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Category: Pressemitteilungen

CDU Voerde: Wir sind klar für gegen Friedrich Merz

CDU Voerde: Wir sind klar für gegen Friedrich Merz

Hä?

Manchmal zweifel ich ja an meinem Verstand. Heute ist so ein Tag.

Die NRZ bringt einen Artikel über eine Umfrage, die die CDU Voerde unter ihren Mitgliedern gemacht hat. Es geht um die Frage, wer zukünftig die CDU als Nachfolger von AKK führen soll. Solche demokratischen Abstimmungen finde ich sehr gut. Und im Teaser lese ich:

  Voerder CDU-Mitglieder äußern sich zur Neubesetzung des Bundesvorsitzes. Vorstand erwartet, dass Delegierte „deutliches“ Votum berücksichtigen.

Im weiteren Text steht aber folgendes:

Von den Befragten haben weniger als 1/3 geantwortet.

Von denen, die geantwortet haben, haben ungefähr 3/4 für Friedrich Merz gestimmt.

Von denen wollten die meisten aber nicht, dass man erfährt, wer sie sind.

Der Fraktionsvorsitzende wird zitiert mit:

Die Wahl des Parteichefs ist für Hülser „eine Richtungsentscheidung“. Merz, sagt er, stehe wie kein anderer „für Aufbruch und Erneuerung der CDU“.

Und der Noch-Parteichef mit:

Dass eine Rücklaufquote bei der Mitgliederbefragung von 31,9 Prozent als nicht wirklich repräsentativ bewertet werden könnte, sieht Voerdes CDU-Chef Frank Steenmanns nicht so.

Äh, nur zum Mitschreiben:

Von nicht einmal 32% der Mitglieder wollen weniger als 74%, dass Friedrich Merz das Ruder übernimmt. Und weil sie so hinter ihm stehen, wollen sie auf keinen Fall namentlich bekannt sein.

Also ich weiß ja nicht: Ein klares Votum stelle ich mir anders vor. Das eine Wahl geheim ist, steht außer Frage, das hier ist aber keine Wahl. Sondern eine völlig unverbindliche Befragung.

In der die absolute Minderheit eine Minderheitenmeinung vertritt. Die mit Merz als dem Mann für Aufbruch und Erneuerung verknüpft wird. Und ich bin jetzt ein bisschen ratlos.

Stellen wir uns mal vor, vor der letzten Kommunalwahl hätten nicht einmal 32% der Grünen abgestimmt und weniger als 74% von ihnen hätten gesagt, dass die Dirk Haarmann als Bürgermeisterkandidaten unterstützen, aber namentlich nicht in Erscheinung treten wollen. Und stellen wir uns mal vor, ich wäre damit an die Presse gegangen und hätte Formulierungen wie der Partei- und Fraktions-Chef gewählt.

Ihr hättet mich ausgelacht. Und ich denke zu Recht.

Das hier ist alles. Aber kein klares Votum für, wenn überhaupt ein  klares Votum gegen Friedrich Merz. Dem das Ergebnis vermutlich selbst sehr, sehr peinlich wäre. Ich bezweifele allerdings, dass ihm die CDU Voerde sehr am Herzen liegt 😀

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Was bisher geschah:

Und Nachts kommen die Ratten

Und Nachts kommen die Ratten

Sorry, ich muss mal Frust los werden.

Heute tagt in Voerde der Stadtrat. Das ist an sich gut. Es ist aber auch eine Erinnerung daran, was in der Politik schief läuft. Und das fällt halt ganz besonders vor Weihnachten – dem Fest der Nächstenliebe auf.

Im März habe ich mit den Grünen in Voerde einen Antrag gestellt, Voerde zu einem sicheren Hafen zu machen. Das hat es auch in die Presse geschafft. So schrieb die NRZ:

Grüne beantragen, dass Voerde zum „Sicheren Hafen“ für Flüchtlinge wird. Das Handeln auf europäischer wie bundesweiter Ebene sei „erbärmlich“.

Und jetzt? Ein halbes Jahr später? Da möchte ich dran erinnern, dass die SOZIALdemokraten sich enthielten und zuließen, dass die CHRISTdemokraten uns überstimmten und den Antrag ablehnten.

Zeit, sich mal der Realität zu stellen:

Drei Monate nach dem Brand im Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos ist die Lage vor Ort weiterhin katastrophal. Und auch die Bundesregierung hat ihre Versprechen zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland noch nicht erfüllt. – STZ

Es ist nicht das erste Mal. „Ernsthafte Probleme mit den Ratten, und Gefahr der Übertragung von Krankheiten auf die Bewohner und das Personal“, wird Fanis später am Ende seiner Schicht in sein Logbuch notieren. Und die Ratte ist nicht seine einzige Sorge an diesem Morgen. – Tagesspiegel

Geröll, verrostetes Metall, vertrockneter Kot, angefressene Kadaver und dazwischen Ratten. Ratten, wohin das Auge reicht. Die ersten Flüchtlinge sind zu sehen. Es werden mehr, bald sind es Menschenmengen. Kinderlachen, nackte Füße in Badeschuhen, verschmutze Nägel, belegte Zähne. Schuppenflechten, verletzte Haut, zerrissene, schmutzige Kleidung. – ZEIT

Noch immer sterben täglich Menschen beim Versuch, das Mittelmeer zu überqueren und noch immer sind die Zustände in den provisorischen überfüllten Lagern menschenunwürdig. Genau so hart und deutlich formuliert es auch die Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen” (“MSF”): Die Geflüchteten in den griechischen Lagern lebten unter “unmenschlichen Bedingungen”.

Und jetzt mal meine Frage in die Runde:

Was ist daran SOZIAL oder CHRISTLICH, Menschen in solchen Lagern und auf dem Meer verrecken zu lassen? Während unsere größte Sorge zu sein scheint, dass wir Silvester kein überteuertes Feuerwerk abbrennen und uns den Schädel zuballern können?

Und ja, ich bin nachtragend. Ich werde nicht vergessen, dass es 2020 ein Innenminister der CHRISTdemokraten gewesen ist, der den Ländern und Kommunen die Aufnahme von Flüchtlingen untersagte. Und das es in Voerde die CHRISTdemokraten waren, die sich gegen einen Antrag stellten, der helfen sollte, das Leid der Menschen zu verringern.

Und wenn Ihr mal jemanden aus der Union trefft, fragt doch mal, wie genau sie oder er denn „christlich“ definiert.

 

Frohes Fest.

 

 

Neubau der Polizeiwache Voerde

Neubau der Polizeiwache Voerde

Pressemitteilung aus dem Kreis von heute:

 

Große Freude bei Dr. Ansgar Müller, dem Chef der Kreispolizeibehörde Wesel, denn was bereits Ende des Jahres 2016 im Gespräch war, ist nun auf den Weg gebracht.

„Die Polizei Voerde soll ab dem 01. Januar 2021 eine neue Wache erhalten“, so der Landrat.  „Die Kolleginnen und Kollegen erhalten eine Wache mit modernster Ausstattung. Der neue Standort sorgt dafür, dass wir uns noch schneller um die Belange der Voerderinnen und Voerder kümmern können. Dieser Schritt bedeutet nicht nur mehr Sicherheit in Voerde, sondern steigert das erlebte Sicherheitsgefühl der Menschen.“


Doch um dieses Projekt realisieren zu können, suchen wir nun einen Investor, der ein bestehendes Gebäude für die Polizei umbaut oder einen Neubau für die Ordnungshüter realisiert. Anschließend soll es der Polizei auf Grundlage eines langfristigen Mietvertrages zur Verfügung gestellt werden. Der Vertrag beinhaltet eine Laufzeit von 15 Jahren mit der Option, diesen um weitere fünf Jahre zu verlängern. Da die derzeitige Liegenschaft an der Frankfurter Straße nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein modernes Polizeigebäude entspricht, hat das Land Nordrhein-Westfalen Haushaltsmittel zur Anmietung neuer Räumlichkeiten bewilligt.


Damit ein geeigneter Vermieter gefunden werden kann, wird derzeit ein öffentliches Ausschreibungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb durchgeführt. Dabei ist nicht entscheidend, ob ein bereits bestehendes Gebäude nach den Erfordernissen der Polizei umgebaut oder ein Neubau errichtet wird. Interessierte Investoren haben nun die Möglichkeit, sich in einem ersten Schritt im Rahmen eines Teilnahmewettbewerbs für die Angebotsabgabe zu qualifizieren. Im zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Angebotsabgabe nach den Vorgaben des Raum- und Funktionsprogramms sowie der funktionalen Leistungsbeschreibung.

Schlusstermin für den Eingang der Teilnahmeanträge ist der 3. April 2019. Interessierte Investoren werden gebeten, sich online im Vergabemarktplatz unter: www.evergabe.nrw.de/VMPCenter/ (Kurzbezeichnung: Anmietung PDG Voerde) oder bei der Vergabestelle der Kreispolizeibehörde Wesel unter 0281/107-0 zu informieren.

 

SPIEL DOCH! in Duisburg vom 29.-31.03.2019

SPIEL DOCH! in Duisburg vom 29.-31.03.2019

Wie sich gezeigt hat, war die Idee einer Frühjahrsmesse für Brettspiele ein absoluter Volltreffer!

Über 100 Aussteller und Marken werden auf der SPIEL Doch! in Duisburg 2019 vertreten sein. Damit ist die für 2019 eingeplante Ausstellungsfläche komplett ausverkauft! Auch dieses Mal kann die Messe wieder mit zahlreichen Events aufwarten, die 2018 in den Schatten stellen werden.

U.a. treten beim Crazy Kick-Turnier die Sieger aus den Vorrunden in den Finals gegen Promis an, bestehend aus den Ex-Fußballprofis Jens Nowotny und Carsten Ramelow sowie dem Carcassonne-Autor Klaus-Jürgen Wrede und AndorAutor/Illustrator Michael Menzel. Am Hans im Glück-Stand kann eine Partie  Giant Carcassonne auf einer riesigen Spielfläche gegen Klaus-Jürgen Wrede (Autor des Spiels) sowie Moritz Brunnhofer (Hans-im-Glück Verlagschef) gespielt werden, um tolle Preise zu gewinnen.

Außerdem findet auf der SPIEL DOCH! in Duisburg die Qualifikation für die Deutsche Klask-Meisterschaft statt!


Des Weiteren werden zwei anspruchsvolle
Workshops für Spieleerfinder und solche, die es vielleicht noch werden wollen, angeboten. Der Erfolg der Messe zeigt sich auch an der stetig wachsenden Liste von Spiele-Neuheiten, die auf der SPIEL DOCH! in Duisburg erstmals zu sehen und spielen sein werden! Die Neuheiten-Liste, die laufend aktualisiert wird, ist auf der Webseite unter www.spieldochmesse.com einsehbar.


Da auch mit einem höheren Besucheraufkommen zu rechnen ist, wird empfohlen, den
Vorverkauf auf www.spieldoch-messe.com zu nutzen, um langes Anstehen zu vermeiden.

Die Bahn, der Bund und die Überraschung, die keine ist….

Die Bahn, der Bund und die Überraschung, die keine ist….

Auf Tagesschau.de kann man seit gestern einen „spannenden“ Artikel lesen.

 

Scheller nennt ein Beispiel: „Die durchschnittliche Lebensdauer einer Brücke ist 122 Jahre, und hier fällt natürlich Instandsetzungsaufwand an: Die Tragfähigkeit lässt nach, es müssen Einzelteile erneuert werden.“ Die Bahn muss eine solche Brücke ständig mit kleineren Reparaturen instand halten – auf ihre Kosten. Tut sie das nicht, verfallen Gleise, Weichen und natürlich auch Brücken viel schneller. Wird etwa eine Brücke dann so baufällig, dass nur noch ein Abriss übrig bleibt, ist die Bahn finanziell nicht mehr in der Pflicht – dann zahlt der Bund einen Neubau. Aus Sicht des Bundesrechnungshofpräsidenten ein „systemischer Nachteil“. Die Bahn versuche, möglichst Eigenmittel zu sparen und abzuwarten, bis die großen Bauwerke verschlissen sind oder nicht mehr funktionieren.

Ah ja. Das ist ja eine ganz neue Erkenntnis. So neu, dass einige Politiker schon seit Jahren sich darüber ärgern – ohne das es in Berlin einer wahrhaben will. Witziger Weise habe ich selbst erst am 16.11.2018 in einer Podiumsdiskussion zum Thema Verkehr genau darauf wieder aufmerksam zu machen versucht.

Und noch eine „Überraschung“:

Das Ziel einer Vereinbarung zwischen Bund und Bahn war ursprünglich, den Investitionsstau bei der Infrastruktur abzubauen – also an Gleisen, Weichen oder Brücken. Als die Bahn vor 20 Jahren zur Aktiengesellschaft umgebaut wurde – zu 100 Prozent im Besitz des Bundes – sollte das Unternehmen moderner, schneller und pünktlicher werden.
Aber keines dieser Ziele sei erreicht worden, so Scheller, und darunter leide als erstes die Zuverlässigkeit.

Natürlich ist das so. Wenn ich Infrastruktur privatisiere, geht es auf ein Mal um Gewinn. Wie ziehe ich möglichst viel Geld aus dem Unternehmen während ich möglichst wenig einiges Geld aufwende. Das ist nun mal so im Kapitalismus. Wenn man jetzt Bereiche privatisiert, die per Definition nicht Gewinnoptimierbar sind, ohne das die Allgemeinheit darunter leidet, dann darf man sich auch nicht wundern. Und ja, das gilt für Kommunikation, Medizinische Versorgung und eben den Öffentlichen Personenverkehr gleichermaßen.

Können wir mal aufhören, überrascht zu tun?

„Huch? Die Privatisierung von Krankenhaus A verschlechtert die Pflegestandards im Haus?

„Huch? Die Privatisierung der Telekommunikation hat gar nicht zu flächenddeckend schnellem Internet geführt?“

„Huch? Die Privatisierung des Öffentlichen Personenverkehrs hat gar nicht zu schneller, besser, günstiger geführt?“

Gut, dass gestern Nikolaus war. Denn wer beim Lesen des Artikels wirklich noch geglaubt hat, durch die Privatisierung der Bahn würde sich für deren Kunden was positiv verändern, der glaubt wahrlich noch an den Nikolaus. Und die Kunden sind nicht nur die, die mit der Bahn fahren. Sondern auch die Steuerzahler, die so oder so für die Kosten aufkommen.

Im Modell der Bahn und anderer dann halt für viel höhere Kosten, als es sein müsste.

 

Wo kommt meine Aggression gegenüber Autofahrern her?

Wo kommt meine Aggression gegenüber Autofahrern her?

Vorige Tage habe ich mich mit jemandem Unterhalten, warum Menschen so aggressiv auf die jeweils anderen reagieren. Natürlich ging es mir, völlig gerecht und gerechtfertigt und unzweifelhaft, um die Aggressionen von Autofahrern gegenüber Radfahrern.

Irgendwann wurde mir die Frage gestellt, warum ich als Auto- & Radfahrer immer mehr Sympathie zu den Radfahrern zeige und auf Autofahrer immer so pissig reagiere. Meine Begründung war, dass Autofahrer Regeln nur beachten, wenn sie zu ihrem Vorteil sind oder sie anderen Fehler vorwerfen können. Und vor allem, weil Autofahrer viel mehr Schaden an Radfahrern anrichten können als umgekehrt.

Und wie zur Bestätigung heute morgen auf dem DPA-Ticker:

Samstag gegen 12:30 Uhr befuhr ein siebenjähriger Junge aus Wesel mit seinem Kinderfahrrad den Gehweg der „Alte Roßmühlenstraße“ aus Richtung Berliner-Tor-Platz kommend in Fahrtrichtung Gantesweilerstraße. Die Gantesweilerstraße überquerte er an der Fußgängerfurt. Hier kam es zum Zusammenstoß mit dem Pkw eines 24-Jährigen aus Wesel, der die Gantesweiler Straße in Richtung Poppelbaumstraße befuhr. Der Junge fiel zu Boden und zog sich Schürwunden an beiden Unterschenkeln zu. Der Fahrzeugführer entfernte sich zunächst in unbekannte Richtung. Er wurde an seiner Wohnanschrift angetroffen. Sein Führerschein wurde sichergestellt.

Man kann ja mal ein Kind überfahren. Hey, das ruckelt vielleicht ein bisschen, aber was solls.

Natürlich freue ich mich, dass der Fahrer identifiziert und sein „Lappen“ kassiert wurde. Trotzdem raffe ich einfach nicht, wie Autofahrer erst so unachtsam sein können und dann auch noch die Flucht ergreifen. Ist Menschen wie diesem nicht klar, dass das Kind auch hätte einfach tot sein können?

Ja wo kommen sie denn her, die Rechten?

Ja wo kommen sie denn her, die Rechten?

Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, ob es ein Muster bei den Übergriffen durch Rechte und „Besorgte Bürger“ auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte gibt?

Stellt sich raus: Das gibt es.

Und zwar in Form von Technik. Denn wie die New York Times(!) heute veröffentlicht, kann man in Deutschland(!) einen Zusammenhang zwischen der Intensität der Facebook-Nutzung und entsprechender Straftaten ermitteln:

Karsten Müller and Carlo Schwarz, researchers at the University of Warwick, scrutinized every anti-refugee attack in Germany, 3,335 in all, over a two-year span. In each, they analyzed the local community by any variable that seemed relevant. Wealth. Demographics. Support for far-right politics. Newspaper sales. Number of refugees. History of hate crime. Number of protests.

One thing stuck out. Towns where Facebook use was higher than average, like Altena, reliably experienced more attacks on refugees. That held true in virtually any sort of community — big city or small town; affluent or struggling; liberal haven or far-right stronghold — suggesting that the link applies universally.

Quelle: NYT

Das ist natürlich in mehrerlei Punkten interessant. Weil man nicht nur die Frage stellen muss, ob Facebook mittlerweile das Netzwerk der Rechten und Stammtischparolen ist und der linke Widerstand dagegen nicht effektiv genug ist oder war. Aber natürlich auch welche Verantwortung Facebook trägt, das sich ja nach wie vor weigert seine Rolle als Medium wahrzunehmen.

Und dann fiel die Fahrradfahrerin einfach um…

Und dann fiel die Fahrradfahrerin einfach um…

Aktuell wird ja viel über die gestiegene Anzahl von Unfällen von Pedelec-Fahrern diskutiert. Passend dazu heute die Pressemitteilung der Polizei Wesel:

Rheinberg – Pedelec-Fahrerin stürzte vom Rad

Naja, denkt man sich, die können halt nicht Rad fahren. Doch mitnichten, denn eigentlich spielte da nicht nur die Pedelec-Fahrerin eine Rolle:

Ein 49-jähriger Rheinberger war mit seinem Auto auf dem Mühlenweg unterwegs und wollte nach links auf die Xantener Straße abbiegen. Dabei übersah er die 72-jährige Rheinbergerin, die mit ihrem Pedelec die Xantener Straße überqueren wollte. Die Frau stürzte und fiel von ihrem Rad.

Quelle: DPA

Ach schau an… es geht also in Wahrheit um einen weiteren von einem PKW-Fahrer ausgelösten Fahrradunfall? Da hätte man ja auch schreiben können:

Rheinberg – Autofahrer übersieht Pedelec-Fahrerin und verursacht Unfall

Aber das sind Spitzfindigkeiten, gell?

Das pöse, pöse Auto!

Das pöse, pöse Auto!

Mal wieder wurde im Kreis eine Rafdfahrerin umgenietet. Diesmal gleich mit Fahrerflucht. Und einer Headline, wie man sie erwartet und sich wünscht, sie wäre nicht so:

Auto fährt Radfahrerin an und dann einfach weiter

Nicht. Das. Auto.

Der Fahrer oder die Fahrerin!

Und wieder ein Kind auf dem Fahrrad

Und wieder ein Kind auf dem Fahrrad

Es hört auch im Kreis Wesel nicht auf:

Bei einem Verkehrsunfall ist gestern gegen 13.00 Uhr ein 12-jähriger Junge schwer verletzt worden.

Der Junge war mit einem Fahrrad auf der Lipperheystraße unterwegs und wollte die Caspar-Baur-Str. geradeaus überqueren. Ein Autofahrer kam von rechts aus dieser Straße und stieß mit dem Jungen zusammen.

Durch den Aufprall stürzte der Junge mit dem Fahrrad zu Boden und verletzte sich dabei. Ein Krankenwagen brachte ihn zur stationären Behandlung in ein Weseler Krankenhaus.

Quelle: Polizei Wesel, via DPA

Es ist einfach nur noch deprimierend.