Durchsuchen nach
Kategorie: Rennrad

New Watch Day: Garmin Fenix 7x

New Watch Day: Garmin Fenix 7x

Anfang 2017 habe ich relativ viel Geld für eine neue Uhr ausgegeben: Eine Garmin Fenix 5x Saphir (hinter dem Link gibt es nur noch die Nicht-Saphir-Version). Und ich war sofort völlig begeistert – die Uhr wurde mein täglicher (und nächtlicher) Begleiter. Was mich so fasziniert hat war, was Garmin alles in das kleine Gehäuse bekommen hat – inklusive Karten.

Gut, auf Grund der 5-Tasten-Bedienung waren die Karten eher ein Krampf, in Verbindung mit Drittanbietern wie Komoot aber teilweise echt hilfreich. Auch die Idee, von vornherein einen App-Store für Drittanbieter zu integrieren, war nicht die blödeste: Du möchtest Laufen lernen? Lad Dir eine App. Du möchtest andere Ziffernblätter? Lad sie Dir runter. Die Community war ziemlich gut.

Was mich aber total begeisterte war, dass ich die Uhr wirklich gebrauchen konnte: Schwimmen im See oder Schwimmbad, Laufen, Wandern, Joggen, Rennrad, Mountainbike, Rafting, Klettern, nichts wo sie mich im Stich gelassen hätte. Und die Akkulaufzeit? Gut 2 Wochen – ich musste immer über die „ich muss meine Uhr laden“-Fraktion der Apple-Watch-User lachen. Ich wusste teilweise gar nicht wo mein Ladekabel lag 🙂

Dazu kam, dass ich mit der Tastenbedienung vs. Touchscreen schon immer bessere Erfahrungen gemacht hatte. Auch bei meinen anderen Garmin-Geräten, lege ich Wert auf Tasten. Wobei das mit den anderen Geräten so eine Sache war: Der Fenix 5x fehlen Funktionen zum Geocachen, weswegen ich hier mein GPSMap 66t nutze. Auch für die Navigation ist das GPSMap besser geeignet. Das bedeutet aber nicht, dass die Fenix 5x nicht trotzdem fast alles konnte – in vielen Fällen konnte ich also das GPSMap liegen lassen. Und beim Biken? Natürlich ist für die Karte und die Lesbarkeit mein EDGE 820 besser für unterwegs. Ich brauchte es aber z. B. nicht mit Urlaub zu nehmen und an Leihbikes die Halterung anschrauben: Die Fenix kann die gleichen Sensoren (Trittfrequenz, Herzfrequenz, Geschwindigkeit….) auslesen und braucht am Arm keine Rad-Halterung.

Kurzum: Bis auf Spezialfunktionen löste die Fenix 5x alle anderen Garmin-Geräte mehr oder weniger ab. Vor allem, weil ich sie ja eh immer dabei hatte.

Hatte sie Schwächen?

Ja, vor allem 2: Beim Klettersteig-Gehen in engen Schluchten oder der DAV-Anlage in Duisburg war GPS nicht zu gebrauchen. Und das Bahnenschwimmen im Schwimmbad sorgte je nach Software-Version für mehr oder weniger falschen Ergebnissen.  Beides allerdings extrem schwierig zu messen und kein wirklicher Vorwurf, den man der Uhr machen könnte.

Das ich die Saphirglas-Version genommen hatte, lag an Garmin: Dort hatte man mir „versprochen“, dass die Fenix 5x Saphir praktisch unzerstörbar sei. Und nach 5 Jahren wenig zarten Handhabens muss ich sagen: Die Uhr hat alles überlebt und das Glas nicht einen einzigen Kratzer – ohne jede Form von Schutzfolie. Und Gelegenheiten zu Kratzern gab es zu Hauf. Was man der Uhr heute auch ansieht:

Nach der 5X kam die 5x Plus. Größte Änderung war sicherlich „Garmin Pay“, also Zahlen mit der Uhr, das mich nicht interessierte. So blieb ich der 5x treu. Dann kam die Fenix 6x mit einer bahnbrechenden Neuigkeit: Solar. Das fand ich einen geilen Move, denn wenn man viel draußen ist, kriegt man viel Sonne. Die zu nutzen um die Akkulaufzeit zu verlängern, fand ich genial. Aber Garmin machte einen Fehler:

Ich konnte entweder die Solar-Version kaufen. Oder die Saphir-Version. Beides zusammen ging nicht. Damit war die Fenix 6x für mich auch keine Alternative. Und warum auch – selbst nach 5 Jahren kann ich kaum einen nachlassenden Akku vermelden, die Software ist (Garmin-Typisch) über die Jahre auf einen Stand gereift, der gut funktioniert.

Tja… und dann kam 2022. Und eine Mail von Garmin: Die Fenix 7x ist da. Und als würde man bei Garmin endlich auf mich hören, kann man sie als Titan-Version mit Solar und Saphir bestellen. Und ja, ich habe sie bestellt.

Die Neue ist im Umfang deutlich gewachsen, dafür in der Dicke geschrumpft. Letzteres ist eine gute Nachricht, weil ich gelegentlich das Problem hatte, dass die 5x nicht unter die Manschette meines Hemdes gepasst hat. Sie wirkt auch deutlich leichter, wobei ich das nicht nachgemessen habe. Auf jeden Fall ist sie sehr „gefällig“:

 

Neben dem Solar kommen in paar neue Neuerungen dazu. Für mich spannend (keine Ahnung ob die 6 das schon hatte) ist die Möglichkeit, Musik direkt auf der Uhr zu speichern und sie mit meinen Bluetooth-Kopfhörern zu verbinden. Ich kann also ohne Handy aber mit Musik zum Sport. Dann gibt es natürlich wieder besseres GPS, wobei ich bei dem neuen Multiband-Empfänger wirklich mal gespannt bin, wenn es in den Klettersteig geht.

Was die Akku-Laufzeit angeht, sag ich mal „geht so“ 😉

Screenshot von https://www.golem.de/news/sportuhr-im-hands-on-garmin-fenix-7-mit-touchscreen-und-saphirglas-solarstrom-2201-162466.html am 03.02.22
Screenshot von https://www.golem.de/news/sportuhr-im-hands-on-garmin-fenix-7-mit-touchscreen-und-saphirglas-solarstrom-2201-162466.html am 03.02.22

Ohne GPS mit ausreichend Licht ist die Uhr angeblich in der Lage, deutlich über 1 Jahr ohne Nachladen auszukommen. In meinem „Use-Case“ rechne ich mit 1x Aufladen alle 3 bis 4 Wochen. Mehr wird es wohl nicht brauchen.

Neu ist übrigens, dass auch die Saphirglas-Version jetzt einen Touchscreen hat. Erwähnte ich, dass ich Touchscreen nicht mag? Hier hat Garmin mich allerdings auf seine Seite gezogen: Die weiter oben erwähnte Karte ist nämlich jetzt Bedienbar. Während Garmin bei der 5x einen ziemlichen Krampf zum Zoomen, Verschieben und Markieren mit den Tasten einbauen musste, kann ich jetzt einfach über die Karte „swipen“. Und der neue Prozessor ist schnell genug, sie mehr oder weniger flüssig nachzuführen. Davon ab kann ich dann den Touchscreen per Tastendruck systemweit abschalten, so dass in allen anderen Fällen die Bedienung wie gewohnt über die 5 Tasten erfolgt. Bei Sport-Apps deaktiviert die Uhr im Standard eh den Touchscreen, sofern man das nicht umstellt. Hey, plötzlich mag ich das 😀

Und dann gibt es noch die Taschenlampe.

Die was?

Die Taschenlampe 😀

Um das zu verstehen, sind zwei Dinge vielleicht interessant zu wissen:

1. Das Display der Fenix war beleuchtet eh so hell, dass ich sie in ungewohnter Umgebung, z. B. auf Hütten, Nachts einfach genutzt habe um mich zu orientieren.

2. Jedes Handy hat eine Taschenlampe, mein GPSMap hat eine, warum also nicht meine Uhr?

Natürlich kann man jetzt sagen Why, Garmin, why! Bis man auf eine interessante Funktion stößt: Das Pendel!

Die Uhr lässt beim Laufen die weißen LED’s aufblinken, wenn der Arm nach vorne pendelt und die Rote (erwähnte ich, dass die Taschenlampe auch eine rote… egal) blinkt, wenn der Arm nach hinten pendelt. Was sich erst mal völlig gaga anhört, ist eine nützliche Funktion um die Sicherheit zu erhöhen: Wenn ich im Dunkeln Laufen gehe, hat meine Stirnlampe hinten auch eine rote LED-Leuchte, damit ich von beiden Seiten gut zu sehen bin. Hätte ich das nicht oder wäre ich ohne unterwegs, könnte ich zumindest rudimentär meine Sichtbarkeit mit dem Pendel erhöhen. Braucht man das? Nein. Ist es ein witziges Gimmick? Ja.

Alles in allem finde ich die Fenix 7x Saphir Solar eine gelungene Weiterentwicklung im Vergleich zur Fenix 5x. Beim Laufen und Radfahren werde ich von dem neuen Multiband-GPS wohl nicht viel merken, beim Klettern bin ich gespannt. Auch wie sich die Uhr im Schwimmbad schlagen wird, ist eine spannende Frage. Darüber hinaus hoffe ich, dass sie genauso robust ist, wie die 5x und mich die nächsten… sagen wir 5 Jahre genauso zuverlässig auf meinen Abenteuern begleiten wird.

Und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch ein bisschen mit der Uhr spielen 😀

Und für Die unter Euch, die gerne mehr über die Sportfunktionen wissen wollen: Klick!

Nur eine kurze Runde *schwitz*

Nur eine kurze Runde *schwitz*

Die letzten Wochen bin ich zu nix gekommen,  weil mich die „Arbeit“ mehr beansprucht hat als üblich. Um so schöner, heute mal wieder eine Runde auf meinen Drahtesel zu kommen. Nur eine kurze Runde, und es sind ja auch nur 25,5°C, das sollte alles kein Problem sein.

 

Tatsächlich habe ich selten so geschwitzt wie heute. Irgendwie war das so dermaßen schwül, dass ich sogar kaum mit der großen Flasche ausgekommen bin – die ich üblicherweise nicht mal zu 1/3 leer mache auf der Runde :-O

 

 

Relive ‚Kurze RR Runde‘

Aber: von Nix kommt bekanntlich Nix und im Oktober steht ein Rennen an 😀 Und dafür habe ich jetzt 12 Wochen Zeit zum trainieren 🙂