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Kill ‚em all

Kill ‚em all

Vor einer Weile stand ich ratlos in einer Buchhandlung. Getrieben von dem Wunsch ein Buch zu kaufen und ohne jede Ahnung. welches es denn sein soll. Eine freundliche Fachhändlerin nahm sich meiner Unentschlossenheit an und empfahl mir nach einigen Fragen das Buch „KILL ‚EM ALL“ von John Niven. Gesagt, gekauft.

Dann stand es einige Wochen im Regal und vorige Tage dachte ich: Die Abende werden länger, schnapp Dir ein gutes Buch und ab auf das Sofa.

2017 – die Ära von Trump, Brexit und Fake-News. Zwanzig Jahre sind seit Steven Stelfoxs mörderischem Rundumschlag in Kill Your Friends vergangen. In Gott bewahre trat er noch einmal als unerbittlicher Juror der größten amerikanischen Casting-Show in Erscheinung.

Nun, mit siebenundvierzig Jahren genießt er ein geruhsames Jetset-Leben. Wenn er Langeweile hat, verdingt er sich als Berater in der Musikindustrie. Und löst Probleme.

Und sein alter Freund James Trellick, mittlerweile CEO der größten amerikanischen Plattenfirma, hat ein massives Problem: Sein Künstler Lucius Du Pre ist der erfolgreichste Popstar auf Erden. Nun ja, er war der erfolgreichste Popstar auf Erden. Inzwischen ist er ein hoffnungsloser Junkie und unberechenbares Sexmonster. Um die irrsinnigen Vorschüsse wieder einzuspielen, ist eine weltweite Comeback-Tour geplant. Doch dafür müsste er erst wieder in Form kommen. Und es gilt einen Erpressungsversuch abzuwenden – ein Video mit kompromittierenden Szenen, das nie an die Öffentlichkeit gelangen darf.

Welcome back, Steven Stelfox. Er kennt keine moralischen Bedenken und geht bekanntlich über Leichen. Und das Klima des »amerikanischen Gemetzels« – des Populismus, der puren Gier und der großen Lügen – spielt ihm zu. Aber in dieser Zeit der Unsicherheit weiß man natürlich nie, was als Nächstes geschieht.

Die ersten Seiten und Kapitel waren eine Geduldsprobe. Man muss den Protagonisten mögen lernen, denn er ist – das muss man so sagen – ein echter Kotzbrocken. Und die Art zu schreiben, was möglicherweise aber auch an der Übersetzung liegt, die John Niven an den Tag legt, ist auch nicht so meines. Schnell entstand der Wunsch, das Buch bei Seite zu legen. Aber irgendwie… war es ja auch unterhaltsam. Und ehe ich mich versah, war ich in der Mitte und Weglegen war keine Option mehr.

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam erzählt. Allerdings gibt es wohl einen Vorgänger zur Geschichte und an der einen oder anderen Stelle hätte ich mir schon das Vorwissen gewünscht – das ist allerdings kein so großes Manko, wie es sich jetzt anhört.

Und während die ersten 3/4 des Buches eher so klingen, als wenn der Protagonist Steven Stelfox alles im Griff habe, fängt es im letzten Teil an, richtig an Dramatik zu gewinnen. Das macht die ersten 75% nicht langweilig, aber die letzten 25% halt noch mal um so spannender.

Bis dann im großen Showdown…. aber das will ich hier nicht verraten.

Was mir besonders gefällt ist natürlich, wie John Niven nebenbei mit den USA unter Trump und dem Brexit unter Johnson abrechnet. Da bleibt kein Auge trocken. Und dann kommt von ihm ein einzelner Satz über Trump, der mir als politisch interessiertem Menschen dessen Verhalten besser erklärt, als alle Talkshows und Editorials dieser Welt. Einfach so. Mitten im Buch. Herrlich.

Wer Spannungsreiche Krimis mag, die sich nicht zu sehr um die Realität scheren aber mit eben dieser ins Gericht gehen, wird seinen Spaß an dem Buch haben.

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Night Train – David Quantick

Night Train – David Quantick

Ich weiß nicht genau, was mich Anfang Juni bewogen hat, „Night Train“ von David Quantick vorzubestellen.

Vorige Tage jedenfalls klingelte der Postbote und brachte mir das Paket mit dem praktisch noch von den Druckerpressen warmen Buch. Ein paar Tage musste es dann noch warten und gestern habe ich es dann am frühen Abend in die Hand genommen.

Und heute am späten Nachmittag beendet.

Das ich ein Buch praktisch durchlese passiert sehr selten und wenn dann nur bei Autoren, die genau meinen Nerv treffen, wie z. B. Stephen King.

Aber um was geht es in „Night Train“?

A woman wakes up, frightened and alone. The room shaking and jumping like it’s alive. The noise is terrifying. Where is she? Stumbling through a door, she realizes she is on a train carriage. A carriage full of the dead. A personal hell unfolding in an apocalyptic future.This is NIGHT TRAIN. A terrifying ride set on a driverless locomotive, heading for a collision somewhere in the endless night. How did the woman get here? Who is she? And who are the dead?As our heroine makes her way through the train trying to find out what happened to her, she meets a former strongman, a trained killer, and a collection of strange and terrifying creatures.

Wenn man das Buch beschreiben möchte, wäre mein Versuch der Folgende:

Stellt Euch vor, Ihr hattet einen Albtraum, den Ihr vergessen habt. Dann gibt Euch jemand dieses Buch und es ist der Albtraum, von dem Ihr so froh gewesen seid, ihn vergessen zu haben. Aber weil es ein Albtraum ist, könnt Ihr nicht aufhören, ihn zu lesen.

Ich finde die Geschichte auf eine sehr spezielle Art und Weise innovativ. Es ist nichts, was man nicht schon mal irgendwie gelesen oder gesehen hätte. Wer denkt bei der Beschreibung nicht an „Snowpiercer oder eben an Horror-Autoren wir King? Das Kunststück, dass dem Autor hier gelingt ist eben, dass es weder das eine noch das andere ist.

Es ist, und ich habe wirklich keinen besseren Vergleich, als LESE man einen schnell geschnittenen FILM. Das mag Paradox klingen, aber ich finde einfach keine besseren Worte. Was vielleicht der Grund ist, warum dieses Buch so elend gut ist.

Leider ist eine deutsche Version noch nicht verfügbar. Das Englisch ist aber so, dass man es mit besserem Schulenglisch gut lesen kann.

Und lesen sollte man es. Dieses Buch ist ein Anwärter auf den Titel „Buch des Jahres 2020“ und absolut fantastisch.

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Red Rising – Tag der Entscheidung

Red Rising – Tag der Entscheidung

Nachdem ich letzten Monat den zweiten Teil der Red-Rising-Serie beendet hatte, habe ich mir zum Abschluss den dritten Teil „Tag der Entscheidung“ von Pierce Brown gegönnt.

Ich muss zugeben, der Band hatte seine Längen. Zu sehr versucht der Autor, noch Nebenplots auf und wieder zuzumachen. Daneben muss er natürlich seine eigentliche Geschichte zu einem (guten) Ende führen und nicht zu Letzt sind die Leser*innen natürlich auf das große Finale, vielleicht einen großen Endkampf zwischen Gut und Böse gespannt.

Ohne das Buch zu spoilern sein verraten, dass auch Brown dem Trend folgt, die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen zu lassen und die Bösen so viel gutes tun zu lassen, wie die Guten böses tun.

Insgesamt, wie so oft bei 3 Bänden, hätten es Zwei auch getan. Aber ich bin nicht wirklich böse um die Zeit, die ich mit der langen und manchmal etwas zähen Geschichte verbracht habe. Denn im Kern erzählt sie eine Geschichte über eine Gesellschaft, die einen falschen Weg eingeschlagen hat und versucht, diesen falschen Weg vor sich selbst zu rechtfertigen.

Dabei beschränkt sich dieser Band fasst ausschließlich auf eine Mischung aus indischen Kasten und dem Aufstieg und Niedergang des römischen Reiches – halt nur in ein paar tausend Jahren in einem erbitterten Kampf um die Vorherrschaft im Universum.

Ob ich die Bücher jetzt insgesamt empfehlen würde?

Ich würde sagen ja: Für Leute, die epische Sci-Fi mögen und viel Zeit, z. B. auf dem Weg zur / von der Arbeit haben. Da lohnt es sich auf jeden Fall. Für eher ungeduldige Leser*innen wäre die Geschichte über die 3 Bücher dagegen wohl eine ziemliche Herausforderung.

Die Geschichte um unseren Helden, seine Freunde und den immer währenden Krieg geht übrigens weiter – die ursprüngliche Trilogie hat Nachwuchs bekommen. Für mich ist hier aber erst Einmal Pause – es warten andere Welten darauf, entdeckt zu werden. Und vielleicht komme ich dann eines Tages zurück in die Welt der Goldenen, Grünen, Blauen und Roten.

Mein nächster Stopp ist jetzt:

The Night Train

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Red Rising – Im Haus der Feinde von Pierce Brown

Red Rising – Im Haus der Feinde von Pierce Brown

Nachdem ich vor einigen Tagen den ersten Teil von „Red Rising“ zu Ende gebracht habe, bin ich jetzt auch mit dem zweiten, deutlich längeren Teil „Red Rising – im Haus der Feinde“ durch.

Immer war Darrow stolz darauf, als Minenarbeiter auf dem Mars den Planeten zu erschließen. Bis er herausfand, dass die Oberschicht, die Goldenen, längst in Saus und Braus lebten und alle anderen ausbeuteten. Unter Lebensgefahr schloss er sich dem Widerstand an und ließ sich selbst zum Goldenen verwandeln. Nun lebt er mitten unter seinen Feinden und versucht die ungerechte Gesellschaft aus ihrer Mitte heraus zum Umsturz zu bringen. Doch womit Darrow nicht gerechnet hat: Auch unter den Goldenen findet er Freundschaft, Respekt und sogar Liebe. Zumindest so lange ihn niemand verrät. Und der Verrat lauert überall.

Der erste Band war jetzt ja nicht unbedingt der Burner unter den Büchern, aber solide Unterhalten. Und ich fand die Durchmischung verschiedener Genres irgendwie spannend. Da macht der zweite Band keine Ausnahme, allerdings handelt es sich jetzt mehr um ein „Bellum Gallicum meets Dune – der Wüstenplanet“.

Inhaltlich ist der zweite Band, wie so oft bei Mehrteilern, nicht annähernd so alleinstehend wie der Erste und eigentlich nur der Übergang zum dritten Teil. Da macht auch dieses Buch keine Ausnahme. Der Autor nutzt den Platz, um die Rolle der Clans („Häuser“) weiter auszuleuchten und das Modell aus Verrat und Gegenverrat zu vertiefen und auszubauen.

Für meinen Geschmack manchmal etwas zu viel. Es ist ja schön, dass immer alle alle verraten, aber manchmal wäre es auch schön, sich für ein paar Momente auf ein Bündnis einstellen zu können.

Mein hauptsächlicher Kritikpunkt ist aber ein anderer: Obwohl unser Protagonist ja erst seit kurzer Zeit unter seinen Feinden lebt, hat er nicht nur alle ihre Verhaltensweisen verinnerlicht um sich nicht zu verraten. Er ist auch immer allen einen Zug voraus und egal, was ihm in den Weg geworfen wird, er wusste es und konnte sich vorbereiten.

Das ist der Story ein Stück weit zuträglich, nimmt aber auch sehr viel Spannung. Weil es egal ist ob der ehemalige Bergbauarbeiter ein Raumschiff kommandiert oder mit der ultimativen Antagonistin, die seit Jahren durch Verrat und Macht ihre Position gefestigt hat, ein „Duell“ spielt – am Ende obsiegt er und der Ablauf ist immer: Protagnoist plant etwas, Antagonist will es vereiteln, Protagonist obsiegt, weil er ja vorher wußte, was passieren wird.

Trotzdem hat mir der Teil gefallen – zumindest so gut, dass ich den Cliffanger am Ende genutzt habe, direkt den nächsten Teil zu beginnen 🙂

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Red Rising von Pierce Brown

Red Rising von Pierce Brown

Das Schöne an langen Zugfahrten ist, dass man richtig schön Hörbücher hören kann. Und so habe ich in den letzten Tagen den ersten Band aus der Red Rising-Serie von Pierce Brown lesen können – der auf den Namen „Red Rising“ hört. Wenig innovtiv, but never judge a Book by its Title 😉

Und ich muss zugeben, ich war schon irritiert.

Der junge Darrow lebt in einer Welt, in der die Menschheit die Erde verlassen und die Planeten erobert hat. Bei der Besiedlung des Mars kommt ihm eine wichtige Aufgabe zu, das jedenfalls glaubt Darrow, der in den Minen im Untergrund schuftet, um eines Tages die Oberfläche des Mars bewohnbar zu machen.

Doch dann erkennt er, dass er und seine Leidensgenossen von einer herrschenden Klasse ausgebeutet werden. Denn der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht lebt in luxuriösen Städten inmitten üppiger Parklandschaften. Sein tief verwurzelter Gerechtigkeitssinn lässt Darrow nur eine Wahl: sich gegen die Unterdrücker aufzulehnen. Dabei führt ihn sein Weg zunächst ins Zentrum der Macht. Der unerschrockene Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Denn um sie vernichtend schlagen zu können, muss er einer von ihnen werden.

Das Buch beginnt als Coming-of-Age-Geschichte mit Einschlägen von Harry Potter und Tribute von Panem. Ein bisschen Game of Thrones darf auch nicht fehlen und der „Total Recall in der „echten“ Version mit Arnold kennt, der wird auch die eine oder andere Anspielung verstehen.

Am Anfang dachte ich…. hmmm… das wird sicherlich nicht gut. „Ärzte“ im Untergrund, die die DNA verändern und neue Augen einsetzen, damit man dann an „Ritterspielen“ auf der Mars-Oberfläche teilnimmt, bei denen man den anderen „Häusern“ die Fahne klaut, beobachtet von Gott-gleichen Tutoren auf einem Berg, an dem alles an die griechische Mythologie angelehnt ist…. ich meine WHAT THE FUCK LESE ICH HIER?

Tatsächlich aber beginnt die Geschichte durchaus unterhaltsam unterhalb der Mars-Oberfläche. Sie erzählt von einem entbehrungsreichen Leben, von Liebe und Familie. Von einem Zusammentreffen der verschiedenen Schichten und einem jungen Mann und seiner schönen Frau und eh man sich versieht, ist man in dieser furchtbaren „ach komm, nur noch ein Kapitel“-Phase, die ganze Tage verschlingen kann.

Am Ende war ich nicht befriedigt, denn der erste Band endet mitten in der Geschichte. Und das bedeutetet, dass ich natürlich sofort Band 2 kaufen musste: Im Haus der Feinde.

Fck.

Und jetzt hänge ich hier und warte auf die nächste Bahnfahrt, um zu erfahren, wie die Geschichte weiter geht. So gesehen muss es wohl eine unterhaltsame Geschichte sein.

Und wer Sci-Fi mag, sollte ihr eine Chance geben. Und vielleicht erfahren wir auch noch etwas mehr über die Grubenottern, die ihre Eier in die Körper der Höllentaucher legen….

 

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Die Kinder der Zeit – Adrian Tchaikovsky

Die Kinder der Zeit – Adrian Tchaikovsky

Ein Freund hatte mir „Die Kinder der Zeit“ von Adrian Tchakovsky aus der „Die Zeit-Saga“ empfohlen. Und das Buch lässt mich sehr ratlos zurück.

Die letzten Menschen haben eine sterbende Erde verlassen, um in den Tiefen des Alls ein neues Zuhause zu finden. Als sie auf den Planeten Eden stoßen, scheint ihnen das Glück sicher: ideale Konditionen und eine florierende Ökosphäre. Doch was sie nicht wissen – es waren bereits Menschen hier gewesen, vor langer Zeit. Menschen, die Eden als Versuchsplaneten für ein vermessenes Projekt künstlicher Evolution ausersehen hatten. Doch ihr Experiment damals hat ungeahnte Spuren hinterlassen, und nun treffen ihre Nachfahren auf die vergessenen Kinder ihres Versuchs. Wer von ihnen wird das Erbe von Eden antreten?

Das klingt ja erst mal sehr spannend. Allerdings krankt es an verschiedenen Stellen, die meiner Meinung nach auf mangelnde Phatansie beim Autor zurück zu führen sein könnten.

Da ist zunächst das Problem, dass wesentliche Fragen einfach übersprungen werden, zur Not in dem man einfach ein paar Jahrhunderte Kälteschlaf einbaut. Dann ist da das Problem, dass der Autor gleichzeitig versucht, ungefähr biologisch richtig zu schreiben und auf der anderen Seite aber halt Sci-Fi. Das führt zu einem interessanten Problem, dass ich am Beispiel der Spinnen fest machen möchte:

Es ist unerklärt, warum auf einem anderen Planeten am Ende des Universums Spinnen entstehen, die grundsätzlich unseren Spinnen entsprechen und so beschrieben werden. Gleichzeitig aber scheinen die physikalischen Gesetze, die für unsere Spinnen gelten und z. B. die Größe limitieren, nicht zu gelten. Wie sich ein Gehirn durch künstliche Evolution in ihnen entwickelt bleibt genauso ungeklärt wie die Frage, warum Spinnen, die auf einem fernen Planenten intelligent geworden sind, Norden, Süden, Osten und Westen erfinden, genau so nennen und am „westlichen Meer“ leben.

Man könnte auch sagen, es macht irgendwie alles keinen Sinn. Das muss Sci-Fi ja eigentlich auch nicht. In diesem Fall aber führt das halt dazu, dass ich mich ständig an solchen Dingen gestört habe (Ameisen mit Eisen-Panzerung? Srsly?) und mich der Geschichte gar nicht hingeben konnte.

Ich werde die weiteren Bücher nicht lesen. Aber mich würde interessieren, ob jemand von Euch das Buch gelesen hat und völlig anderer Meinung ist, als ich?

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The Last of Us 2

The Last of Us 2

The Last of Us II
The Last of Us II

Vor einer Weile habe ich mir dann doch mal eine Playstation 4 gekauft, weil ich gerne „The Last of Us spielen wollte. Und da die inzwischen recht preiswert ist, weil ja die PS 5 ins Haus steht, dachte ich: Was soll es.

Hintergrund ist, dass ich sehr gerne Spiele mit intensiven Geschichten spiele. Und ich wollte noch ein paar Spiele ausprobieren, darunter eben TLOU, aber auch Red Dead Redemption 2 und Death Stranding (zu denen später mehr).

Hängen geblieben bin ich zunächst an „The Last of Us“, weil das für mich eine extrem gute Geschichte („Weltuntergang“, Zombies, Soldaten und so weiter) war, die extrem gut umgesetzt wirkte. Das Ganze ist ja mehr ein interaktiver Film, denn Spiel im klassischen Sinne. Und in meinen Augen ist es das, was damals schon Star Wars: Rebel Assault schon war.

Und ich muss sagen, ich war schon durchaus angetan. Ich hatte mir das Spiel für nach dem Studium aufgehoben und habe in den letzten Tagen vermehrt Abends noch eine halbe Stunde / Stunde durchgespielt. Und dann war es zu Ende und hinterließ eine Lücke… das kann doch nicht alles sein.

Nein, kann es nicht und ist es nicht, denn dieser Tage erschien der lang erwartete Nachfolger: The Last of Us II, dass ich mir in einer wunderschönen Steelbox gegönnt habe. Installiert, die obligatorischen Updates geladen und dann…

… ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Von Null auf Sucht in 2 Sekunden.

Ich weiß gar nicht, wie ich es anders beschreiben soll also so, dass ich sage, TLOU2 ist perfektes Story-Telling. Mit Betonung, Fettdruck und Unterschreiben bei Perfekt.

Die Geschichte schließt an den ersten Teil an und spielt weniger Jahre später. Die schon ohnehin sehr gelungene Art der Erzählung aus dem zweiten Teil wurde hier gnadenlos perfektioniert. Und das Spiel, so man es denn Spiel nennen möchte, ist wie ein extrem guter Roman, weil es den Spieler voll in sich hineinsaugt, mit seinen Emotionen spielt und ihn als gebrochenen Menschen wieder ausspuckt.

Ich habe noch nie, und ich meine wirklich  noch nie, ein Spiel gespielt, dass dermaßen gut darin ist, eine Geschichte zu erzählen, in der Freud (wenig) und Leid (viel) so dicht und packend beieinander sind. In denen die eigene Moral so gnadenlos auf die Probe gestellt und die Frage was gut und was böse ist dermaßen strapaziert wird.

Würde ich Sterne vergeben, wäre das Spiel definitiv eine 6 aus 5. Und nein, das ist kein Tippfehler.

Ich möchte aber dafür werben, den Begriff „Spiel“ nicht mehr zu sehr auf diese Art von Game anzuwenden. Das ist Kunst. Große Kunst. Das ist eine, wie ich finde, perfekte Symbiose aus interaktiver Unterhaltung und Literatur.

Es ist einfach ganz, ganz großes Kino!

Und ich habe kein Spiel mehr so gut gefunden, seit Half-Life und Half-Life 2 erschienen sind. The Last of Us und The Last of Us 2 sind die perfekte, logische Fortsetzung.

 

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Homo Deus: eine Geschichte von Morgen

Homo Deus: eine Geschichte von Morgen

Homo Deus
Homo Deus: Eine Geschichte von Morgen

Ich habe die letzten Tage ein bisschen Zeit im Zug vebracht. Und was bietet sich da mehr an, als ein gutes Hörbuch?

Also habe ich mir bei Audible das Buch „Home Deus“ von Yuval Noah Harari heruntergeladen. Und wir schon bei 21. Lektionen für das 21. Jahrhundert war ich ausgesprochen angetan.

In seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In „Homo Deus“ stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen – schöpferische wie zerstörerische – und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.

Das Buch ist nicht nur zu gleichen Teilen Gesellschafts- und Politikkritik. Es gelingt dem Autor auch zu vermitteln, was eigentlich das Kernproblem unserer Gesellschaft ist. Bei mir rennt er offene Türen ein, weil ich schon länger „predige“, dass wir – wenn wir nicht aufpassen – in eine sehr stark ausgeprägte Zwei-Klassengesellschaft abdriften. Er rechnet dabei mit dem Liberalismus in der Form ab, als das es eben nicht der Markt sein kann, dem wir überlassen zu regeln, wie wir leben wollen.

Das Buch ist, obwohl eher wissenschaftlich orientiert, sehr leicht zu lesen / hören und richtet sich vor allem auch an all die Leserinnen und Leser, die schon lange das Gefühl haben, dass in unserer Gesellschaft etwas nicht stimmt. Anders als in „Eine kurze Geschichte der Menschheit, dass auch sehr gut ist, richtet er seinen Blick hier aber nicht auf die Frage, woher wir kommen,. Sondern darauf wohin wir gehen und wie sich die Menschheit insgesamt entwickeln kann.

Würde ich Sterne vergeben, bekäme dieses Buch 5 von 5 Sternen.

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Fear The Future (The Fear Saga 3)

Fear The Future (The Fear Saga 3)

Fear the Future
Fear the Future

Ich hatte die letzten Tage viel Zeit im Zug und so konnte ich endlich die Fear-Saga Trilogie beenden, indem ich das dritte Buch „Fear the Future“ von Stephen Moss zu Ende lesen konnte.

Und am Ende der Geschichte angekommen, muss ich doch sagen, ich bin angetan 🙂

A predator hunts the skies over Earth. Its intent is peaceful, and its mission is essential, but it is the deadliest machine humanity has ever created. Piloted by a six-year-old girl, the godlike Skalm guards the Districts of TASC. Her family is long dead. Her adopted father is a synthetic copy of an alien, her nanny an artificial mind, connected via subspace to every part of the globe, feeding the young girl information, finding prey to satiate her growing thirst. But the young girl is but an innocent, a victim, one of millions the war has already claimed. Her innocence has been sacrificed by a man with singular purpose: a man who will stop at nothing in order to prepare earth for the coming conflict. For the armada is approaching, its far off engines now bright as stars in the night sky. They mean to kill us. They have the power to do so. And as oblivion’s maw opens up to engulf us, we brace ourselves for battle. We will fight to the last. Live or die, we will leave a scar upon our attackers that will last an age, even if we, ourselves, do not.

 

Was mich stark verwundert ist, welche Wendung die Geschichte letztlich nimmt. Nachdem der Autos sich zwei Bände Zeit gelassen hat, uns mit dem Setting vertraut zu machen, die Charaktere einzuführen, einen Ost-West-Weltall-Konflikt entstehen zu lassen…

Kommt es zum finalen Showdown zwischen den Menschen und den Aliens.

Aber halt so völlig anders, als man es erwarten würde. Ich weiß auch jetzt, gut 2 Tage nach dem Ende der Lektüre, nicht, ob mir das Buch jetzt gefällt weil es anders verläuft als ich dachte oder ob es mir nicht gefällt, weil es anders verläuft, als ich dachte.

Witzig ist, dass es eine der Geschichten ist, in denen einem der Protagonist mit jeder Seite unsympathischer wird. Aber es ist wie bei einem Unfall: Du kannst nicht wegsehen, Du willst das Buch nicht weglegen und dann…

… reibst Du Dir verwundert die Augen.

Ich sag mal so: Wer Sci-Fi mag und sich gerne mal auf was Neues einlässt, wird mit dem dritten Buch ein würdiges Ende der Geschichte erleben, die im ersten Buch doch recht fulminant begann. Prädikat I Like.

Nächster Halt auf der Leseliste: 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert.

 

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Fear the Survivors (The Fear Saga 2)

Fear the Survivors (The Fear Saga 2)

Nachdem ich vor einigen Tagen den ersten Band der Fear-Saga beendet hatte, habe ich mir jetzt Band 2 „Fear the Survivors“ von Stephen Moss als Hörbuch gegönnt.

Wie schon der erste Band ist auch Band Zwei knallharte Sci-Fi. Und wie das bei Trilogien gerne gemacht wird, ist der Band eigenständig nicht zu lesen:

Er knüpft nahtlos und ohne jede Erklärung an Band 1 an und erzählt eine Geschichte ohne eigenen Höhepunkt, denn der ist ja dem Ende der Geschichte in Band 3 vorbehalten.

Dennoch lohnt sich Band 2 durchaus, weil hier die Grundlagen für die zu erwartende Schlacht gelegt wird. Und der Autor es sich nicht nehmen lässt, auch uns den Spiegel vor zu halten:

Wer ein Buch erwartet, in dem die Menschheit durch eine außerirdische Bedrohung vereint wird und ihre Ressourcen bündelt, um gemeinsam den Fortbestand unserer Welt zu sichern, findet sich plötzlich in einer Welt wieder, in der der Ost-West-Konflikt wieder auf-blüht, die Chinesen eigene Pläne haben und die verbliebenen Agenten das übrige politische System weiter destabilisieren können.

Insgesamt war Teil 2 schwerer zu lesen als Teil 1, weil der Autor uns hier zumutet, den Sci-Fi-Teil gegen einen „Polit-Thriller“ zu tauschen. Aber es lohnt sich, denn der dritte Band beginnt in einer neuen Welt. Die gar nicht so weit weg von dem ist, was wir derzeit erleben.

Was natürlich die Frage aufwirft, ob Donald Trump möglicherweise… aber das ginge jetzt zu weit 😉

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