein? Oh? Doch!

Wenn man die aktuelle Headline auf der Tagesschau-Naricht so ansieht, spürt man schon eine leichte Irritation: Waren Mutationen nicht zu erwarten?

Viel krasser finde ich aber, was dann kommt:

Nun sorgen sie sich um die Gesundheit der Menschen.“

Nun wie in Jetzt?

Jetzt ehrlich?

Also kann ja sein, dass ich was nicht verstanden habe, als man mir damals(!) in der Schule erklärte, dass radioaktive Strahlung zu Schädigung und Veränderung des Erbguts führen kann. Von daher habe ich erwartet, dass das natürlich auch im Nachgang zu Fukushima Pflanzen, Tiere aber eben auch Menschen treffen wird. Warum sollte hier irgendwas anders sein, als bei Tchernobyl?

Wobei…

Dort hat man damals auch erst beschwichtigt und ist dann im Verlauf von 20 Jahren nach und nach mit den Tatsachen um die Ecke gekommen. Von daher ist es vielleicht sogar genau wie damals bei Tchernobyl.

Zum kotzen.

Fukushima strahlt um die Welt

Wer glaubt, Fukushima sei vorbei, nur weil es nicht mehr in der Presse auf der Seite 1 steht, der irrt vermutlich.

Nach wie vor ist die Katastrophe nicht beseitigt und die Folgen weiten sich aus. Aktuell wird in Thunfischen vor der West-Küste der USA eine erhöhte Radioaktivität festgestellt, die sich direkt auf den Unglücksreaktor zurückführen läßt.

Die Welt dazu:

In Thunfischen vor der US-Küste sind radioaktive Stoffe nachgewiesen worden, die bei der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima freigesetzt wurden. Die im August 2011 vor der kalifornischen Küste gefangenen Blauflossen-Thunfische seien deutlich stärker mit Cäsium 137 als 2008 gefangene Fische sowie mit Cäsium 134 belastet gewesen, berichten Forscher um Daniel Madigan von der Stanford University (US-Staat Kalifornien) in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften („PNAS“). Im März 2011 waren nach einem verheerenden Tsunami im Kernkraftwerk Fukushima große Mengen Radioaktivität freigesetzt und auch ins Meer gespült worden.

Daran wird deutlich, dass der Ausstieg aus der Atomkraft in Deutschland zwar ein wichtiger und richtiger Schritt ist – aber nicht der letzte sein darf. Ziel muss es sein, global aus der Atomenergie aus zu steigen. Ein Anfang wäre dabei, dass die deutsche Bundesregierung nicht weiter den Bau von neuen Kraftwerken mit Garantien absichert…

26. April – 26 Jahre

Heute jährt sich mal wieder die Katastrophe von Tchernobyl, als sich dort der GAU, der Größte Anzunehmende Unfall ereignete, dessen Folgen weltweit noch heute zu spüren sind.

In der Hoffnung, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben, wurden wir getäuscht. Vielmehr haben wir erst vor wenigen Tagen den ersten Jahrestag der Katastrophe von Fukushima gedacht.

Vielleicht sollten wir heute den Gedenktag zum Anlass nehmen um mal über uns nachzudenken. Über unser unendliches Streben nach mehr, verkauft als „Wachstum“, dass doch niemals befriedigt werden wird. Unsere einäugige Blindheit, wenn wir in Deutschland den Ausstieg beschließen, während in den Niederlangen, Polen und eigentlich auf der ganzen Welt neue Atomkraftwerke gebaut werden – teils mit deutscher Finanzierungshilfe und oft mit deutschen Unternehmen.

Vielleicht sollten wir endlich mal anfangen zu begreifen.